ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2016Abhängigkeitserkrankungen: Bundesregierung will Internetsucht bekämpfen

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Abhängigkeitserkrankungen: Bundesregierung will Internetsucht bekämpfen

Bühring, Petra

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Die Bundesregierung plant eine Initiative zur Bekämpfung von Internetsucht. Neben den großen Chancen der Digitalisierung bestünden auch Risiken des Missbrauchs und der Entwicklung von Abhängigkeiten von neuen Medien. „Das Ziel muss ein maßvoller Umgang und eine gesunde ’Online-Offline-Balance’ mit den neuen Medien sein“, schreibt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CDU), in einem offenen Brief an die Unions-Bundestagsfraktion, in dem sie über Ergebnisse und Ziele ihrer Arbeit berichtet. Neben Präventions- und Beratungsangeboten müssten „passende Behandlungsmöglichkeiten für eine wachsende Zahl Betroffener aufgebaut“ werden.

Eine maßvoller Umgang mit dem Internet fällt besonders jungen Menschen schwer. Foto: dpa
Eine maßvoller Umgang mit dem Internet fällt besonders jungen Menschen schwer. Foto: dpa

Nach Schätzungen sind rund 500 000 Menschen in Deutschland von Medienabhängigkeit betroffen. „Experten schätzen die Zahl der Internetabhängigen aktuell auf etwa ein Prozent der 14- bis 64-Jährigen“, schreibt Mortler weiter. Konkret prüft die Regierung derzeit die Förderung von Onlineberatungen für Abhängige sowie von Projekten, die mögliche Gesundheitsschäden durch exzessiven Internetkonsum bei Kindern und Jugendlichen untersuchen. Auf der Jahrestagung der Drogenbeauftragten im November 2016 soll ein Expertenrat weitere Maßnahmen vorschlagen. PB

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