ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2016Flüchtlingskinder: Ein hohes Ziel
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Der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) sei Dank für den Schenkelklopfer der Woche. Während sich in ganz Deutschland tausende berufliche Fachkräfte und freiwillige Helfer den nicht unerheblichen Herausforderungen stellen, die die Versorgung von hunderttausenden Flüchtlingen mit sich bringen, baut die DAKJ Forderungen auf, bei denen sich die Verantwortlichen vor Ort die Frage stellen, wie man sich das denn vorstellt.

Vollkommen zu Recht werden derzeit Standards eines Regelbetriebes vorübergehend abgesenkt, um untragbare Verhältnisse zu vermeiden. Dienstwege und Zuständigkeiten werden vereinfacht, um Obdachlosigkeit zu verhindern. Und trotzdem bleiben die Flüchtlinge und ihr Wohl im Mittelpunkt der Hilfe. Das, was dabei zermürbt, sind die Paragrafenreiter, die nicht in der Lage leben, sondern die Helfer mit Bürokratie und überzogenen Standards quälen.

Bei allem lobenswerten Engagement unseres Berufsstandes fehlt es derzeit vielerorts noch an ärztlicher Zeit für eine stabile Basisversorgung der Flüchtlinge. KVen, Ärztekammern und Hausärzteverband setzen bereits viel Energie ein, um hier zu helfen. Vor diesem Hintergrund sind die Standards, die die DAKJ fordert, zwar ein hohes Ziel, aber mangels Kapazität vielerorts schlicht nicht zu leisten . . .

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Markus Wedemeyer, 27578 Bremerhaven

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