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Karen Steindorf: Sport verbessert Lebensqualität bei Krebs

Dtsch Arztebl 2016; 113(5): A-193 / B-167 / C-167

Hibbeler, Birgit

Karen Steindorf, Foto: privat
Karen Steindorf, Foto: privat

Wenn Tumorpatienten unter dem Fatigue-Syndrom leiden, ist das für sie oft sehr belastend. Müdigkeit, Erschöpfung und Kraftlosigkeit mindern die Lebensqualität.

Kann man das Fatigue-Syndrom durch Sport beeinflussen? Diese Frage hat sich Prof. Dr. rer. nat. Karen Steindorf (49) gestellt. Sie leitet die Abteilung „Bewegung, Präventionsforschung und Krebs“ am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. In zwei randomisierten Interventionsstudien mit Brustkrebspatientinnen fand sie heraus: Krafttraining – begleitend zur Behandlung mittels Bestrahlung oder Chemotherapie – verringert die Ausprägung des Fatigue-Sydroms. „Das ist eine enorm wichtiger Aspekt für die Lebensqualität“, betont die Epidemiologin.

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Grundsätzlich sei auch Ausdauertraining für Krebspatienten geeignet oder eine Kombination. In den beiden Studien habe man sich bewusst für Krafttraining entschieden, da es dazu nur wenige Daten gebe. „Für die Nachhaltigkeit ist auf jeden Fall auch die Freude am Sport wichtig“, sagt Steindorf.

Verbessert Sport auch die Heilungschancen bei Krebs? „Das beginnen wir gerade erst zu verstehen“, sagt Steindorf. Die Datenlage sei noch dünn. Und Sport als Primärprävention? Hier gebe es eindeutige Zusammenhänge. So gelte der protektive Effekt bei Darmkrebs und postmenopausalem Brustkrebs als gesichert, für weitere Krebsarten als wahrscheinlich.

Für ihre Forschung erhielt Steindorf den Claudia von Schilling Preis. Sie teilt sich die mit 20 000 dotierte Auszeichnung mit Prof. Dr. med. Sibylle Loibl, German Breast Group, Neu-Isenburg. Birgit Hibbeler

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