ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1999Praxisaufgabe: Arztunwürdig

SPEKTRUM: Fernseh-Tipp

Praxisaufgabe: Arztunwürdig

Dtsch Arztebl 1999; 96(22): A-1454 / B-1141 / C-1037

Höfling, Gerd

Zu dem Leserbrief "Zwangsenteignung" von Dr. med. Jochen Kuberka in Heft 14/1999:
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LNSLNS Das Gejammere über eine sogenannte "Zwangsenteignung der kassenärztlich tätigen Ärzte" finde ich arztunwürdig. Mit 68 Jahren sollte man aus vielerlei Gründen die Praxis aufgeben und sie jüngeren Ärzten zum Aufbauen einer Existenz überlassen, zumal es keine freie Niederlassung mehr gibt. Was sollten Angestellte sagen, die mit 58 oder 60 Jahren in "Zwangsfrührente" geschickt werden? Ist das auch nicht "rechtsstaatlich"? Ein Arzt sollte sich wirklich nicht beklagen. Er kann privat weitermachen und Notfälle behandeln. Außerdem erhält er von der Ärzteversorgung eine Pension von rund 5 000 DM mit 68 Jahren. Kann man sich da noch beklagen? Herr Kuberka scheint noch lange nicht so weit zu sein, weil er seine Kinder noch unterhalten muß. Wenn er mit seinem "Praxisteam" weniger als ein Facharbeiter verdient, sollte er sich auf eine Praxishelferin beschränken. Ich habe mit einer "Kleinstpraxis" vier Kinder unterhalten und studieren lassen können. Vielleicht liegt das aber auch daran, daß wir noch aus der Generation stammen, die sparen konnte.
Dr. med. Gerd Höfling, Beethovenstraße 5, 42489 Wülfrath
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