ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1999Einkaufsmodell und Direktverhandlungen nicht praktikabel

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Einkaufsmodell und Direktverhandlungen nicht praktikabel

Dtsch Arztebl 1999; 96(22): A-1471 / B-1153 / C-1049

Clade, Harald

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS KÖLN. Die Umsetzung eines Globalbudgets in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung auf Landesebene und ein Direktverhandeln mit den Krankenhäusern hält Prof. Werner G. Fack-Asmuth, Vorstand des Deutschen Krankenhausinstituts, für ebenso unpraktikabel wie das von den Krankenkassen favorisierte Einkaufsmodell mit einzelnen Leistungserbringern und -gruppen. Auch sei es zu aufwendig, eine Vielzahl von Strukturverträgen zu initiieren, so Fack-Asmuth. Rolf Stuppardt, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen, sagte, er halte es für problematisch, das Globalbudget auf Länderebene "herunterzubrechen" und die Krankenkassenverbände bei der Durchsetzung und Sanktionierung in die Pflicht zu nehmen, weil sowohl bei den Innungs- als auch bei den Betriebskrankenkassen länderübergreifende Zuständigkeiten ein- und derselben Krankenkasse gegeben seien. Der Gesetzgeber müsse hier für Klarheit und Praktikabilität sorgen. Im übrigen müßten die Krankenkassen und deren Verbände mehr Gestaltungs- und Mitwirkungsrechte bei der Definition des Leistungskatalogs und der "einzukaufenden" Leistungsmengen haben. Es könne nicht angehen, daß die Krankenkassen zahlten und Gesetzgeber und Leistungserbringer über den Rest bestimmten. HC
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema