ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2016Fallzahlen und Sterblichkeitsraten von Sepsis-Patienten im Krankenhaus

MEDIZIN: Originalarbeit

Fallzahlen und Sterblichkeitsraten von Sepsis-Patienten im Krankenhaus

Analyse der deutschlandweiten fallpauschalenbezogenen Krankenhausstatistik von 2007 bis 2013

Hospital incidence and mortality rates of sepsis — an analysis of hospital episode (DRG) statistics in Germany from 2007 to 2013

Dtsch Arztebl Int 2016; 113(10): 159-66; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0159

Fleischmann, Carolin; Thomas–Rueddel, Daniel O.; Hartmann, Michael; Hartog, Christiane S.; Welte, Tobias; Heublein, Steffen; Dennler, Ulf; Reinhart, Konrad

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Hintergrund: Sepsis, die schwerste Verlaufsform akuter Infektionen, stellt für Gesundheitssysteme weltweit eine erhebliche Herausforderung dar. Deutschlandweite Daten zur Sepsisinzidenz und -letalität sind unzureichend.

Methode: Zur Erhebung der in Deutschland im Krankenhaus behandelten Sepsisfälle und der Krankenhausletalität erfolgte eine Auswertung der deutschlandweiten Fallpauschalenbezogenen Krankenhausstatistik (DRG-Statistik) von 2007 bis 2013. Zur Fallidentifikation wurden klinische und mikrobiologische ICD-10-Codes für Sepsis verwendet. Die Auswertung wurde alters- und geschlechtsstandardisiert sowie altersgruppenspezifisch vorgenommen.

Ergebnisse: In Deutschland stieg die Fallzahl der Sepsis jährlich um durchschnittlich 5,7 % von 200 535 im Jahr 2007 auf 279 530 Fälle 2013 an, was einer Zunahme der adjustierten Krankenhausrate von 256 auf 335 Sepsisfälle pro 100 000 Einwohner entspricht. Der Anteil von Patienten mit schwerer Sepsis nahm von 27 % auf 41 % zu. Die Sterblichkeitsrate der Sepsis sank im Beobachtungszeitraum um 2,7 Prozentpunkte auf 24,3 %. 2013 starben damit 67 849 Menschen an oder mit einer Sepsis. Die Fallzahlraten sind in den extremen Altersgruppen am höchsten und die Krankenhausletalität nimmt ab dem 40. Lebensjahr nahezu linear zu.

Schlussfolgerung: Sepsisfallzahlen und die Zahl der durch Sepsis verursachten Todesfälle sind in Deutschland deutlich höher als bisher angenommen und ansteigend. Die Publikation von Sepsiskennziffern sollte fester Bestandteil der Gesundheitsberichterstattung des Bundes und Teil der Berichterstattung der Krankenhäuser werden. Präventionsmaßnahmen und die Implementierung evidenzbasierter Therapiekonzepte sollten flächendeckend umgesetzt werden.

LNSLNS

Sepsis, die schwerste Verlaufsform akuter Infektionen, kann zum Mehrfachorganversagen führen und endet in 30–50 % der Fälle tödlich (1, 2). Nach aktuellen Erhebungen des National Center for Health Statistics stieg die Inzidenz der Sepsis in den USA jährlich um 7–8 % von 221/100 000 Einwohner im Jahr 2000 auf 377/100 000 Einwohner im Jahr 2008 an (3). Trotz kontinuierlich sinkender Letalitätsrate (4) verstarben dort 2007 mehr als 200 000 Patienten an einer Sepsis (5). Sepsis ist damit in den USA deutlich häufiger als Myokardinfarkt, Brust- oder Kolonkrebs (6, 7). Im Jahr 2011 führte Sepsis mit Gesamtkrankenhauskosten von jährlich 22,2 Milliarden US-Dollar in den USA die Rangliste der kostenintensivsten Krankheitsbilder an (8). Als Gründe für den Inzidenzanstieg der dokumentierten Sepsisfälle gelten der demografische Wandel mit einer Zunahme älterer polymorbider Patienten und eine Zunahme medikamentöser und invasiver, immunsuppressiver medizinischer und intensivmedizinischer Maßnahmen (9). Auch vermehrte Sepsiskodierung durch erhöhte Aufmerksamkeit und Vergütungsanreize werden als Ursachen diskutiert (10).

In der Gesundheitsberichterstattung des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) fehlen aggregierte Angaben zur Sepsis (11). Es finden sich lediglich Angaben zur Häufigkeit erregerbasierter Sepsis-Codes, obwohl seit 2005 beziehungsweise 2010 klinisch orientierte Sepsisdefinitionen – R65.0! (Sepsis), R65.1! (schwere Sepsis) und R57.2 (septischer Schock) – in das Internationale Krankheitsklassifizierungssystem ICD-10 der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) aufgenommen wurden. Diese berücksichtigen, dass es in maximal 30–40 % der Sepsisfälle gelingt, einen Erreger in der Blutbahn nachzuweisen (1). Diese Kriterien sind seit den 1990iger Jahren international Grundlage für die Durchführung epidemiologischer Sepsisstudien (2, 12).

Das Fehlen belastbarer Zahlen in Deutschland veranlasste im Jahr 2003 das Kompetenznetzwerk Sepsis (SEPNET), die Inzidenz der Sepsis in Deutschland auf Basis dieser Sepsiskriterien in einer Punktprävalenzstudie abzuschätzen (2). Diese Erhebung war jedoch auf die Intensivstationen und Patienten mit schwerer Sepsis beschränkt, deshalb wurden die Sepsisfälle ohne Organdysfunktion, die meist nicht auf Intensivstation behandelt werden, lediglich geschätzt. Mit dieser Einschränkung ergaben sich für das Jahr 2003 jährlich etwa 154 000 Sepsis- und circa 60 000 Todesfälle. Seit Einführung des DRG-Systems in 2004 melden die deutschen Krankenhäuser die Entlassungsdiagnosen als ICD-Kodierungen regelmäßig an das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK). Dieselben Daten werden vom Statistischen Bundesamt als sogenannte Fallpauschalenbezogene Krankenhausstatistik (DRG-Statistik) zusammengefasst. Ziel der vorgelegten Untersuchung ist es, basierend auf dieser Statistik, die Entwicklung der Sepsisfallzahlen und -sterblichkeit für die Jahre 2007–2013 darzustellen. Die Nutzung der Krankenhausentlassungsdiagnosen ermöglicht es, deutschlandweit Daten zur Sepsisepidemiologie sowohl für auf der Intensivstation als auch auf der Normalstation behandelte Patienten zu erfassen. Dies ist nicht nur hinsichtlich der Repräsentativität für ganz Deutschland wichtig, sondern berücksichtigt auch die Tatsache, dass vielfach auch auf Normalstationen Patienten mit Sepsis und schwerer Sepsis behandelt werden.

Methodik

Grundlage dieser Erhebung bildete eine Abfrage der vom Statistischen Bundesamt nach § 21 Krankenhausentgeltgesetz (KhEntgG) erhobenen DRG-Statistik, die Daten aller Krankenhäuser, die nach DRG-Vergütungssystem abrechnen, enthält. Für die Jahre zwischen 2007 und 2013 wurden Haupt- und Nebendiagnosen aller hospitalisierten Patienten ausgewertet. Zur Fallidentifikation wurden 27 ICD-10-Codes für Sepsis verwendet (eKasten 1), denen eine klinisch oder mikrobiologisch basierte Sepsisdefinition zugrunde liegt. Mikrobiologisch basierte ICD-10-Codes klassifizieren Sepsis anhand des verursachenden Erregers. Eine Unterteilung in klinische Schweregrade ist nicht möglich. Klinisch orientierte ICD-10-Codes für Sepsis (R65.0!) und schwere Sepsis (R65.1!) wurden in Deutschland 2007 eingeführt. 2010 wurde ein Code für den septischen Schock (R57.2) ergänzt; in den Vorjahren wurde die Diagnose „septischer Schock“ unter „schwerer Sepsis“ subsumiert. R65.0! und R65.1! können nur als sekundäre Nebendiagnosen kodiert werden und sind in Anlehnung an die klinische Konsensusdefinition (13, 14) der Sepsis definiert: Sie unterscheiden Sepsis mit mindestens zwei Zeichen einer systemischen inflammatorischen Reaktion (SIRS) ohne eine Organdysfunktion von schwerer Sepsis, bei der zusätzlich zu einer Infektion und SIRS-Zeichen Kriterien für Organdysfunktionen vorliegen müssen. Als SIRS-Kriterien gelten Fieber, Leukozytose, Tachykardie oder Tachypnoe. Der Code R57.2 verschlüsselt den septischen Schock, also eine Hypotension trotz adäquater Volumengabe bei schwerer Sepsis. Nur wenn eine Erkrankung die Aufnahme veranlasst hat, die mit diesem Code oder einem mikrobiologisch basierten Sepsis-Code zu verschlüsseln ist, kann eine Sepsis als Hauptdiagnose kodiert werden. Es erfolgte eine Abfrage der jährlichen Fallzahlen und Krankenhaustodesfälle der zwischen 2007 und 2013 in Deutschland hospitalisierten Patienten aller Altersgruppen. Die jährliche populationsbezogene Sepsishäufigkeit wurde auf Basis der vom Statistischen Bundesamt angegebenen nationalen Bevölkerungsdaten der Jahre 2007 bis 2013 mittels der Methode der direkten Standardisierung auf die Bevölkerungsstruktur vom 31. 12. 2010 standardisiert. Eine Adjustierung auf US-Normbevölkerung 2000 wurde für die Jahre 2007–2010 zum Vergleich der Sepsisraten vorgenommen (eTabelle 1). Falls nicht anders spezifiziert, schließt der Begriff Sepsis die Fälle von schwerer Sepsis und septischem Schock, und der Begriff schwere Sepsis die Fälle von septischem Schock mit ein. Patienten, die mehr als einen ICD-10-Code für Sepsis aufwiesen, wurden einfach gezählt; gewertet wurde jeweils die schwerste Verlaufsform (septischer Schock > schwere Sepsis > Sepsis). Die Abschätzung der direkten ambulanten und stationären Behandlungskosten für Patienten mit Sepsis erfolgte auf Grundlage der Daten des Bundesversicherungsamtes (BVA), das regelmäßig eine Erhebung der mittleren Leistungsausgaben für Patienten mit Sepsis beziehungsweise Sepsisfolgen zur Berechnung des morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleiches vornimmt. Diese Berechnung basiert auf einer Liste von ICD-10-Codes, die vom Bundesversicherungsamt als sepsisrelevant definiert wurden (eKasten 2). Die konkreten Berechnungsschritte sind auf der Internetpräsenz des BVA verfügbar (15). Die mittleren Leistungsausgaben pro Patient wurden für Deutschland entsprechend der ermittelten Fallzahlen berechnet.

Fallzahlen, Sterbefälle, Häufigkeits- und Sterblichkeitsraten von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland, 2007–2013*1
Fallzahlen, Sterbefälle, Häufigkeits- und Sterblichkeitsraten von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland, 2007–2013*1
Tabelle 1
Fallzahlen, Sterbefälle, Häufigkeits- und Sterblichkeitsraten von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland, 2007–2013*1
ICD-10-Sepsis-Codes zur Fallidentifikation von Sepsisfällen in der DRG-Statistik
ICD-10-Sepsis-Codes zur Fallidentifikation von Sepsisfällen in der DRG-Statistik
eKasten 1
ICD-10-Sepsis-Codes zur Fallidentifikation von Sepsisfällen in der DRG-Statistik
Sepsis/SIRS-definierende ICD-Codes für das Ausgleichsjahr 2013 nach § 31 Absatz 2 RSAV (Krankheiten und Diagnosen für den morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleich, festgelegt vom Bundesversicherungsamt)
Sepsis/SIRS-definierende ICD-Codes für das Ausgleichsjahr 2013 nach § 31 Absatz 2 RSAV (Krankheiten und Diagnosen für den morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleich, festgelegt vom Bundesversicherungsamt)
eKasten 2
Sepsis/SIRS-definierende ICD-Codes für das Ausgleichsjahr 2013 nach § 31 Absatz 2 RSAV (Krankheiten und Diagnosen für den morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleich, festgelegt vom Bundesversicherungsamt)
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner adjustiert auf die US-Normbevölkerung 2000 (e9)
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner adjustiert auf die US-Normbevölkerung 2000 (e9)
eTabelle 1
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner adjustiert auf die US-Normbevölkerung 2000 (e9)

Ergebnisse

Im Zeitraum 2007–2013 stieg die Gesamtzahl der Sepsisfälle in der DRG-Statistik von 200 535 auf 279 530 Fälle an, was einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 5,7 % entspricht (Tabelle 1, Grafik 1). Im gleichen Zeitraum stieg die auf die Bevölkerung 2010 standardisierte Rate aller Sepsispatienten von 256/100 000 Einwohner auf 335/100 000 Einwohner an. Der Anteil von Sepsispatienten an der Gesamtheit der Krankenhausfälle stieg in diesen Jahren von 1,21 % auf 1,54 % an. Die Krankenhausletalität von Patienten mit Sepsis sank von 27 % auf 24,3 %. In 2007 lag bei 27 % und in 2013 bei 41 % der Patienten eine schwere Sepsis vor, was einer auf 2010 standardisierten Rate von 69/100 000 Einwohner für 2007 und 138/100 000 Einwohner für 2013 entspricht. Die Krankenhausletalität von Patienten mit schwerer Sepsis ging von 49,5 % auf 43,6 % zurück (Tabelle 1). Die Fallzahlen für den septischen Schock stiegen seit 2010 an: In 2010 wurden 22 326, in 2013 33 815 Patienten mit septischem Schock behandelt. Die Krankenhausletalität ging zwischen 2010 und 2013 um 2,2 % zurück und lag 2013 bei 58,8 %. Die Sepsishäufigkeit betrug 2007–2013 in der Altersgruppe der Neugeborenen 1 556/100 000 und bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren 30/100 000. Mit zunehmendem Alter stieg die Sepsishäufigkeit an und erreichte in der Altersgruppe ≥ 85 Jahre mit 1 434 Fällen/100 000 ihren zweiten Gipfel (Grafik 2). Die Krankenhaussterblichkeit bei Sepsis nahm mit dem Alter auf bis zu 36,5 % und bei schwerer Sepsis auf 60,3 % zu (Grafik 3, eTabelle 2).

Häufigkeitsrate pro 100 000 Einwohner
Häufigkeitsrate pro 100 000 Einwohner
Grafik 1
Häufigkeitsrate pro 100 000 Einwohner
Krankenhaushäufigkeit von Sepsis pro 100 000 Personen/Jahr
Krankenhaushäufigkeit von Sepsis pro 100 000 Personen/Jahr
Grafik 2
Krankenhaushäufigkeit von Sepsis pro 100 000 Personen/Jahr
Krankenhaussterblichkeit von Patienten mit Sepsis
Krankenhaussterblichkeit von Patienten mit Sepsis
Grafik 3
Krankenhaussterblichkeit von Patienten mit Sepsis
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
eTabelle 2
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
Fallzahlen und Krankenhaussterblichkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
Fallzahlen und Krankenhaussterblichkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
eTabelle 3
Fallzahlen und Krankenhaussterblichkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen

Männer wiesen eine bis zu 1,8-fach höhere Sepsishäufigkeit als Frauen auf. Die Häufigkeit von schwerer Sepsis war abhängig von der Altersgruppe bis zu 2-fach höher als bei Frauen. Bei vom Bundesversicherungsamt erhobenen mittleren Leistungsausgaben von 27 467,92 Euro pro Sepsisfall in 2013 errechnen sich Gesamtkosten von rund 7,7 Milliarden Euro für die stationäre und nachfolgende ambulante Behandlung der Sepsisfolgen.

Diskussion

Die Auswertung der DRG-Statistik ermöglichte eine deutschlandweite, repräsentative Darstellung von Häufigkeit und Letalität der krankenhausbehandelten Sepsisfälle. Zwischen 2007 und 2013 stieg die Sepsisfallzahl in Deutschland auf 335 Fälle/100 000 Einwohner an, während die Letalitätsrate um 2,7 % auf 24,3 % sank. Sepsishäufigkeit und -sterblichkeit waren deutlich alters- und geschlechtsabhängig. In den USA ergab die Auswertung von Routinedaten im letzten Jahrzehnt jährliche Zuwachsraten zwischen 8,2 % und 17,8 % und eine Inzidenzrate von 377 Fällen/100 000 Einwohner (3, 5, 16). Spanien und Großbritannien berichten über einen Zuwachs der schweren Sepsis um jährlich 8,6 % auf 85 Fälle/100 000 Einwohner (17) beziehungsweise um 43 % in 10 Jahren (18). In Skandinavien wird die Inzidenz der über die Notaufnahme aufgenommen Patienten mit ambulant erworbener Sepsis auf 731/100 000 Einwohner geschätzt, davon 60 % mit schwerer Sepsis (19). Die Vergleichbarkeit dieser Beobachtungsstudien wird durch die Verwendung unterschiedlicher Sepsisdefinitionen und Studiendesigns erschwert. Die Anwendung von Sepsisdefinitionen, die weniger restriktiv sind als die Definitionen, die durch die in Deutschland einzuhaltenden Kodierrichtlinien festgelegt sind, führt zu höheren Sepsisfallzahlen und meist niedrigeren Sterblichkeitsraten (20). Bei Adjustierung der in dieser Studie erhobenen Raten auf Basis des US-Zensus 2000 wäre in Deutschland alterskorrigiert von 236 Sepsisfällen/100 000 Einwohnern und damit einer niedrigeren Sepsisrate als in den USA auszugehen (377/100 000 (3) (eTabelle 2).

Als Ursachen für den Anstieg gelten:

  • Biologische beziehungsweise medizinische Gründe, die mit der demografischen Entwicklung assoziiert sind. Die Anfälligkeit für Infektionen und Sepsis wird durch Begleiterkrankungen wie Krebs, Leberzirrhosen, Diabetes, HIV/AIDS oder gesundheitsschädliches Verhalten wie überhöhten Alkoholkonsum, Rauchen und Bewegungsmangel erhöht (4, 2126).
  • Ironischerweise auch der medizinische Fortschritt, da dieser mit medizinischen Maßnahmen einhergeht, die die Immunkompetenz und natürlichen Abwehrbarrieren schwächen und so Infekt- oder Sepsisanfälligkeit erhöhen. Dies gilt umso mehr, wenn sie auf Frühgeborene und sehr alte Menschen ausgedehnt werden (27). Das sepsisassoziierte Multiorganversagen wurde in den 1970iger Jahren erstmals beschrieben; in der Ära ohne Intensivmedizin verlief diese Verlaufsform einer Sepsis in wenigen Stunden tödlich. Sepsis kann jedoch auch als Komplikation von intensivmedizinischen Maßnahmen auftreten. In den USA, die neben Deutschland die pro Kopf höchste Zahl an Intensivbetten aufweisen, wurden 29,2 % der über „Medicare“ versicherten Patienten während der letzten drei Lebensmonate auf einer Intensivstation behandelt (28). Diese Patienten sind besonders anfällig für septische Komplikationen.
  • Vermehrte Kodierung von Sepsis ist ein weiterer Grund für die Fallzahlzunahme. Die Präzisierung der Sepsisdefinitionen (13) und die später erfolgte Umsetzung dieser Definitionen in den (SIRS-)Sepsis-Codes im ICD-9/10-System haben die Sepsiskodierung erleichtert und bieten in einigen Ländern wie Deutschland auch einen finanziellen Anreiz zur Kodierung (10, 29), ähnlich dem als Will-Rogers-Phänomen beschriebenen Phänomen bei Krebspatienten (30). Ein Anstieg der Sepsisraten wird jedoch auch aus Registerstudien berichtet, bei denen Kodieranreize keine Rolle spielen (31). Um das Problem einer Überkodierung vor allem für leichtere Sepsisfälle zu verhindern, wurde in Deutschland die Kodierung von Sepsis, SIRS, Neutropenie und Bakteriämie seit Einführung des Fallpauschalensystems streng reguliert. In der speziellen Kodierrichtlinie 103a werden seit 2004 Vorgaben zur korrekten Verwendung der Codes gemacht. Diese Kodierrichtlinie wurde im Jahr 2005 in der Fassung 103d grundlegend neugefasst und beinhaltet seitdem auch Vorgaben zur Verschlüsselung eines SIRS. Zusätzlich sind die ergänzenden Hinweise des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) zur Anwendung der Codes zur Kodierung eines SIRS zu berücksichtigen (32). Die klinisch orientierten Sepsis-Codes dürfen nur bei mindestens zwei der möglichen vier SIRS-Kriterien Verwendung finden. Um Falschkodierungen zu verhindern, wird seit 2007 in Deutschland die Kodierung R65.0! zu Abrechnungszwecken nur akzeptiert, wenn positive mikrobiologische Befunde oder Organkomplikationen mit zwei der vier SIRS-Kriterien vorliegen oder wenn bei Fehlen eines mikrobiologischen Nachweises alle vier SIRS-Kriterien nachgewiesen werden. Bei circa 12 % der Patienten mit mikrobiologisch und klinisch gesicherter schwerer Sepsis liegt jedoch nur ein oder gar kein SIRS-Kriterium vor (33). Diese Auflage trägt eher zu einer Unterkodierung der Sepsis bei. Generell können ICD-10-basierte Sepsiskodierungen in Krankenhausentlassungsdaten im Vergleich zur Auswertung von Krankenakten zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Sepsishäufigkeit um den Faktor 2,3 bis 6 führen (19, 34). Manche Sepsisfälle werden falsch oder gar nicht kodiert (35, 36). Andererseits sind einige mikrobiologischen Codes nicht eineindeutig mit einer Sepsisdiagnose verbunden, so dass sich ein als sehr gering einzuschätzender Anteil an Patienten mit derartigen Codes keine Sepsis haben könnte. In welchem Verhältnis demografischer Wandel, die Ausweitung der Behandlungsoptionen und Kodiereffekte Anteil an der Fallzahlsteigerung haben, ist schwer abschätzbar. Da auch bei Adjustierung an die Bevölkerungsstruktur der jeweiligen Jahre ein altersunabhängiger Anstieg der Sepsishäufigkeit sichtbar bleibt, liegt nahe, dass in den hochentwickelten Industrienationen Kodiereffekte und die Ausweitung therapeutischer Maßnahmen der Hochleistungsmedizin, die das Infektionsrisiko steigern, einen wesentlichen Anteil am Anstieg der Sepsiszahlen haben. Es muss ebenfalls davon ausgegangen werden, dass die Gesamtzahl der Sepsisfälle in Deutschland durch die vorliegenden Fallzahlen noch unterschätzt wird, da bis 12 % der Sepsispatienten nicht im Krankenhaus behandelt werden, sondern in Pflegeheimen oder im häuslichen Bereich erkranken und versterben (37).

Im Beobachtungszeitraum zeigte sich für das Gesamtkollektiv der Sepsispatienten mit 0,45 % nur ein geringer jährlicher Rückgang der Krankenhaussterblichkeit. Die Sterblichkeit bei Patienten mit schwerer Sepsis reduzierte sich in Deutschland im Durchschnitt jährlich um 0,98 %. Die Vergleichszahlen aus den USA und Australien zeigen bei schwerer Sepsis eine Letalitätsreduktion zwischen 1,3 % und 2 % (5, 16, 31, 38). Ob die Ursachen für den stärkeren Rückgang der Sepsissterblichkeit in den USA durch eine vermehrte Kodierung von weniger schweren Sepsisfällen mit geringerem Sterberisiko bedingt ist, oder im Vergleich zu Deutschland mit größeren Fortschritten in der Früherkennung und Therapie, ist schwer zu beantworten. Richtig ist allerdings, dass die Inzidenz postoperativer Sepsisfälle für alle US-amerikanischen Krankenhäuser als ein offizieller verpflichtender Qualitätsindikator gilt (39), und eine Reihe großer Krankenhausketten die Reduzierung der Sepsissterblichkeit in ihre Qualitätsziele aufgenommen haben (40). Auffällig ist, dass die Krankenhaussterblichkeit bei schwerer Sepsis in Australien und den USA absolut zwischen 10–15 % niedriger liegt als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Dies ist am ehesten durch Unterschiede in der Krankheitsschwere (e1) sowie in der Krankenhausverweildauer erklärbar, die in den USA und in Australien um circa 10–14 Tage kürzer ist als in Deutschland (2, 5, 31).

Bekanntlich verstirbt ein großer Teil der Sepsispatienten in den ersten Wochen und Monaten nach der Krankenhausentlassung (e2). Bessere Früherkennung und damit ein schnellerer Therapiebeginn (e3) werden neben der Verbesserung der notfall- beziehungsweise intensivmedizinischen Sepsistherapie als die wichtigsten Faktoren für die Letalitätsreduktion in Register- und klinischen Studien angesehen (31, e4). In den USA führten Empfehlungen des National Quality Forum in letzten Jahren (39) zur Einführung von Sepsisprotokollen in privaten und öffentlichen Krankenhäusern entsprechend der Richtlinien der Surviving Sepsis Campaign, in deren Folge über eine Reduzierung der Sepsissterblichkeit von bis zu 50 % berichtet wird (e5, e6). Vergleichbare nationale Empfehlungen zur Sepsisprävention und -früherkennung fehlen bisher in Deutschland. Als weitere Ursache für die verringerte Sepsissterblichkeit in den USA wird jedoch auch die Zunahme der Dokumentation von weniger schweren Fällen verantwortlich gemacht (10), wobei in den USA und in Australien auch für Sepsispatienten mit Beatmung und Organversagen eine Verbesserung der Überlebensrate beschrieben wird (e7).

Schlussfolgerungen

Die Krankheitslast durch Sepsis in Deutschland ist im Beobachtungszeitraum gewachsen. Gründe hierfür sind die demografische Entwicklung und eine zunehmende Ausweitung der Hochleistungsmedizin auf die extremen Altersgruppen. Der Anteil der Zunahme, der aus einer vermehrten Kodierung resultiert, ist unklar. Zur Begrenzung eines weiteren Anstiegs der Sepsishäufigkeit und der Verbesserung der Behandlungsqualität ist ein transsektoraler Ansatz mit Nutzung aller Möglichkeiten der Prävention, Frühdiagnose, Akuttherapie und Behandlung der Langzeitfolgen erforderlich.

Dies bedeutet Impfung von Risikopopulationen, Verbesserung der Früherkennung im ambulanten und allen Krankenhausbereichen als Voraussetzung zur frühzeitigen antimikrobiellen und Kreislauftherapie, die Verfügbarkeit effektiver Antiinfektiva, die Entwicklung derzeit fehlender adjunktiver, immunmodulatorischer Sepsistherapeutika und die Entwicklung geeigneter Rehabilitationskonzepte zur Behandlung der unterschätzten Langzeitfolgen nach überlebter Sepsis.

Zur Überprüfung der Fortschritte sollte das Monitoring von Sepsiskennziffern basierend auf klinischen und mikrobiologischen ICD-10-Codes fester Bestandteil der Gesundheitsberichtserstattung des Bundes werden und von Krankenhäusern zur Steuerung von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen genutzt werden, wie dies bereits jetzt für Sepsis im Rahmen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) auf freiwilliger Basis realisiert wird (e8).

Interessenkonflikt

Prof. Reinhart erhielt Honorare für Beratertätigkeiten von Adrenomed. Er unterhält persönliche Beziehungen zur InflaRx.

Prof. Welte erhielt Honorare für Beratertätigkeit von Astellas, AstraZeneca, Basilea, Bayer, MSD, Novartis und Pfizer. Für die Durchführung von klinischen Auftragsstudien, bei denen ein Bezug zum Thema besteht, wurde er honoriert von AstraZeneca, Basilea, Bayer, MSD, Novartis und Pfizer.

Die Arbeit wurde teilweise durch das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) „Sepsis und Sepsisfolgen“ unterstützt. Das IFB erhält Fördergelder des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Förderkennzeichen: 01 E0 1002.

Dr. Dennler, Frau Fleischmann, Prof. Hartmann, PD Dr. Hartog, Herr Heublein und Herr Thomas-Rüddel erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 13. 4. 2015, revidierte Fassung angenommen: 1. 12. 2015

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Konrad Reinhart
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin,
Universitätsklinikum Jena
Erlanger Allee 101
07747 Jena
konrad.reinhart@med.uni-jena.de

Zitierweise
Fleischmann C, Thomas–Rueddel DO, Hartmann M, Hartog CS, Welte T, Heublein S, Dennler U, Reinhart K: Hospital incidence and mortality rates of sepsis — an analysis of hospital episode (DRG) statistics in Germany from 2007 to 2013. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 159–66. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0159

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Behandlungs- und Forschungszentrum (IFB) Sepsis und Sepsisfolgen, Universitätsklinikum Jena: Carolin Fleischmann, PD Dr. med. Hartog, Daniel O. Thomas-Rüddel, Prof. Dr. med. Reinhart
Apotheke und Integriertes Behandlungs- und Forschungszentrum (IFB) Sepsis und Sepsisfolgen,
Universitätsklinikum Jena: Prof. Dr. rer. nat. Hartmann, Steffen Heublein
Klinik für Pneumonologie, Medizinische Hochschule Hannover und Deutsches Zentrum für
Lungenforschung: Prof. Dr. med. Welte
Geschäftsbereich Medizincontrolling, Universitätsklinikum Jena: Dr. med. Dennler
Häufigkeitsrate pro 100 000 Einwohner
Häufigkeitsrate pro 100 000 Einwohner
Grafik 1
Häufigkeitsrate pro 100 000 Einwohner
Krankenhaushäufigkeit von Sepsis pro 100 000 Personen/Jahr
Krankenhaushäufigkeit von Sepsis pro 100 000 Personen/Jahr
Grafik 2
Krankenhaushäufigkeit von Sepsis pro 100 000 Personen/Jahr
Krankenhaussterblichkeit von Patienten mit Sepsis
Krankenhaussterblichkeit von Patienten mit Sepsis
Grafik 3
Krankenhaussterblichkeit von Patienten mit Sepsis
Fallzahlen, Sterbefälle, Häufigkeits- und Sterblichkeitsraten von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland, 2007–2013*1
Fallzahlen, Sterbefälle, Häufigkeits- und Sterblichkeitsraten von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland, 2007–2013*1
Tabelle 1
Fallzahlen, Sterbefälle, Häufigkeits- und Sterblichkeitsraten von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland, 2007–2013*1
ICD-10-Sepsis-Codes zur Fallidentifikation von Sepsisfällen in der DRG-Statistik
ICD-10-Sepsis-Codes zur Fallidentifikation von Sepsisfällen in der DRG-Statistik
eKasten 1
ICD-10-Sepsis-Codes zur Fallidentifikation von Sepsisfällen in der DRG-Statistik
Sepsis/SIRS-definierende ICD-Codes für das Ausgleichsjahr 2013 nach § 31 Absatz 2 RSAV (Krankheiten und Diagnosen für den morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleich, festgelegt vom Bundesversicherungsamt)
Sepsis/SIRS-definierende ICD-Codes für das Ausgleichsjahr 2013 nach § 31 Absatz 2 RSAV (Krankheiten und Diagnosen für den morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleich, festgelegt vom Bundesversicherungsamt)
eKasten 2
Sepsis/SIRS-definierende ICD-Codes für das Ausgleichsjahr 2013 nach § 31 Absatz 2 RSAV (Krankheiten und Diagnosen für den morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleich, festgelegt vom Bundesversicherungsamt)
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner adjustiert auf die US-Normbevölkerung 2000 (e9)
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner adjustiert auf die US-Normbevölkerung 2000 (e9)
eTabelle 1
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner adjustiert auf die US-Normbevölkerung 2000 (e9)
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
eTabelle 2
Häufigkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock pro 100 000 Einwohner in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
Fallzahlen und Krankenhaussterblichkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
Fallzahlen und Krankenhaussterblichkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
eTabelle 3
Fallzahlen und Krankenhaussterblichkeit von Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock in Deutschland in 2007–2013 nach Altersgruppen
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  • Mögliche Überkodierung
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113(39): 660; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0660a
    Abholz, Heinz-Harald
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113(39): 660; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0660b
    Fleischmann, Carolin; Reinhart, Konrad

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