ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1999Argonplasmakoagulation der Barrett-Schleimhaut

MEDIZIN: Referiert

Argonplasmakoagulation der Barrett-Schleimhaut

Dtsch Arztebl 1999; 96(22): A-1487 / B-1268 / C-1191

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LNSLNS Die Zylinderzellmetaplasie der Speiseröhre (Barrett-Ösophagus) stellt eine präkanzeröse Kondition dar. Bei diesem Ausheilungsstadium einer Refluxkrankheit der Speiseröhre entwickeln 10 bis 20 Prozent der Patienten ein Adenokarzinom der Speiseröhre. Die belgischen Autoren berichten über eine ablative Therapie dieser Barrett-Schleimhaut mit dem Argonplasmabeamer, der bei 31 Patienten zum Einsatz kam; parallel dazu erhielten die Patienten für einen Monat 40 mg Omeprazol, später wurde der Protonenpumpenblocker nur noch symptomatisch eingesetzt. Zu einer vollständigen Reepithelialisierung kam es bei Kontrollendoskopien bei 25 von 31 Patienten (81 Prozent) nach durchschnittlich 2,4 Sitzungen. Histologisch konnte dieser Befund bei 19 von 31 Patienten (61 Prozent) bestätigt werden, da sich lediglich Zylinderepithelien unter dem nachgewachsenen Plattenepithel fanden. Bei einer Kontrolluntersuchung nach einem Jahr fanden sich jedoch bei acht Patienten wieder Inseln einer Zylinderzellmetaplasie trotz kontinuierlicher Gabe vom Omeprazol (10 bis 40 mg/Tag).
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Van Laethem J-L, Cremer M, Peny MO, Delhaye M, Deviére J: Eradication of Barrett’s mucosa with argon plasma coagulation and acid suppression: immediate and mid term results. Gut 1998; 43: 747-751.
Department of Gastroenterology Hôspital Erasme, 808 Route de Lennik, 1070 Brüssel, Belgien.

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