ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1999Eisentöpfe verbessern Blutwerte bei Kindern in Äthiopien

MEDIZIN: Referiert

Eisentöpfe verbessern Blutwerte bei Kindern in Äthiopien

Dtsch Arztebl 1999; 96(22): A-1487 / B-1268 / C-1191

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LNSLNS In Ländern der Dritten Welt entwickeln sich kleine Kinder offenbar besser, wenn ihre Mahlzeiten in Eisentöpfen anstatt in Gefäßen aus Aluminium oder Ton zubereitet werden. Das liegt daran, daß der Eisengehalt der Speisen dann höher ist, was sich positiv auf die Hämoglobinwerte, das Längenwachstum und die Gewichtszunahme der Kinder auswirkt. Diesen Effekt zeigten Kontrolluntersuchungen an 407 äthiopischen Kindern, von deren Familien die Hälfte nach dem Zufallsprinzip ein Jahr lang entweder Töpfe aus Eisen oder aus Aluminium zum Kochen erhalten hatten. Kinder aus den Familien mit dem Eisengeschirr hatten nach dieser Zeit im Durchschnitt einen um 1,3 Gramm pro Deziliter höheren Hämoglobinwert als die anderen; auch waren sie 0,6 Zentimeter mehr gewachsen und hatten 0,1 Kilogramm mehr zugenommen. Die Studiengruppe hält daher Kochgeschirr aus Eisen für eine gute Möglichkeit, um der Entwicklung einer Eisenmangelanämie in Entwicklungsländern vorzubeugen. silk


Adish A A et al.: Effect of consumption of food cooked in iron pots on iron status and growth of young children: a randomised trial, Lancet 1999; 353: 712-716.
Dr. Theresa Gyorkos, Division of Clinical Epidemiology, Montreal General Hospital, 1650 Cedar Avenue, Montreal, Quebec, Kanada H3G 1A4.

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