ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2016Universitätsklinikum: Elektronische Entscheidungshilfe

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Universitätsklinikum: Elektronische Entscheidungshilfe

Dtsch Arztebl 2016; 113(10): A-449 / B-377 / C-377

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Das Universitätsklinikum Frankfurt/Main erprobt derzeit zusammen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier ein System zur digitalen Unterstützung medizinischer Entscheidungen. In der Medizinischen Klinik I und in der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Hauses werden fünf Anordnungssets eingesetzt, die den aktuellen Stand der Leitlinien und der medizinischen Evidenz in den Prozess der ärztlichen Anordnung und Verordnung integrieren. Damit sollen Qualität gesichert und der Arzt durch diagnosespezifische Auswahllisten von Anordnungen im IT-Prozess zeitlich entlastet werden.

Seit 2014 wird in allen Fachabteilungen des Uniklinikums für die ärztliche und pflegerische Dokumentation bereits eine digitale Fieberkurve eingesetzt. Ebenso werden sämtliche Prozesse des Patientenmanagements, von der Aufnahme über das Belegungsmanagement bis hin zur Entlassung, durch digitale Formulare gesteuert. Das Universitätsklinikum hat damit die Digitalisierung des klinischen Prozessmanagements weit ausgebaut.

Der Wissenschaftsverlag hat in den USA eine Plattform für Anordnungssets entwickelt, die 160 leitlinien- und evidenzbasierte Anordnungssets umfasst. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Auswahllisten von Anordnungen für eine spezifische Diagnose oder Prozedur. In das jeweilige Klinikinformationssystem integriert, schlagen diese auf Basis der Diagnose eines Patienten eine leitlinienbasierte Behandlungsstrategie vor. So wird der Prozess des Anordnens beschleunigt und stärker an die Leitlinien angelehnt. EB

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