Supplement: Perspektiven der Gynäkologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2016; 113(11): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn, Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn, Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Die moderne Gynäkologie beinhaltet neben Diagnostik und Therapie immer häufiger die Prävention. „Sie ist individuell, integrativ und interdisziplinär und hat damit Frauen und Kinder ’ganzheitlich’ im Blick“, betont Prof. Dr. med. Sara Y. Brucker, Kongresspräsidentin 2016 der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). In der Praxis bieten sich heute vielfältige Möglichkeiten, präventive Verfahren anzuwenden, sie erfordern allerdings ein Höchstmaß an ethischer und medizinischer Verantwortung. Dies trifft in besonderer Weise auf die – auch in der Gynäkologie – immer häufiger eingesetzten Genanalysen zu. Zum Beispiel bei Verdacht auf erbliche Disposition für Brust- und Eierstockkrebs. Die Ergebnisse bedürfen einer individuellen Bewertung, die zu einer für die Betroffene langfristig tragbaren Entscheidung führen muss, wie in einem Beitrag dieser Ausgabe erläutert wird.

Ein brennendes Thema in der Gynäkologie ist die sehr effektive, aber immer noch vernachlässigte HPV-Impfung. Auch die neuesten Statistiken zeigen für Deutschland eine im internationalen Vergleich sehr niedrige Durchimpfungsrate: Lediglich circa 40 Prozent aller 14- bis 17-jährigen Mädchen sind vollständig gegen HPV geimpft. Dabei bietet kein anderes Karzinom so gute Chancen für eine primäre und sekundäre Prävention wie das Zervixkarzinom. Ein Plädoyer für die frühzeitige HPV-Impfung finden sie in diesem Heft. Viel Freude beim Lesen!

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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