ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2016Frakturprophylaxe: Vitamin D immer mit Vitamin K2 kombinieren
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Die beiden Vitamine wirken synergistisch, bei Substitution von Vitamin D kann es zu einem Mangel an K2 kommen. Dies kann insbesondere bei hohen Tagesgaben über 2 000 IE zu einer Umkehr des ansonsten positiven Effektes des Vitamin D führen, zumindest, was den Einbau von Calcium in die Knochen und den Abbau der Kalkplaques aus den Blutgefäßen betrifft.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass oben genannte Studie ein erhöhtes Sturzrisiko bei Vitamin-D-Gabe ergibt, wenn die Monatsdosis an einem Tag verabreicht wird. In dieser Hinsicht ist die Studie zu hinterfragen, wobei die Auswirkungen auf die Muskelproteine mir noch nicht bekannt sind.

Allerdings wäre es fatal, wenn nun der Schluss gezogen würde, Vitamin D sei schädlich.

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Interessant wäre eine weitere Studie in der Kombination der beiden Vitamine. Bei täglichen Gaben von 2 000 IE gilt eine Dosis von 100 bis 200 mcg als ausreichend.

Vorsicht ist geboten bei der Gabe von Antikoagulantien der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten. Eine Dosis von 50 mcg – die soll aber keine Auswirkung auf die Blutgerinnung haben, auch dies gälte es, noch genau zu klären.

Die Tatsache, dass Cumarine das Osteoporoserisiko erhöhen, ist jedoch ein weiterer Hinweis auf die Notwendigkeit der Vitamin-K2-Gabe.

Dr. med. Regine von Gerkan, 28215 Bremen

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