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Andreas von Deimling: Wegbereiter für individuelle Krebstherapien

Dtsch Arztebl 2016; 113(12): A-561 / B-471 / C-467

Spielberg, Petra

Andreas von Deimling. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Andreas von Deimling. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Tumoren aufs Molekül genau für eine individuell abgestimmte Krebstherapie zu diagnostizieren, ist die Spezialität von Prof. Dr. med. Andreas von Deimling. Für seine wegweisenden Forschungsarbeiten erhielt er den diesjährigen deutschen Krebspreis in der Sparte „Translationale Forschung“ beim Deutschen Krebskongress in Berlin.

„Mit Hilfe der klassischen Methoden der bisher üblichen Beurteilung von Gewebeproben lassen sich die verschiedenen Arten und Untergruppen von Tumoren teilweise nur sehr unscharf gegeneinander abgrenzen. Von dieser Einteilung hängt aber die weitere Therapie ab“, betont der Preisträger. „Für einzelne Tumoren haben wir bereits Tests etabliert, die genauere Auskunft geben können“, so der 56-Jährige weiter, der als Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuropathologie am Universitätsklinikum Heidelberg sowie als Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Neuropathologie am Deutschen Krebsforschungszentrum tätig ist.

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Von Deimling stellte etwa zusammen mit Kooperationspartnern einen Antikörper zur zweifelsfreien Diagnose bestimmter Unterformen der Gliome her. Der patentierte Antikörper wird inzwischen weltweit routinemäßig in der Hirntumordiagnostik eingesetzt. Auch für das Protein BRAF, das bei den meisten Melanomen, Schilddrüsen- und Darmtumoren verändert ist, entwickelte der Neuropathologe einen hochspezifischen Antikörper. Aktuell arbeitet er an einem Diagnosesystem, das sich auf chemische Veränderungen des Erbguts in den Krebszellen, die DNS-Methylierung, stützt. Petra Spielberg

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