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Nächtliche Wadenkrämpfe – Chinin lindert bei rezidivierenden nächtlichen Wadenkrämpfen effektiv die Schmerzen infolge der Muskelkrampflösung – unabhängig von der Ursache, denn der Naturstoff wirkt direkt an der motorischen Endplatte. Chinin ist der einzige Wirkstoff, der von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zur effektiven Therapie von nächtlichen Wadenkrämpfen anerkannt ist. In Deutschland ist als einziges Chininsulfat-Präparat Limptar® N (MCM Klosterfrau Vertriebsgesellschaft GmbH) zur Therapie und Prophylaxe nächtlicher Wadenkrämpfe bei Erwachsenen, wenn diese sehr häufig oder besonders schmerzhaft sind, zugelassen.

Aktualisierte Hinweise zum Risiko einer diabetischen Ketoazidose während der Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren – Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die eine Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren erhielten, wurden in seltenen Fällen schwere und manchmal lebensbedrohliche oder tödlich verlaufende Fälle von diabetischer Ketoazidose beobachtet. In einer Reihe dieser Fälle zeigte sich ein untypisches Krankheitsbild mit nur mäßig erhöhtem Blutzuckerspiegel. Dieses untypische Erscheinungsbild der diabetischen Ketoazidose bei Patienten mit Diabetes Typ 2 könnte zu einer Verzögerung der Diagnose und Behandlung führen.

Aktualisierte Hinweise

  • Bei unspezifischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Bauchschmerzen, starkem Durst, Schwierigkeiten beim Atmen, Verwirrtheit, ungewöhnlicher Müdigkeit oder Schläfrigkeit muss die Gefahr einer diabetischen Ketoazidose in Betracht gezogen werden. Ärzte sollten ihre Patienten über die Zeichen und Symptome einer metabolischen Azidose informieren und sie anweisen, sich unverzüglich in ärztliche Behandlung zu begeben, wenn sie derartige Zeichen und Symptome bei sich bemerken.
  • Bei Patienten, bei denen ein Verdacht auf DKA besteht oder eine DKA diagnostiziert wurde, ist die Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren sofort abzusetzen.
  • Die Wiederaufnahme der Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren bei Patienten, die unter der Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren zuvor bereits eine DKA entwickelt hatten, wird nicht empfohlen, es sei denn, es wurde ein anderer eindeutiger auslösender Faktor ermittelt und beseitigt.
  • Bei Patienten, die wegen eines größeren chirurgischen Eingriffs oder einer akuten schweren Krankheit hospitalisiert werden, ist die Behandlung zu unterbrechen. In beiden Fällen kann die Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren fortgesetzt werden, sobald sich der Zustand des Patienten stabilisiert hat.

Ein erheblicher Anteil der beschriebenen Fälle betraf die Anwendung außerhalb der Zulassung („Off-Label“) bei Patienten mit Typ-1-Diabetes. Ärzte werden daran erinnert, dass Typ-1-Diabetes keine zugelassene Indikation für SGLT2-Inhibitoren ist. Auf der Grundlage begrenzter klinischer Daten scheinen Ketoazidosen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 häufiger aufzutreten. EB

Forxiga (Dapagliflozin), Xigduo (Dapagliflozin/Metformin), Jardiance (Empagliflozin), Synjardy (Empagliflozin/Metformin), Invokana (Canagliflozin), Vokanamet (Canagliflozin/Metformin)

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