ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2016App: Bessere Therapie von Dystonie-Patienten

MEDIEN

App: Bessere Therapie von Dystonie-Patienten

Dtsch Arztebl 2016; 113(12): A-560 / B-470 / C-466

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Patienten, die an Dystonie leiden, können mit einem elektronischen Tagebuch den Krankheitsverlauf besser dokumentieren. Über den Dienst „MyDystonia“, der online unter www.mydystonia.de oder www.mydystonia.com sowie als kostenfreie App im Apple App
Store verfügbar ist, können sie die Krankheitssymptome sowie deren Auswirkungen im Alltag anhand eines Fragebogens erfassen. Dadurch kann der Krankheitsverlauf dokumentiert und visualisiert werden, so dass der behandelnde Facharzt die Symptomrückkehr und die Medikation oder weitere Begleittherapien gemeinsam mit dem Patienten optimieren kann.

Ein elektronisches Tagebuch soll Dystonie- Patienten helfen. Foto: iStockphoto
Ein elektronisches Tagebuch soll Dystonie- Patienten helfen. Foto: iStockphoto

„Dystonie-Patienten werden normalerweise alle drei Monate von ihrem Arzt therapiert – eine Zeitspanne, in der nur die wenigsten angeben können, wann sie sich wie gefühlt haben“, erklärt Monika Benson, Direktorin der Patientenorganisation Dystonia Europe und selbst langjährige Dystonie-Patientin. „Wer das Tagebuch nutzt, benötigt nur ein, zwei Minuten am Tag, um die Fragen am PC, auf dem Tablet oder Smartphone zu beantworten. Doch der Erkenntnisgewinn über die Krankheit und dessen Verlauf ist beträchtlich – sowohl für den Patienten als auch den Arzt.“ Der Patient, der sich registriert hat, kann jederzeit die Ergebnisse seiner Eintragungen einsehen und sie mit seinen Endgeräten synchronisieren. Die Auswertung und Interpretation erfolgt im Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

Anzeige

Entwickelt wurden Internetseite und App von Dystonia Europe. Das Pharmaunternehmen Merz hat die Entwicklung der Software unterstützt. Der Dienst ist derzeit deutsch-, englisch- und französischsprachig online und als App verfügbar. Versionen in italienischer, norwegischer, schwedischer und russischer Sprache werden vorbereitet. EB

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige