ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2016Schweiz: Papier zu Big Data im Gesundheitswesen

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Schweiz: Papier zu Big Data im Gesundheitswesen

Dtsch Arztebl 2016; 113(13): A-621 / B-524 / C-520

Krüger-Brand, Heike E.

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Das Papier ist kostenfrei verfügbar: http://www.akademien-schweiz.ch/index/ Aktuell/News.html
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Die Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Trend, individuelle Gesundheitsdaten aufzuzeichnen, bedeuten für das Gesundheitswesen, für die Life-Sciences-Industrie und für den einzelnen Menschen sowohl Chancen wie auch Risiken. Zu diesem Ergebnis kommen die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften und die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften in einem gemeinsamen White Paper. Die Akademien haben das Thema „Big Data im Gesundheitswesen“ in einem interdisziplinären Workshop im Juli 2014 aufgegriffen und jetzt online in der Reihe „Swiss Academies Communications“ eine Zusammenfassung hierzu veröffentlicht. 

Darin kommen die Experten zu der Ansicht, dass in der Schweiz die möglichen Vorteile von Big Data im Gesundheitswesen noch nicht voll ausgeschöpft werden. Das Konzept der digitalen Souveränität sei aus individueller, gesellschaftlicher und rechtlicher Sicht weiterzuentwickeln, schreiben sie. Unter anderem fordern sie die Einführung universeller elektronischer Gesundheitsdossiers. Diese sollen einerseits der Einzelperson ermöglichen, ihre digitalen Souveränitätsrechte auszuüben, und andererseits der Gesellschaft die Option eröffnen, die Vorteile entsprechender Plattformen durch die kontrollierte Sekundärnutzung von Daten optimal auszuschöpfen.

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Sie empfehlen darüber hinaus, die ökonomischen, persönlichen und gesellschaftlichen Vorteile der bürgerkontrollierten Sekundärnutzung von personenbezogenen (Gesundheits-)Daten anhand ausgewählter Pilotprojekte zu erforschen (Beispiel: Surveillance-Studien für Pharmazeutika nach der Marktzulassung). Die damit verbundenen rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Aspekte sollen weiter untersucht werden. KBr

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