ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2016Strahlen- und Hormontherapie des Prostatakarzinoms

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Strahlen- und Hormontherapie des Prostatakarzinoms

Kombination der perkutanen Strahlentherapie mit einer hormonablativen Therapie beim lokal begrenzten und lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom

Radiotherapy and hormone treatment in prostate cancer—the use of combined percutaneous radiotherapy and hormonal ablation to manage in situ and locally spread tumors

Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 235-41; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0235

Böhmer, Dirk; Wirth, Manfred; Miller, Kurt; Budach, Volker; Heidenreich, Axel; Wiegel, Thomas

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Hintergrund: Das Prostatakarzinom ist mit geschätzt fast 67 000 Neudiagnosen im Jahr 2016 die häufigste Krebsneuerkrankung in Deutschland. Die Strahlentherapie – gegebenenfalls in Kombination mit einer hormonablativen Therapie (HAT) – ist neben der radikalen Prostatektomie, entsprechend der aktuellen deutschen S3-Leitlinie, eine der beiden empfohlenen kurativen Behandlungsoptionen. Aufgrund der großen Anzahl von Publikationen ist es in der täglichen Praxis oft unklar, wie und über welchen Zeitraum die HAT durchgeführt werden sollte.

Methoden: Die Literatur entstammt einer selektiven Recherche unter besonderer Bezugnahme auf kontrollierte Studien.

Ergebnisse: Für Patienten mit niedrigem Risikoprofil ist eine Bestrahlung ohne HAT indiziert (Evidenzlevel 1). Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom sowie mittlerem Rezidivrisiko profitieren von einer Kombination aus Strahlentherapie und einer vier- bis sechsmonatigen HAT. Eine höhere Strahlendosis kann in dieser Situation möglicherweise die HAT ersetzen (Evidenzlevel 1–2). Bei Hochrisikopatienten ist die Strahlentherapie in Kombination mit einer Langzeithormonbehandlung als Therapiestandard anzusehen, weil hierdurch alle onkologischen Endpunkte signifikant verbessert werden (Evidenzlevel 1). So sank beispielsweise in der größten randomisierten kontrollierten Studie die karzinomspezifische Sterblichkeit von 19 auf 9 %. Höhere Strahlendosen von 66–74 Gy und längere HAT können die lokale Kontrolle verbessern, erhöhen aber die urethrale Toxizität.

Schlussfolgerung: Die Kombination einer hormonablativen Therapie mit einer perkutanen Strahlenbehandlung ist für Patienten mit hohem Risiko für ein Rezidiv eine kurative Standardoption. Die aktuell verfügbaren modernen Strahlentherapietechniken wie die intensitätsmodulierte Strahlentherapie sind dazu geeignet, das Nutzen-Risiko-Verhältnis zu verbessern.

LNSLNS

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung des Mannes in Deutschland. Die Neuerkrankungshäufigkeit für 2016 wird auf 66 900 Männer geschätzt. Unter allen Krebserkrankungen lag die Mortalität im Jahre 2012 mit 12 957 Patienten an dritter Stelle (1).

Die Therapie der Patientengruppe mit hohem Risiko (Tabelle 1) ist aufgrund der schlechten Prognose eine Herausforderung. Neben der radikalen Prostatektomie (± adjuvante oder Salvage-Radiatio) steht die Kombination der Strahlenbehandlung mit einer hormonablativen Therapie (HAT) zur Verfügung. Weitere Behandlungsoptionen wie die Kryotherapie, der hochintensive fokussierte Ultraschall und andere Verfahren werden nach der aktuellen Leitlinie außerhalb von prospektiven Studien nicht empfohlen (2).

Risikogruppen nach National Comprehensive Cancer Network und D’Amico (e1)
Risikogruppen nach National Comprehensive Cancer Network und D’Amico (e1)
Tabelle 1
Risikogruppen nach National Comprehensive Cancer Network und D’Amico (e1)

Für die Kombination der interstitiellen Brachytherapie mit einer HAT liegen derzeit noch keine Daten mit ausreichend hohem Evidenzlevel für eine Therapieempfehlung vor. Eine randomisierte Studie wird bisher durchgeführt, Ergebnisse liegen noch nicht vor (3). Die Behandlung mit Protonen oder Schwerionen ist zur Zeit wenigen Zentren vorbehalten und nicht abschließend evaluiert (4). Daten zur HAT in Kombination mit einer Protonen- oder Schwerionentherapie fehlen vollständig. Auch die US-amerikanische Gesellschaft für Radioonkologie bestätigt, dass die Rolle dieser Strahlenqualitäten in der Behandlung des Prostatakarzinoms unklar bleibt (5). Darüber hinaus sind die aktuell verfügbaren Daten zur Hypofraktionierung, das heißt der Bestrahlung mit höheren Einzeldosen pro Tag bei geringerer Gesamtanzahl von Bestrahlungsfraktionen, widersprüchlich (68). Zwei neue randomisierte Studien (CHHIP-Trial mit 3 162 Patienten, HYPRO-Trial mit 820 Patienten) belegen, dass die Hypofraktionierung dem konventionellen Verfahren nicht unterlegen ist und somit eine Therapiealternative sein kann. Mit der Publikation der Studienergebnisse wird Anfang 2016 gerechnet.

Fragestellung

Die Vielzahl der Veröffentlichungen zur Radiohormontherapie führt häufig zu Unsicherheiten bei der Indikationsstellung. Dies soll durch die vorliegende Zusammenfassung der Ergebnisse randomisierter Studien erleichtert werden.

Methode

Die Empfehlungen basieren auf Studien, die dem höchsten verfügbaren Evidenzlevel entsprechen. Die angegebene Literatur ist das Ergebnis einer selektiven Recherche in den medizinischen Datenbanken PubMed, Embase und Cochrane Library. Folgende Stichwörter beziehungsweise Limitierung der Suchbegriffe wurden über den Zeitraum von 2000 bis 2015 einzeln und in Kombination verwendet: „prostate cancer“, „androgen deprivation“, „hormonal therapy“, „radiotherapy“, „irradiation“, „radiation“, „randomized trial“, „review“, „evidence based medicine“.

Ergebnisse

Nachfolgend zusammengefasst sind die Ergebnisse randomisierter Studien, die die Fragen der Indikation anhand von Risikofaktoren und der Dauer einer HAT beantworten sowie mögliche Nebenwirkungen und deren Management aufzeigen.

Die perkutane Strahlentherapie erfolgt mit Photonen eines Linearbeschleunigers und wird häufig auch als 3-dimensionale konformale Strahlentherapie (3D-CRT) bezeichnet. Standard ist die fraktionierte Behandlung mit Einzeldosen von 1,8–2,0 Gy und Gesamtdosen von 74,0–80,0 Gy. Die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) ist eine verbesserte 3D-CRT, bei der durch kontinuierliche Veränderungen des Photonenstrahls mittels beweglicher Bleilamellen die Volumina des Bestrahlungsgebietes unterschiedlich hohe Dosen erhalten. Dadurch wird das umliegende gesunde Gewebe geschont und gleichzeitig das Zielgebiete optimal erfasst. Randomisierte Studien zum Vergleich der 3D-CRT mit der IMRT fehlen. Mehrere Kohortenanalysen mit insgesamt 6 102 und 7 244 Patienten, die entweder eine IMRT oder 3D-CRT erhalten hatten, zeigten eine signifikante Reduktion der gastrointestinalen Akut- und Spättoxizität sowie der Rate an Proktitiden/Blutungen durch die IMRT (24-Monats-Inzidenz: 18,8 versus 22,5 % [9]). Urogenitale Spätfolgen unterschieden sich nicht (9, 10). In Deutschland hat die IMRT bei Prostatakarzinomen eine hohe Verbreitung erlangt und kann als neuer Standard angesehen werden. Tabelle 2 stellt die Ergebnisse der Dosiseskalationsstudien denen neuerer Therapietechniken gegenüber, wobei sich die Literaturauswahl auf Studien mit großer Teilnehmerzahl (> 100 Patienten) konzentriert.

Vergleich der Phase-III-Studien zur Dosiseskalation bei dreidimensionaler konformaler Strahlentherapie mit Untersuchungen zu neuen Strahlentherapietechniken
Vergleich der Phase-III-Studien zur Dosiseskalation bei dreidimensionaler konformaler Strahlentherapie mit Untersuchungen zu neuen Strahlentherapietechniken
Tabelle 2
Vergleich der Phase-III-Studien zur Dosiseskalation bei dreidimensionaler konformaler Strahlentherapie mit Untersuchungen zu neuen Strahlentherapietechniken

Um die korrekte Patientenposition während der Bestrahlung sicher zu stellen, wird die bildgeführte Bestrahlung („image-guided radiotherapy“, IGRT) (1113) in Deutschland zunehmend eingesetzt. Die exakte Positionierung der Prostata mit Hilfe von implantierten Goldmarkern in der Prostata, Ultraschall oder einer unmittelbar vor der Bestrahlung durchgeführten Computertomographie erhöht die Genauigkeit der Bestrahlung.

Radiatio der pelvinen Lymphabflusswege bei Risiko für Lymphknotenmetastasen

In keiner randomisierten Studie konnte bisher nachgewiesen werden, dass eine Bestrahlung der pelvinen Lymphabflusswege mit einem verbesserten onkologischen Ergebnis verbunden ist. Die größte randomisierte Studie (RTOG-94–13) konnte bei 1 323 Prostatakarzinompatienten mit einem Follow-up von sieben Jahren keinen eindeutigen Vorteil für eine Beckenbestrahlung finden (14).

Bei fehlendem Lymphknotenstaging wird das Risiko eines Lymphknotenbefalls (LK-Risiko) mit der folgenden Formel, die 1994 von Roach entwickelt wurde (15), berechnet: LK-Risiko (%) = 2/3 PSA + ([GS–6] × 10) (PSA, initialer Wert des prostataspezifischen Antigens; GS, Gleason-Score).

Auch die Kalkulationen nach Nguyen (16) und Yu (17) wurden eingesetzt. Nach einer vergleichenden Analyse zeigte die Roach-Formel jedoch die besten Ergebnisse und sollte daher verwendet werden (18).

Perkutane Strahlenbehandlung ± hormonablative Therapie

Die perkutane Strahlenbehandlung ist die einzige kurative Therapieoption, die in randomisierten Studien gegenüber einer alleinigen antihormonellen Therapie ihre überlegene Wirksamkeit bewies. Mehr als 2 300 Patienten, die zwischen einer HAT sowie einer Kombination aus Radiatio und HAT randomisiert wurden, zeigten in allen folgenden onkologischen Endpunkten eine signifikante Überlegenheit gegenüber der zusätzlichen Strahlentherapie (Tabelle 3):

Randomisierte Studien zur kombinierten Radiatio ± hormonablative Therapie
Randomisierte Studien zur kombinierten Radiatio ± hormonablative Therapie
Tabelle 3
Randomisierte Studien zur kombinierten Radiatio ± hormonablative Therapie
  • biochemische Rezidivfreiheit/Kontrolle („biochemically no evidence of disease“, bNED)
  • metastasenfreies Überleben („metastasis free survival“, MFS)
  • prostatakarzinomspezifisches Überleben („prostate cancer specific survival“, PCSS) beziehungsweise prostatakarzinomspezifische Mortalität („prostate cancer specific mortality“, PCSM)
  • Gesamtüberleben („overall survival“, OS).

Beispielsweise betrug die Rate von Fernmetastasen bei alleiniger HAT knapp das Dreifache im Vergleich zur Kombinationsbehandlung (6 % versus 17 %) (DART01-Studie). In der größten Studie mit 1 205 randomisierten Patienten sank durch die zusätzliche Radiatio die Rate der prostatakarzinomspezifischen Mortalität von 19 auf 9 % (1921).

Die HAT erfolgt neoadjuvant, parallel und/oder adjuvant zu einer perkutanen Radiatio. Die verwendeten Medikamente gehören zur Gruppe der Androgenrezeptorblocker (zum Beispiel Bicalutamid) oder Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Agonisten (wie Goserelin) oder -Antagonisten (beispielsweise Degarelix). Die Kombination der Strahlentherapie mit neueren Medikamenten wie Cyp17A1-Inhibitoren (zum Beispiel Abirateronacetat) kann nicht ohne Weiteres empfohlen werden, da für diese Arzneimittel keine randomisierten Studien vorliegen, die eine äquivalente oder bessere Wirksamkeit nachweisen.

Bei einer Prostatavergrößerung, beispielsweise > 60 mL mit begleitender Symptomatik, wird durch eine neoadjuvante HAT das Prostatavolumen verringert. In Untersuchungen wurde gezeigt, dass eine Reduktion um bis zu 50 % erreicht wird (22). Dadurch resultierten geringere Dosisbelastungen für den Darm und die Blase (23).

In zwei randomisierten Studien wurde die Frage nach der Dauer einer neoadjuvanten HAT untersucht. Die Trans-Tasman Radiation Oncology Group (TROG 96.01) untersuchte bei 802 Patienten mit intermediärem und hohem Risikoprofil eine zusätzliche zwei- oder fünfmonatige neoadjuvante HAT vor einer 66-Gy-Radiotherapie. Die zweite Untersuchung randomisierte zwischen einer drei- oder achtmonatigen maximalen Androgenblockade in Kombination mit einer 66-Gy-Radiotherapie. Beide Studien zeigten eine signifikante Verbesserung der biochemischen Kontrolle sowie des bNED, MFS und PCSS, wenn der PSA-Nadir Werte unter 1,0 beziehungsweise 0,4 ng/mL erreichte (2427). Hingegen verglich die RTOG-Studie-9910 acht versus 28 Wochen einer neoadjuvanten HAT. Im Gegensatz zu den oben genannten Untersuchungen unterschieden sich die relevanten onkologischen Endpunkte nach zehn Jahren Follow-up nicht (28). Somit kann ein allgemeingültiger Vorteil einer längeren neoadjuvanten HAT-Dauer nicht konstatiert werden.

Bei der Interpretation der Ergebnisse muss berücksichtigt werden, dass die applizierten Gesamtstrahlendosen in den Studien aus heutiger Sicht als nicht ausreichend hoch angesehen werden. Eine aktuelle Dosiseskalationsstudie mit sechs versus 18 Monaten HAT ± Zoledronat und einer Dosis von 66 Gy, 70 Gy beziehungsweise 74 Gy oder High-Dose-Rate (HDR)-Brachytherapie verbesserte die lokale Kontrolle bei steigender Dosis und mit längerer HAT signifikant. Jedoch nahm die urethrale Toxizität zu (29).

In allen randomisierten Studien, bei denen eine Kombinationsbehandlung mit einer alleinigen Strahlentherapie und einer adjuvanten HAT verglichen wurde, optimierten sich die Ergebnisse insbesondere bei Patienten mit mittlerem oder hohem Risikoprofil. Für Erstere erhöht eine kurzzeitige HAT die biochemische Rezidivfreiheit und PCSM signifikant. Für das lokal begrenzte Prostatakarzinom mit Risikofaktoren wurde in zwei Studien ein Vorteil der Kurzzeit-HAT über vier bis sechs Monate zur Radiatio im Vergleich zu einer alleinigen Bestrahlung für alle relevanten Endpunkte (bNED, PCSM und OS) gezeigt (30, 31). Werden die Ergebnisse einer Kurzzeit-HAT mit den Resultaten der Dosiseskalation verglichen, verbessert die Dosiserhöhung die biochemische Kontrolle mindestens im gleichen Maß. Demnach kann alternativ zu einer Kurzzeit-HAT von vier bis sechs Monaten die Strahlendosis auf > 74,0 Gy gesteigert werden. Dagegen konnte gezeigt werden, dass Patienten mit niedrigem Risikoprofil nicht von einer zusätzlichen HAT profitierten.

Die Radiation Therapy Oncology Group (RTOG) und die European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) führten Studien für Hochrisikopatienten durch, deren Ergebnisse die Therapiestandards maßgeblich beeinflussten (Tabelle 3). Kernaussage ist die signifikante Überlegenheit einer Langzeithormontherapie über 24–36 Monate in allen onkologischen Endpunkten für Patienten mit hohem Risikoprofil. Eine kürzlich vorgestellte Studie, bei der die Gesamtdauer der HAT 18 Monate betrug, zeigte keine Unterlegenheit gegenüber einer längeren HAT. Bis zur finalen Publikation dieser Studie wird jedoch der derzeitige Standard von 24–36 Monaten seine Gültigkeit behalten.

Hinsichtlich des Gesamtüberlebens zeigen die Studien keine einheitlichen Ergebnisse. Das Ergebnis der RTOG-Studie 86-10 überrascht, da das Gesamtüberleben im Behandlungsarm der Kombination von Radiatio und HAT nicht signifikant verbessert wurde. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die meisten Patienten in dieser Studie hohe Risikofaktoren aufwiesen und eine nur viermonatige HAT für diese Patientengruppe nicht ausreichend ist.

Kritisch angemerkt werden muss, dass die Wahl der Studienendpunkte nicht unumstritten ist. Während viele Autoren dem Gesamtüberleben die höchste Priorität einräumen, sehen andere Autoren das karzinomspezifische oder das metastasenfreie Überleben als wichtiger für den Patienten an.

Neue randomisierte Studien zur Optimierung der Therapie von Patienten mit Hochrisiko-Prostatakarzinom untersuchen die Rolle einer zusätzlichen medikamentösen Tumorbehandlung im Vergleich zur kombinierten Radiohormontherapie. In der GETUG-12-Studie wurde die Kombination von Radiatio und HAT über drei Jahre sowie vier Zyklen Docetaxel/Estramustin mit der Kombination von Radiatio und alleiniger HAT verglichen. Dabei zeigten 413 Patienten ein signifikant verbessertes rezidivfreies 8-Jahres-Überleben, wenn zusätzlich eine Chemotherapie eingesetzt wurde (62 versus 50 %) (32). In der oben erwähnten RADAR-Studie konnte kein zusätzlicher Benefit der Zoledronat-Therapie mit einer Kombination von Strahlenbehandlung und HAT nachgewiesen werden. Nach 7,4 Jahren zeigte die 18-monatige HAT ergänzt mit Zoledronat jedoch einen signifikanten Vorteil hinsichtlich der bNED (74 versus 65,8 %) und der Notwendigkeit einer sekundären Tumortherapie gegenüber einer sechsmonatigen HAT (15,3 versus 25,6 %) (33).

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Die Therapie von radiogenen Nebenwirkungen sollte immer in Zusammenarbeit mit Radioonkologen erfolgen, um die Erfahrungen optimal zu bündeln und eine hohe Effektivität des Nebenwirkungsmanagements für den Patienten zu gewährleisten.

Milde oder moderate Nebenwirkungen während und nach einer Strahlentherapie (Akutnebenwirkungen) sind irritative urogenitale (Dysurie, Pollakisurie, Nykturie, verstärkter Harndrang) und gastrointestinale Symptome (verstärkter Stuhldrang, Schleim- und seltener Blutabgänge). Diese treten je nach Erhebungsart (EORTC-RTOG-Skala oder Common Terminology Criteria of Adverse Events, CTCAE) mit einer Häufigkeit von 9–49 %, starke Akutnebenwirkungen aber nur bei 1–3 % der Patienten auf. Alle Akutnebenwirkungen bilden sich nach Therapieabschluss in aller Regel rasch zurück. Schwere urogenitale und gastrointestinale Spätnebenwirkungen wie Inkontinenz höheren Grades, Harnröhrenstrikturen oder dauerhafte Blutungen treten nach einer modernen perkutanen Strahlentherapie relativ selten auf (0,1–6 %). Patientenseitige Risikofaktoren für das erhöhte Risiko von radiogenen Akut- und Spätnebenwirkungen sind höheres Alter, ein großes rektales Volumen, Abdominaloperationen in der Vorgeschichte, bereits vorliegender Diabetes mellitus, Hämorrhoiden und entzündliche Darm­er­krank­ungen. Auch sind vorbeschriebene urogenitale Beschwerden, eine erfolgte transurethrale Resektion der Prostata und akute urogenitale Nebenwirkungen während der Strahlentherapie Risikofaktoren für Spätfolgen nach Radiatio. Die erektile Dysfunktion nach alleiniger Strahlentherapie ist eine häufige Nebenwirkung (20–30 %), die sich jedoch in den meisten Fällen erfolgreich mit Phosphodiesterase (PDE)-5-Inhibitoren behandeln lässt (34). Budäus et al. veröffentlichten 2012 eine umfangreiche Zusammenfassung der Ursachen und Risikofaktoren von radiogenen Nebenwirkungen (35).

Die genannten Nebenwirkungen, aber auch leichtere Beschwerden, die den Patienten belästigen, sind häufig mit einfachen konventionellen Mitteln oder medikamentöser Intervention zu beherrschen. Für schwere Nebenwirkungen steht mit der hyperbaren Sauerstofftherapie eine in einer randomisierten Studie geprüfte Therapieoption bei schweren Proktitiden zur Verfügung (Evidenzlevel 1) (36).

Eine Strahlentherapie kann das Risiko für die Entstehung eines Malignoms erhöhen. Dabei handelt es sich um eine Spätnebenwirkung, die erst nach mehr als zehn bis 15 Jahren klinisch relevant wird. Wie hoch dieses Risiko bei einer lokalisierten Strahlenbehandlung des Prostatakarzinoms ist, bleibt nach aktueller Datenlage unklar. In einer Matched-pair-Analyse von je 2 120 Patienten nach radikaler Prostatektomie oder Strahlentherapie wurde gezeigt, dass erst nach über zehn Jahren ein signifikanter Unterschied in der Rate an Zweitmalignomen (Hazard Ratio von 4,9 für Blasenkarzinome und lymphoproliferative Erkrankungen) auftritt. Wenn moderne Therapietechniken wie Brachytherapie oder IMRT verwendet wurden, erhöhte sich das Risiko dagegen auch nach zehn Jahren nicht signifikant (37). Daher ist im interdisziplinären Gespräch mit dem Patienten diesbezüglich weder die definitive Radiatio noch die radikale Prostatektomie zu bevorzugen.

Nebenwirkungen der hormonablativen Therapie

Der Einsatz einer HAT zeigt eine nicht unerhebliche Rate an Nebenwirkungen. Häufige Nebenwirkungen (> 10 %) sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Verlust der Libido, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Gynäkomastie und erektile Dysfunktion. Für die Lebensqualität der Patienten bedeutsam ist neben seltener (< 1 %) auftretenden Stimmungsschwankungen/Depression, Verlust an Muskelmasse, Osteoporose, Miktionsbeschwerden und Sehstörungen auch selten (< 1 ‰) eine febrile Neutropenie. Die Lebensqualität bei einer sechs- und 36-monatigen HAT unterschieden sich nichtsignifikant (38). Seltene, aber schwerwiegende kardiovaskuläre Nebenwirkungen, zum Beispiel Herzinfarkt, plötzlicher Herztod und Schlaganfall, sind im Zusammenhang mit einer Langzeit-HAT berichtet worden. Die kardiovaskuläre Mortalität bei Männern mit kongestivem Herzversagen oder Myokardinfarkt in der Vorgeschichte wurde in einer retrospektiven Analyse von 591 Männern, die zusätzlich zu einer Brachytherapie eine HAT von im Median vier Monaten erhalten hatten, untersucht. Die Studie wies eine signifikante Erhöhung der Mortalität (22,7 versus 11,7 %) (39) nach. Ähnliche Daten wurden nach einer im Median sechsmonatigen HAT in Kombination mit einer Radiotherapie berichtet (19,5 versus 14,3 %) (40). Die Applikation von luteinisierendem Hormon Releasing-Hormon (LHRH)-Analoga verstärkte in aktuellen Metaanalysen den Verdacht, dass insbesondere bei Patienten mit präexistenten, schweren kardiovaskulären Erkrankungen ein erhöhtes Risiko der kardiovaskulären Mortalität besteht. Zwei aktuelle Metaanalysen zeigten ein signifikant erhöhtes kardiovaskuläres Sterberisiko (e22) beziehungsweise ein größeres Risiko für kardiale Ereignisse (e23). Dagegen konnte eine Metaanalyse von randomisierten Studien zur Frage kardiovaskulärer Todesfälle beim Einsatz einer HAT keine Zunahme der kardiovaskulären Mortalität finden (e24). Auch Daten aus RTOG Studien wiesen keine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität nach (e25). Bei Risikopatienten sollte eine kardiologische Konsultation erfolgen und unter Umständen eine Strahlentherapie mit LHRA-Antagonisten oder Antiandrogenen durchgeführt werden.

Nachdem die hormonablative Therapie mit LHRH-Analoga ebenfalls das Risiko eines metabolischen Syndroms beziehungsweise eines Diabetes mellitus steigern kann, ist die regelmäßige Kontrolle der Laborparameter notwendig (e26). Aufgrund der beiden genannten Risiken veröffentlichte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) 2010 eine Warnung. Diese basiert unter anderem auf einer Empfehlung der American Heart Association, der American Cancer Society, der American Urological Association und der Unterstützung der American Society for Radiation Oncology (e27).

Interessenkonflikt
PD Dr. Böhmer bekam Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung sowie Vortragshonorare von der Firma Takeda Pharma GmbH. Er ist verantwortlicher Studienleiter einer Phase-III-Studie der EORTC zum Prostatakarzinom, die von der Firma Ferring Arzneimittel GmbH unterstützt wird.

Prof. Heidenreich erhielt Honorare für Beratertätigkeit von den Firmen Astellas, Ipsen, Takeda und Sandoz. Er bekam Vortragshonorare von den Firmen Ipsen und Sanofi.

Prof. Wiegel bekam Honorare für Beratertätigkeit von den Firmen Janssen und Ipsen. Er wurde für Vorträge honoriert von den Firmen Ipsen, Janssen und Hexal.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 12. 10. 2015, revidierte Fassung angenommen: 20. 1. 2016

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Dirk Böhmer
Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
Charité Universitätsmedizin – Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin
dirk.boehmer@charite.de

Zitierweise
Böhmer D, Wirth M, Miller K, Budach V, Heidenreich A, Wiegel T:
Radiotherapy and hormone treatment in prostate cancer—the use of
combined percutaneous radiotherapy and hormonal ablation to manage in situ and locally spread tumors. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 235–41.
DOI: 10.3238/arztebl.2016.0235

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Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden: Prof. Dr. med. Wirth
Klinik für Urologie, Charité Universitätsmedizin, Berlin: Prof. Dr. med. Miller
Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Aachen: Prof. Dr. med. Heidenreich
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinikum Ulm: Prof. Dr. med. Wiegel
Risikogruppen nach National Comprehensive Cancer Network und D’Amico (e1)
Risikogruppen nach National Comprehensive Cancer Network und D’Amico (e1)
Tabelle 1
Risikogruppen nach National Comprehensive Cancer Network und D’Amico (e1)
Vergleich der Phase-III-Studien zur Dosiseskalation bei dreidimensionaler konformaler Strahlentherapie mit Untersuchungen zu neuen Strahlentherapietechniken
Vergleich der Phase-III-Studien zur Dosiseskalation bei dreidimensionaler konformaler Strahlentherapie mit Untersuchungen zu neuen Strahlentherapietechniken
Tabelle 2
Vergleich der Phase-III-Studien zur Dosiseskalation bei dreidimensionaler konformaler Strahlentherapie mit Untersuchungen zu neuen Strahlentherapietechniken
Randomisierte Studien zur kombinierten Radiatio ± hormonablative Therapie
Randomisierte Studien zur kombinierten Radiatio ± hormonablative Therapie
Tabelle 3
Randomisierte Studien zur kombinierten Radiatio ± hormonablative Therapie
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  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 678-9; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0678b
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