ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2016Arteriosklerose: Verengte Sicht
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Als Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin und Immunologie (nach DDR-Ordnung) erlauben Sie mir eine kurze Erwiderung auf Ihren Artikel zu den Ursachen der KHK.

Wenn Sie ein „Desaster der biomedizinischen Wissenschaft“ erkennen, sollten Sie möglicherweise genau diese „biomedizinische Wissenschaft“ hinterfragen. Seit langem wird ein Paradigmenwechsel hin zu einer „bio-psycho-sozialen“ Sichtweise von Gesundheit und Krankheit (einschließlich der salutogenetischen anstelle der rein pathogenetischen Perspektive) gefordert. Ihre Erörterung entzündlicher Vorgänge verlangt geradezu nach einer Einbeziehung der Erkenntnisse der Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie . . .

Aus dieser Perspektive sind sowohl die Arteriosklerose als auch die „silent inflammation“ gut verständlich. Von einem Desaster kann keine Rede sein, nur von einer verengten Sicht auf (nicht vorhandene) monokausale Zusammenhänge.

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Dr. med. Annette Kreutzfeldt, 06108 Halle/Saale

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