ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2016Allgemeinmedizin: Falscher Ansatz
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Es ist selbstverständlich, dass der künftige Allgemeinmediziner neben der Freude an diesem Beruf auch die notwendige Weiterbildung erfahren haben muss. Damit alleine lockt man aber keinen Arzt aufs Land. Die Kommunen, die das Problem der Unterbezahlung der Ärzte erkannt haben, unternehmen verzweifelte Anstrengungen mit Startgeldern und ähnlichem, junge Mediziner aufs Land zu locken. Auch die KVen können den Sicherstellungsauftrag nicht erfüllen. Die Lösung des Problems liegt im Honorar. Man bezahle den Arzt gefälligst nach seiner Leistung, wie es in jedem freien Beruf anerkannte Regel ist. Der Handwerker kennt weder Pauschale, Punktwert noch Deckelung. Absurd!

Der schönste Beruf, und der des Allgemeinmediziners ist ein solcher, macht keine Freude mehr, wenn man am unteren Limit lebt, was viele leider müssen. Und da sind die Krankenkassen (neudeutsch „Gesundheitskassen“) in der Pflicht, sie müssen das Honorar bereitstellen. Ich selbst war 34 Jahre Landarzt. Ich weiß, wovon ich spreche. Wie lange sollen wir uns noch am Nasenring der Ethik durch die Manege führen lassen? Der zu erhoffende Durchbruch ist nur zu erreichen, wenn dieses Thema nicht länger ausgeklammert wird, wie in dem Artikel geschehen.

Dr. med. Otto Diefenbach, 35096 Weimar

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