ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2016„Handynacken“: Bekannte Erkrankung in neuer Erscheinungsform

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„Handynacken“: Bekannte Erkrankung in neuer Erscheinungsform

Hillienhof, Arne

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Der „Handynacken“ macht exzessiven Nutzern von Smartphones zu schaffen. Foto: dpa
Der „Handynacken“ macht exzessiven Nutzern von Smartphones zu schaffen. Foto: dpa

Viele Menschen verbringen immer mehr Zeit am Smartphone, Tablet oder E-Book. Aber ein ständig geneigter Kopf führt zur Überlastung der Halswirbelsäule. Muskelverspannungen sowie Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sind die Folge. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin.

Das Krankheitsbild ist nicht neu. Auch Menschen, die während ihrer Schreibtischarbeit in einer dauerhaft falschen Sitzposition verharren, bekommen häufig Rückenprobleme. „Der Mensch ist eigentlich ein Lauf- und Bewegungstier. Aber heutzutage sitzen wir viel zu viel – und falsch. Viele Rückenleiden könnten verhindert werden, wenn wir durch regelmäßigen Sport und Ausgleich mehr in unsere Muskulatur investieren würden“, sagt der stellvertretende DGOU-Generalsekretär, Prof. Dr. med. Bernd Kladny.

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Bei einer Beugung der Halswirbelsäule von circa 15 Grad nach vorn wirken laut DGOU statt der vier bis sechs Kilogramm Kopfgewicht zusätzliche 13 Kilogramm. Je weiter der Kopf nach vorne geneigt werde, desto stärker sei die Belastung. Beim Blick auf das Handy senke der Nutzer sein Haupt meist um über 45 Grad. Es wirkten dann Kräfte von über 20 Kilogramm. hil

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