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Peter Schröder: Experte für traumatisierte Flüchtlinge

Dtsch Arztebl 2016; 113(14): A-669 / B-563 / C-555

Spielberg, Petra

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Peter Schröder, Foto: privat
Peter Schröder, Foto: privat

Im Januar 2016 schied der Allgemeinmediziner Dr. med. Peter Schröder aus Altersgründen aus seiner Freiburger Gemeinschaftspraxis aus. Doch statt in den Ruhestand zu gehen, wechselte der 65-Jährige als Oberarzt zur Universitätsklinik Freiburg, um dort in der Erstaufnahmestelle die medizinische und psychologische Hilfe für Flüchtlinge zu koordinieren.

Für diese schwierige Arbeit zeichnet ihn vor allem seine langjährige Erfahrung als Traumaexperte aus. Denn Schröder ist nicht nur Facharzt für Allgemeinmedizin, sondern auch ärztlicher Psychotherapeut und hat bereits während seiner 25-jährigen Tätigkeit als niedergelassener Arzt etliche Flüchtlinge betreut. Er kennt daher ihre speziellen Sorgen und Nöte.

Darüber hinaus hat der Allgemeinmediziner in den 80er Jahren für „Ärzte ohne Grenzen“ und andere Hilfsorganisationen mehrere Jahre in Afrika gearbeitet. Während dieser Zeit war er drei Jahre lang Leitender Arzt des Serowe Hospital in Botswana, bevor er aufgrund einer Tuberkulose-Erkrankung nach Deutschland zurückging. Seine Promotion widmete er nicht zuletzt deshalb dem Thema Tuberkulose und Traditionelle Medizin in Botswana.

Auch in Afrika lag einer seiner Schwerpunkte in der Behandlung von traumatisierten Menschen, so zum Beispiel von Opfern des Apartheid-Regimes in Südafrika. Trauma sind für ihn wie Narben der menschlichen Seele, die sich gleichwohl erfolgreich behandeln lassen. Petra Spielberg

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