ArchivMedizin studieren1/2016Auf eine Tasse Kaffee mit ... Peter von Philipsborn

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Auf eine Tasse Kaffee mit ... Peter von Philipsborn

Hillienhof, Arne

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Foto: Lajos Jardai
Foto: Lajos Jardai

Peter von Philipsborn engagiert sich seit Jahren für das Thema globale Gesundheit, neudeutsch „global health“. Dadurch hat er eine Botschaft an alle Medizinstudierenden: „Geht im Rahmen des Studiums ins Ausland – sei es für einen Freiwilligendienst, eine Famulatur, ein Auslandssemster oder ein Forschungsprojekt. Es wird eine bereichernde Erfahrung sein!“

Das hat er selbst auch getan – schon vor dem Medizinstudium war er neun Monate in Guatemala, später für Praktika und Studienaufenthalte in Westafrika, Südamerika und Großbritannien. „So bekommt man die Sensibilität dafür, wie die sozialen Bedingungen in einem Land sind, wie Reichtum und Armut, der Zugang zu Bildung, aber auch Infrastruktur und soziale Ungleichheiten Krankheit und Gesundheit beeinflussen“, berichtet er uns bei einer Tasse Kaffee am Rande des Deutschen Ärztetages 2015 in Frankfurt.

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„Die sozioökonomischen Verhältnisse bestimmen nicht nur die Versorgung, sondern ganz wesentlich auch, mit welchen Erkrankungen Menschen in den verschiedenen Gesellschaften konfrontiert sind.“ Auslandsaufenthalte ermöglichten somit auch einen neuen Blick auf Deutschland, auf die Gesundheitsprobleme aufgrund des Lebensstils und die Möglichkeiten der Prävention, erläutert Philipsborn. Zum Beispiel lösten Wohlstandserkrankungen in den großen Städten Südamerikas, Asiens und Afrikas im Augenblick die Infektionserkrankungen ab. Ein wesentlicher Grund dafür seien westliche Ernährungsgewohnheiten.

Das Thema hat ihn während seines Studiums nicht losgelassen. Als einer der Projektleiter für globale Gesundheit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) hat er zum Beispiel eine Broschüre für Medizinstudierende mitentwickelt, die einen Auslandsaufenthalt planen.

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