ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2016Terminservicestellen: Ein Luxusproblem
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Als niedergelassener Facharzt und somit einer derjenigen, die lange Terminwartezeiten für Patienten „generieren“ und nun raschere Behandlungen sicherstellen sollen, kann ich nur die Ansicht der KV unterstützen, dass es sich bei der Einrichtung der Terminservicestellen um die vermeintliche Lösung eines Luxusproblems handelt. Pünktlich zur Freischaltung der TSS wurden in unserem Praxis-Terminkalender, wie vonseiten der KV empfohlen, je Arzt zwei Termine pro Woche freigehalten. Diese Termine wurden reserviert für Patienten, die über die Terminservicestelle mit Überweisung und Dringlichkeitscode kommen sollten. Das sind pro Monat immerhin 24 Facharzttermine. Und wie viele Termine sind im Monat März in Anspruch genommen worden? Nicht ein einziger . . . Das zeigt uns sehr deutlich, dass gar kein Bedarf besteht.

Ach ja, ein Patient kam doch mit einer hausärztlichen Überweisung mit Dringlichkeitscode in die Sprechstunde – allerdings nicht wie vorgeschrieben von der TSS vermittelt, sondern direkt per telefonischer Terminvergabe, die deutlich schneller zur Facharztvorstellung führte als der Weg über die TSS . . .

Dr. med. Matthias Bertram, 31061 Alfeld

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