ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenNeurologie 1/2016Schädel-Hirn-Trauma: Gehirnerschütterung nach Sportunfall wird unterschätzt

Supplement: Perspektiven der Neurologie

Schädel-Hirn-Trauma: Gehirnerschütterung nach Sportunfall wird unterschätzt

Dtsch Arztebl 2016; 113(15): [13]; DOI: 10.3238/PersNeuro.2016.04.15.03

Gänsslen, Axel; Klein, Wolfgang; Schmehl, Ingo; Rickels, Eckhard

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Obwohl das leichte Schädel-Hirn-Trauma eine vergleichsweise häufige Sportverletzung darstellt, wird es in vielen Fällen übersehen, da eine Beurteilung neuro-kognitiver Folgen bei diesen Patienten noch regelhaft unterbleibt.

Mehr als 44 000 leichte Schädel-Hirn-Verletzungen durch Sportunfälle werden jährlich in Deutschland diagnostiziert. Nicht immer sind die Symptome eindeutig, so dass die Betroffenen häufig darüber hinweggehen. Foto: iStockphoto
Mehr als 44 000 leichte Schädel-Hirn-Verletzungen durch Sportunfälle werden jährlich in Deutschland diagnostiziert. Nicht immer sind die Symptome eindeutig, so dass die Betroffenen häufig darüber hinweggehen. Foto: iStockphoto

Das leichte Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist eine häufige Ursache für einen Kranken­haus­auf­enthalt und kann in manchen Fällen sogar zum Tod führen. Die Häufigkeit des leichten SHT und insbesondere einer Gehirnerschütterung wird immer noch zu häufig als eine zu leichte Verletzung eingeschätzt und in ihren Konsequenzen unterschätzt (13). Derzeit muss davon ausgegangen werden, dass etwa 40–50 Prozent der Gehirnerschütterungen übersehen werden (2, 511).

Anzeige

Die Gehirnerschütterung ist definiert als (neurologische) Funktionsstörung des Gehirns infolge einer direkten oder indirekten Gewalteinwirkung gegen den Kopf mit oder ohne Verletzung des Gehirns (12). Sie führt typischerweise zu einer raschen, kurzen Beeinträchtigung der neurologischen Funktion, die sich spontan wieder bessert; sie kann jedoch auch zu neuropathologischen Veränderungen führen.

Die akuten Symptome weisen eher auf eine funktionelle Störung als auf eine strukturelle Schädigung hin; entsprechend zeigt die Standard-Bildgebung meist keine strukturellen Pathologien (12).

Eine einheitliche und geeignete Klassifikation für die Gehirnerschütterung liegt nicht vor.

Gehirnerschütterung im Sport
Gehirnerschütterung im Sport
Kasten
Gehirnerschütterung im Sport

Die häufig angewendeten Symptome und Zeichen wie Bewusstlosigkeit, Amnesie und/oder Verwirrtheitszustand werden bei Kontaktsportarten nur in etwa 20 Prozent und im Breitensport in maximal zehn Prozent der Fälle beobachtet (1315).

Der häufige Akzelerations-Dezelerations-Mechanismus und zusätzliche Rotationskräfte bewirken ein axonales und vaskuläres „stretching“. Dieser Mechanismus kann subtil und nicht offensichtlich sein; entsprechend muss das Gewaltausmaß nicht mit den klinischen Symptomen korrelieren (16).

Systemisch kann durch Entkoppelung von autonomem und Herz-Kreislauf-System eine Herzfrequenz-Variabilität auftreten. Schwereabhängig resultiert zusätzlich eine (mindestens lokale) Abnahme des zerebralen Blutflusses (CBF) und eine Störung der zerebralen Autoregulation (17).

Die „neurometabolische Kaskade“ auf zellulärer Ebene kann zu Zell-Membran-Schäden führen und zu einer erhöhten Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität, was in Verbindung mit der Reduktion des CBF eine zelluläre „Energiekrise“ bedingt. Entsprechende Veränderungen sind für sieben bis zehn Tage regelhaft nachweisbar (14, 18).

Ein vielfältiger Symptom-Komplex ist kennzeichnend. Dieser beinhaltet klinische und neuro-kognitive Symptome sowie Verhaltens- und Schlafveränderungen (12, 16). Die häufigsten primären Symptome sind (13, 19):

  • Kopfschmerzen (70–80 Prozent),
  • Schwindel (34–70 Prozent),
  • Übelkeit/Erbrechen (20–40 Prozent),
  • Nackenschmerzen (circa 20 Prozent),
  • Schwäche/Müdigkeit (20–50 Prozent),
  • visuelle Störungen (circa 20 Prozent) und
  • Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm (10–60 Prozent).

Evaluation am Spielort

Es wird die Verwendung des Pocket Recognition Tools empfohlen, das ausschließlich die Symptomatik und die Maddocks-Fragen beinhaltet (12). Der Zeitaufwand beträgt maximal eine Minute (20). Eine orientierende Einschätzung kann auch durch Laien erfolgen. Eine sofortige ärztliche Evaluation eines Patienten ist notwendig bei Vorliegen der nachfolgenden „red-flag“-Symptome:

  • jugendliches Alter,
  • Verwirrtheit > 30 min,
  • Bewusstseins-Verlust > 5 min,
  • fokal-neurologisches Defizit,
  • Pupillendifferenz und
  • Verschlechterung einer Symptomatik oder der Bewusstseinslage.

Der Sportler sollte nicht allein gelassen werden, eine regelmäßige Überwachung innerhalb der nächsten Stunden muss gewährleistet sein. Im Zweifel gilt: „Auswechseln“!

Vorgehen in Krankenhaus/Praxis

Die klinische und neurologische Einschätzung dieser Patienten ist unzureichend, da eine Beurteilung neuro-kognitiver Folgen noch regelhaft unterbleibt.

Die primäre ärztliche Beurteilung erfolgt anhand standardisierter Notfall-Management-Protokolle (21). Die sofortige Beurteilung auch der kognitiven Funktionen wird als wesentlicher Bestandteil bei der initialen Beurteilung einer Gehirnerschütterung angesehen (12) – zum Beispiel mittels des SCAT-3, der modifiziert auch für Kinder zur Verfügung steht (12). Das SCAT-3-Screening umfasst die Analyse von klinischen Symptomen, den Glasgow Coma Scale, die Durchführung kurzer Tests zur Beurteilung der Orientierung zur Zeit (Maddocks-Fragen), die Analyse von Konzentration, Erinnerungsvermögen und Koordination sowie eine standardisierte Testung des Gleichgewichts. Der Gleichgewichtstestung kommt ein hoher Stellenwert primär und auch in der Verlaufsbeurteilung zu (22).

Daneben ist eine ausführliche Anamnese nötig, eine klinische Untersuchung mit neurologischem Befund sowie eine neuropsychologische Evaluation (zum Beispiel Gleichgewichts-Testung, kognitive Testung und Gangbildanalyse).

Aufgrund der prognostischen Relevanz sollte die Anzahl vorbestehender Gehirnerschütterungen und die Dauer der Symptomatik insbesondere anamnestisch abgefragt werden, falls es sich um eine erneute Gehirnerschütterung handelt, ob ein geringeres Trauma zur erneuten Gehirnerschütterung führte. Zusätzlich sollte eine Bewusstlosigkeit oder eine Amnesie (retrograd und/oder antegrad) erfragt werden (12).

Laborchemische Untersuchungen (zum Beispiel S100ß oder genetische Parameter) sind im Einzelfall sinnvoll, haben sich bisher aber noch nicht durchsetzen können (16, 23).

Bei Vorliegen von Risikofaktoren oder der „red-flag“-Symptome ist eine radiologische Diagnostik zwingend (24). Sie dient dem Ausschluss oder der Bestätigung struktureller Gehirnerschütterungsfolgen. Die Röntgennativaufnahme des Schädels ist nicht hilfreich und deshalb zu unterlassen (24). Mit den „New Orleans Criteria“ und der „Canadian CT Head Rule“ liegen validierte Kriterien zur Durchführung einer Schädel-CT-Untersuchung (CCT) nach einem leichten SHT vor (25, 26).

Der funktionellen MRT wird in der Zukunft die wichtigste Relevanz eingeräumt (27, 28).

Neuropsychologische Testung: Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass nach Gehirnerschütterung mit relevanten neurokognitiven Störungen zu rechnen ist. Mittels computerbasierten neuropsychologischen Testungen kann die Sensitivität und Spezifität der Erholung im Vergleich zur alleinigen Symptombeurteilung verbessert werden (29, 30).

Therapie und Symptomerholung

Eine richtungsweisende Therapie ist nicht bekannt. Es ist lediglich bekannt, dass geistige und körperliche Ruhe die Heilung unterstützt – auch, wenn sie erst sekundär umgesetzt wird (31).

Eine leichte körperliche Belastung und Physiotherapie kann aber gerade bei Sportlern vorteilhaft sein, die sich nur langsam erholen (32).

Regelhaft kommt es innerhalb kurzer Zeit zur vollständigen Symptomerholung. In 85 Prozent der Fälle dauert die Symptomatik maximal eine Woche und in 97 Prozent besteht vollständige Symptomfreiheit nach einem Monat. Eine komplette Symptomerholung erfolgt typischerweise spätestens innerhalb von drei bis zwölf Monaten (16, 33). Dabei kommt es häufiger zu einer schnelleren Erholung der klinischen Symptome, während neuro-kognitive Störungen etwas länger persistieren (34). Trotzdem können nach einem Jahr noch in > 15 Prozent relevante Symptome, überwiegend Kopfschmerzen und Bewegungsstörungen, bestehen (16).

Faktoren für prolongierte Erholung

Primär vorhandene erhebliche Kopfschmerzen, Schwäche/Müdigkeit und das Vorliegen einer Amnesie sowie eine pathologische neurologische Untersuchung verlängern die Erholung. Weitere Faktoren sind das weibliche Geschlecht, das initiale Vorliegen einer retrograden oder antegraden Amnesie, vorbestehende hirnfunktionelle Störungen, Angstzustände, Depressionen, Lernstörungen und/oder Migräne. Daneben kann eine zu frühe postkontusionelle Belastung die Rekonvaleszenz und die neurokognitive Erholung verzögern.

Kinder und Jugendliche weisen statistisch eine verlängerte Rehabilitationsphase auf.

Wiederaufnahme des Sports

Der Berücksichtigung der Pathophysiologie und des natürlichen Erholungsverlaufes kommt entscheidende Bedeutung in der Entscheidung des „return-to-play“ zu. Ein Sportler sollte in Ruhe und nach Belastung klinisch und kognitiv symptomfrei sein, bevor wieder eine Wettkampf-Fähigkeit besteht!

Voraussetzung ist die vollständige Erholung und Belastung im schulischen oder beruflichen Bereich. Eine Wiederaufnahme des Sports noch am Tag des Traumas ist die absolute Ausnahme.

Entsprechend wird ein gestaffeltes Konzept zur Wiedererlangung der Arbeits- und Sportfähigkeit favorisiert (Abbildung).

Es vergehen also vom Tag des Unfalles immer mindestens sechs bis zehn Tage bis zur Matchfähigkeit, entsprechend der Mindestzeit für die Erholung der Nervenzellen.

Langzeitprobleme

In der unmittelbaren posttraumatischen Phase nach der Gehirnerschütterung ist das Gehirn besonders vulnerabel aufgrund der noch andauernden pathophysiologischen Veränderungen (35). Es besteht ein deutlich erhöhtes Risiko nach einer Gehirnerschütterung, eine weitere Gehirnerschütterung zu erleiden.

Kommt es zu einer zweiten oder weiteren Gehirnerschütterung, steigt das Risiko für einen noch protrahierteren Verlauf beziehungsweise für Komplikationen bis zur (teilweise malignen) Hirnschwellung (Second Impact Syndrome) (36, 37). Diese seltenen Fälle sind mit einer Letalität von bis zu 50 Prozent und einer Morbidität bis zu 100 Prozent assoziiert.

Bei einigen Patienten verbleiben über längere Zeit unspezifische Symptome (Post Concussion Syndrom). Diese Symptomatik wird als unspezifisch angesehen, da viele dieser Symptome bei anderen Verletzungen oder Erkrankungen auch bestehen können. DOI: 10.3238/PersNeuro.2016.04.15.03

Dr. med. Axel Gänsslen, Dr. med. Wolfgang Klein

Klinikum Wolfsburg, Wolfsburg

Dr. med. Ingo Schmehl

Unfallkrankenhaus Berlin, Klinik für Neurologie, Berlin

Prof. Dr. med. Eckhard Rickels

Allgemeines Krankenhaus Celle, Klinik für Unfallchirurgie,
Orthopädie und Neurotraumatologie

Interessenkonflikt: Der Autor Gänsslen erklärt, dass kein Interessenkonflikt vorliegt.

@Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit1516

Mit der Kampagne „Schütz Deinen Kopf“ (www.schuetzdeinenkopf.de) wird ein Ausbildungs- und Lehrkonzept zur Gehirnerschütterung im Breiten- und Leistungssport mit Integration der Schulen und Sportvereine etabliert.

1.
Delaney J, Lacroix V, Leclerc S, Johnston K: Concussions among university football and soccer players. Clin J Sports Med 2002; 12: 331–8 CrossRef
2.
McCrea M, Hammeke T, Olsen G, Leo P, Guskiewicz K: Un-reported concussion in high school football players: implications for prevention. Clin J Sports Med 2004, 14: 13–7 CrossRef MEDLINE
3.
News E. Ausgabe 01, 2012.
4.
Delaney J, Lamfookon C, Bloom G, Al-Kashmiri A, Correa J: Why university athletes choose not to reveal their concussion symptoms during a practice or game. Clin J Sports Med 2015; 25: 113–25 CrossRef MEDLINE
5.
Fraas M, Coughlan G, Hart E, McCarthy C: Concussion history and reporting rates in elite Irish rugby union players. Phys Ther Sport 2014; 15: 136–42 CrossRef MEDLINE
6.
Kaut K, DePompei R, Kerr J, Congeni J: Reports of head injury and symptom knowledge among college athletes: Implications for assessment and educational intervention. Clin J Sports Med 2003, 13: 213–21 CrossRef MEDLINE
7.
LaBotz M, Martin M, Kimura I, Hetzler R, Nichols A: A comparison of a preparticipation evaluation history form and a symptom-based concussion survey in the identification of previous head injury in collegiate athletes. Clin J Sports Med 2005; 15: 73–8 CrossRef
8.
Llewellyn T, Burdette G, Joyner A, Buckley T: Concussion reporting rates at the conclusion of an intercollegiate athletic career. Clin J Sports Med 2014; 24: 76–9 CrossRef MEDLINE
9.
Meehan Wr, Mannix R, O’Brien M, Collins M: The prevalence of undiagnosed concussions in athletes. Clin J Sports Med 2013; 23: 339–42 CrossRef MEDLINE PubMed Central
10.
Mulligan I, Boland M, Payette J: Prevalence of neurocognitive and balance deficits in collegiate football players without clinically diagnosed concussion. J Orthop Sports Phys Ther 2012; 42: 625–32 CrossRef MEDLINE
11.
Williamson I, Goodman D: Converging evidence for the under-reporting of concussions in youth ice hockey. Br J Sports Med 2006; 40: 128–32 CrossRef MEDLINE PubMed Central
12.
McCrory P, Meeuwisse W, Aubry M, Cantu B, Dvorák J, et al.: Consensus statement on concussion in sport: the 4th International Conference on Concussion in Sport held in Zurich, November 2012. Br J Sports Med 2013; 47: 250–8 CrossRef MEDLINE
13.
Benson B, Meeuwisse W, Rizos J, Kang J, Burke C: A prospective study of concussions among National Hockey League players during regular season games: the NHLNHLPA Concussion Program. CMAJ 2011; 183: 905–11 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14.
Meehan III, W, Mannix R: Pediatric concussions in United States emergency departments in the years 2002 to 2006. J Pediatr 2010, 157: 889–93 CrossRef MEDLINE PubMed Central
15.
Meehan Wr, d’Hemecourt P, Comstock R: High school concussions in the 2008–2009 academic year: mechanism, symptoms, and management. Am J Sports Med 2010; 38: 2405–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
16.
McCrea M: Mild traumatic brain injury and postconcussion syndrome. Oxford: Oxford University Press, 2008.
17.
Len T, Neary J: Cerebrovascular pathophysiology following mild traumatic brain injury. Clin Physiol Funct Imaging 2011; 31: 85–93 MEDLINE
18.
Giza C, Hovda D: The neurometabolic cascade of concussion. J Athl Train 2001; 36: 228–35 MEDLINE PubMed Central
19.
Lau B, Kontos A, Collins M, Mucha A, Lovell M: Which On-field signs/symptoms predict protracted recovery from sport-related concussion among high school football players? Am J Sports Med 2011; 39: 2311–8 CrossRef MEDLINE
20.
Dziemianowicz M, Kirschen M, Pukenas B, Laudano E, Balcer L, Galetta S: Sports-related concussion testing. Curr Neurol Neurosci Rep 2012; 12: 547–9 CrossRef MEDLINE
21.
ATLS. Advanced Trauma Life Support for Doctors, Student Course Manual, 9th Edition, ACSCOT 2012.
22.
Davis G, Iverson G, Guskiewicz K, Ptito A, Johnston K: Contri-butions of neuroimaging, balance testing, electrophysiology and blood markers to the assessment of sport-related concussion. Br J Sports Med 2009; Suppl 1: i36–45 CrossRef MEDLINE
23.
Schulte S, Podlog L, Hamson-Utley J, Strathmann F, Strüder H: A systematic review of the biomarker S100B: implications for sport-related concussion management. J Athl Train 2014; 49: 830–50 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.
Rickels E: Diagnostik und Therapie von Schädel-Hirn-Traumen. Chirurg 2009, 80: 153–63 CrossRef MEDLINE
25.
Haydel M, Preston C, Mills T, Luber S, Blaudeau E, DeBlieux P: Indications for computed tomography in patients with minor head injury. N Engl J Med 2000; 343: 100–5 CrossRef MEDLINE
26.
Stiell I, Wells G, Vandemheen K, Clement C, Lesiuk H, Laupacis A: The Canadian CT Head Rule for patients with minor head injury. Lancet 2001, 357: 1391–6 CrossRef
27.
Sasaki T, Pasternak O, Mayinger M, Muehlmann M, Savadjiev P, et al.: Hockey Concussion Education Project, Part 3. White matter microstructure in ice hockey players with a history of concussion: a diffusion tensor imaging study. J Neurosurg 2014; 120: 882–90 CrossRef MEDLINE
28.
Tremblay S, Henry L, Bedetti C, Larson-Dupuis C, Gagnon J, Evans A, Théoret H, Lassonde M, De Beaumont L: Diffuse white matter tract abnormalities in clinically normal ageing retired athletes with a history of sports-related concussions. Brain 2014; 137: 2997–3011 CrossRef MEDLINE PubMed Central
29.
Kontos A, Braithwaite R, Dakan S, Elbin R: Computerized neurocognitive testing within 1 week of sport-related concussion: meta-analytic review and analysis of moderating factors. J Int Neuropsychol Soc 2014, 20: 324–32 CrossRef MEDLINE
30.
Schatz P, Pardini J, Lovell M, Collins M, Podell K: Sensitivity and specificity of the ImPACT Test Battery for concussion in athletes. Arch Clin Neuropsychol 2006, 21: 91–9 CrossRef MEDLINE
31.
Moser R, Glatts C, Schatz P: Efficacy of immediate and delayed cognitive and physical rest for treatment of sports-related concussion. J Pediatr 2012; 161: 922–6 CrossRef
32.
Schneider K, Iverson G, Emery C, McCrory P, Herring S, Meeuwisse W: The effects of rest and treatment following sport-related concussion: a systematic review of the literature. Br J Sports Med 2013; 47: 304–7 CrossRef MEDLINE
33.
McCrea M, Guskiewicz K, Marshall S: Acute effects and recovery time following concussion in collegiate football players: the NCAA Concussion Study. JAMA 2003; 290: 2556–63 CrossRef MEDLINE
34.
Makdissi M, Darby D, Maruff P, Ugoni A, Brukner P, McCrory P: Natural history of concussion in sport: Markers of severity and implications for management. Am J Sports Med 2010, 38: 464–71 CrossRef MEDLINE
35.
Prins M, Alexander D, Giza C, Hovda D: Repeated mild traumatic brain injury: mechanisms of cerebral vulnerability. J Neurotrauma 2013, 30: 30–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
36.
McCrea H, Perrine K, Niogi S, Härtl R: Concussion in sports. Sports Health 2013; 5: 160–4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
37.
Thomas M, Haas T, Doerer J, Hodges J, Aicher B, Garberich R, Mueller F, Cantu R, Maron B: Epidemiology of sudden death in young, competitive athletes due to blunt trauma. Pediatrics 2011; 128: e1–8 CrossRef MEDLINE
Gehirnerschütterung im Sport
Gehirnerschütterung im Sport
Kasten
Gehirnerschütterung im Sport
1.Delaney J, Lacroix V, Leclerc S, Johnston K: Concussions among university football and soccer players. Clin J Sports Med 2002; 12: 331–8 CrossRef
2.McCrea M, Hammeke T, Olsen G, Leo P, Guskiewicz K: Un-reported concussion in high school football players: implications for prevention. Clin J Sports Med 2004, 14: 13–7 CrossRef MEDLINE
3.News E. Ausgabe 01, 2012.
4.Delaney J, Lamfookon C, Bloom G, Al-Kashmiri A, Correa J: Why university athletes choose not to reveal their concussion symptoms during a practice or game. Clin J Sports Med 2015; 25: 113–25 CrossRef MEDLINE
5.Fraas M, Coughlan G, Hart E, McCarthy C: Concussion history and reporting rates in elite Irish rugby union players. Phys Ther Sport 2014; 15: 136–42 CrossRef MEDLINE
6.Kaut K, DePompei R, Kerr J, Congeni J: Reports of head injury and symptom knowledge among college athletes: Implications for assessment and educational intervention. Clin J Sports Med 2003, 13: 213–21 CrossRef MEDLINE
7.LaBotz M, Martin M, Kimura I, Hetzler R, Nichols A: A comparison of a preparticipation evaluation history form and a symptom-based concussion survey in the identification of previous head injury in collegiate athletes. Clin J Sports Med 2005; 15: 73–8 CrossRef
8.Llewellyn T, Burdette G, Joyner A, Buckley T: Concussion reporting rates at the conclusion of an intercollegiate athletic career. Clin J Sports Med 2014; 24: 76–9 CrossRef MEDLINE
9.Meehan Wr, Mannix R, O’Brien M, Collins M: The prevalence of undiagnosed concussions in athletes. Clin J Sports Med 2013; 23: 339–42 CrossRef MEDLINE PubMed Central
10.Mulligan I, Boland M, Payette J: Prevalence of neurocognitive and balance deficits in collegiate football players without clinically diagnosed concussion. J Orthop Sports Phys Ther 2012; 42: 625–32 CrossRef MEDLINE
11.Williamson I, Goodman D: Converging evidence for the under-reporting of concussions in youth ice hockey. Br J Sports Med 2006; 40: 128–32 CrossRef MEDLINE PubMed Central
12.McCrory P, Meeuwisse W, Aubry M, Cantu B, Dvorák J, et al.: Consensus statement on concussion in sport: the 4th International Conference on Concussion in Sport held in Zurich, November 2012. Br J Sports Med 2013; 47: 250–8 CrossRef MEDLINE
13.Benson B, Meeuwisse W, Rizos J, Kang J, Burke C: A prospective study of concussions among National Hockey League players during regular season games: the NHLNHLPA Concussion Program. CMAJ 2011; 183: 905–11 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14.Meehan III, W, Mannix R: Pediatric concussions in United States emergency departments in the years 2002 to 2006. J Pediatr 2010, 157: 889–93 CrossRef MEDLINE PubMed Central
15.Meehan Wr, d’Hemecourt P, Comstock R: High school concussions in the 2008–2009 academic year: mechanism, symptoms, and management. Am J Sports Med 2010; 38: 2405–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
16.McCrea M: Mild traumatic brain injury and postconcussion syndrome. Oxford: Oxford University Press, 2008.
17.Len T, Neary J: Cerebrovascular pathophysiology following mild traumatic brain injury. Clin Physiol Funct Imaging 2011; 31: 85–93 MEDLINE
18.Giza C, Hovda D: The neurometabolic cascade of concussion. J Athl Train 2001; 36: 228–35 MEDLINE PubMed Central
19.Lau B, Kontos A, Collins M, Mucha A, Lovell M: Which On-field signs/symptoms predict protracted recovery from sport-related concussion among high school football players? Am J Sports Med 2011; 39: 2311–8 CrossRef MEDLINE
20.Dziemianowicz M, Kirschen M, Pukenas B, Laudano E, Balcer L, Galetta S: Sports-related concussion testing. Curr Neurol Neurosci Rep 2012; 12: 547–9 CrossRef MEDLINE
21.ATLS. Advanced Trauma Life Support for Doctors, Student Course Manual, 9th Edition, ACSCOT 2012.
22.Davis G, Iverson G, Guskiewicz K, Ptito A, Johnston K: Contri-butions of neuroimaging, balance testing, electrophysiology and blood markers to the assessment of sport-related concussion. Br J Sports Med 2009; Suppl 1: i36–45 CrossRef MEDLINE
23.Schulte S, Podlog L, Hamson-Utley J, Strathmann F, Strüder H: A systematic review of the biomarker S100B: implications for sport-related concussion management. J Athl Train 2014; 49: 830–50 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.Rickels E: Diagnostik und Therapie von Schädel-Hirn-Traumen. Chirurg 2009, 80: 153–63 CrossRef MEDLINE
25.Haydel M, Preston C, Mills T, Luber S, Blaudeau E, DeBlieux P: Indications for computed tomography in patients with minor head injury. N Engl J Med 2000; 343: 100–5 CrossRef MEDLINE
26.Stiell I, Wells G, Vandemheen K, Clement C, Lesiuk H, Laupacis A: The Canadian CT Head Rule for patients with minor head injury. Lancet 2001, 357: 1391–6 CrossRef
27.Sasaki T, Pasternak O, Mayinger M, Muehlmann M, Savadjiev P, et al.: Hockey Concussion Education Project, Part 3. White matter microstructure in ice hockey players with a history of concussion: a diffusion tensor imaging study. J Neurosurg 2014; 120: 882–90 CrossRef MEDLINE
28.Tremblay S, Henry L, Bedetti C, Larson-Dupuis C, Gagnon J, Evans A, Théoret H, Lassonde M, De Beaumont L: Diffuse white matter tract abnormalities in clinically normal ageing retired athletes with a history of sports-related concussions. Brain 2014; 137: 2997–3011 CrossRef MEDLINE PubMed Central
29.Kontos A, Braithwaite R, Dakan S, Elbin R: Computerized neurocognitive testing within 1 week of sport-related concussion: meta-analytic review and analysis of moderating factors. J Int Neuropsychol Soc 2014, 20: 324–32 CrossRef MEDLINE
30.Schatz P, Pardini J, Lovell M, Collins M, Podell K: Sensitivity and specificity of the ImPACT Test Battery for concussion in athletes. Arch Clin Neuropsychol 2006, 21: 91–9 CrossRef MEDLINE
31.Moser R, Glatts C, Schatz P: Efficacy of immediate and delayed cognitive and physical rest for treatment of sports-related concussion. J Pediatr 2012; 161: 922–6 CrossRef
32.Schneider K, Iverson G, Emery C, McCrory P, Herring S, Meeuwisse W: The effects of rest and treatment following sport-related concussion: a systematic review of the literature. Br J Sports Med 2013; 47: 304–7 CrossRef MEDLINE
33.McCrea M, Guskiewicz K, Marshall S: Acute effects and recovery time following concussion in collegiate football players: the NCAA Concussion Study. JAMA 2003; 290: 2556–63 CrossRef MEDLINE
34.Makdissi M, Darby D, Maruff P, Ugoni A, Brukner P, McCrory P: Natural history of concussion in sport: Markers of severity and implications for management. Am J Sports Med 2010, 38: 464–71 CrossRef MEDLINE
35.Prins M, Alexander D, Giza C, Hovda D: Repeated mild traumatic brain injury: mechanisms of cerebral vulnerability. J Neurotrauma 2013, 30: 30–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
36.McCrea H, Perrine K, Niogi S, Härtl R: Concussion in sports. Sports Health 2013; 5: 160–4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
37.Thomas M, Haas T, Doerer J, Hodges J, Aicher B, Garberich R, Mueller F, Cantu R, Maron B: Epidemiology of sudden death in young, competitive athletes due to blunt trauma. Pediatrics 2011; 128: e1–8 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema