ArchivDeutsches Ärzteblatt23/1996Psychotherapie: Gleiche Rechte und Pflichten

SPEKTRUM: Leserbriefe

Psychotherapie: Gleiche Rechte und Pflichten

Schietsch, Hanns-Joachim

Zu dem Beitrag "Psychotherapeutengesetz: Die KBV bietet Seehofer ein Integrationsmodell an" von Josef Maus in Heft 16/1996
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS In der Gesellschaft für Psychotherapie Augsburg e.V. vertreten wir seit vielen Jahren den Standpunkt der Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von psychologischer und ärztlicher Psychotherapie. Es kann keine ärztliche und psychologische Psychotherapie geben, nur gute oder schlechte Psychotherapie. Ausbildungs- und Leistungsstandard bedürfen weiterhin verstärkt der Kontrolle und Überprüfbarkeit. Die Zulassung von sonstigen Therapieformen, zum Beispiel Gestalttherapie, ist . . . dringend notwendig, wobei auch hier die Ausbildungsüberprüfbarkeit erforderlich sein wird.
Die Angst vor Überversorgung nach abgeschlossener Ausbildung in einer zugelassenen Psychotherapieform ist absurd, da dringenden Nachfragen kaum freie Valenzen entsprechen.
Die "notwendige konsiliarische Abklärung" halte ich für unumgänglich, wobei diese sowohl für Psychologen als auch psychotherapeutisch tätige Ärzte zu gelten hat. Der Verzicht auf eine entsprechende Vorüberprüfung ärztlicher Psychotherapeuten wurde von den Psychologen bisher immer zu Recht als Diskriminierung erlebt.
Zusammenfassend ist in Zukunft eine Psychotherapie mit gleichen Rechten und Pflichten zwischen Ärzten und Psychologen zu fordern.
Dr. med. Hanns-Joachim Schietsch, Theodor-Heuss-Platz 1, 86160 Augsburg

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote