ArchivDeutsches Ärzteblatt23/1996Strukturreform: Haben wir mehr Geld – oder nicht?

SPEKTRUM: Leserbriefe

Strukturreform: Haben wir mehr Geld – oder nicht?

Wilsmann, Ch.

Zu dem Beitrag "Hausärzte wollen künftig Case Manager sein" von Josef Maus in Heft 14/1996
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LNSLNS . . . Das einzige Motiv für die Bestrebung des BDA ist die Verhinderung einer weiteren Abwanderung der "cases" von den "Hausärzten" zu den Fachärzten. Aber: die zunehmend multi-morbide und älter werdende Bevölkerung ist es leid, von den "Hausärzten" nur "gemanagt" zu werden. Sie will endlich untersucht und behandelt werden und ein Stück gesünder oder wenigstens beschwerdeärmer werden. Und dies haben ihr – spätestens seit Einführung der Chip-Karte – in erster Linie die gut ausgebildeten Fachärzte für Allgemeinmedizin und Internisten gewährleistet. Wir haben in Deutschland ein gewachsenes dichtes Netzwerk an exzellenter ambulanter medizinischer Versorgung, in der man nicht über "case manager" und "HausarztAbo" nachdenken muß, sondern in erster und einziger Linie darüber, wie wir die Politik davon überzeugen können, endlich die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung zu stellen, um unseren Aufgaben gerecht werden zu können. Es muß endlich einmal – auch vom Kollegen Kossow – klar und deutlich gesagt werden, daß die Versorgung auf diesem hohen Niveau angesichts einer sich immer mehr in Richtung auf höhere Lebenserwartung entwickelnden Alterspyramide nicht "billiger" werden kann. Da helfen innerärztliche Verschiebe-Bahnhöfe überhaupt nicht weiter, sondern in erster Linie Ehrlichkeit seitens der Politik, die der Bevölkerung und uns Ärzten endlich klaren Wein einschenken muß: Haben wir mehr Geld für die medizinische Versorgung der Bevölkerung, oder haben wir es nicht? . . .
Thomas Ch. Wilsmann, Willi-Ernst-Ring 27, 83512 Wasserburg
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