SUPPLEMENT: Perspektiven der Diabetologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2016; 113(17): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Der diesjährige Weltgesundheitstag am 7. April hat erstmals den Diabetes mellitus in den Mittelpunkt gestellt. Die Stoffwechselerkrankung nimmt nach wie vor dramatisch zu, weil immer mehr Menschen übergewichtig sind, wie Daten der Internationalen Diabetesföderation aus dem Jahr 2015 belegen. Die Zunahme ist vor allem durch Typ-2-Diabetes bedingt. In Deutschland hat sich die Zahl der Neuerkrankten auf 6,7 Millionen erhöht. Hinzu kommt eine hohe Zahl unerkannter Fälle. Die Dunkelziffer soll Schätzungen zufolge zwischen 1,3 und 2,2 Millionen liegen.

Einer der Gründe für die ungenaue Angabe ist, dass in Deutschland nach wie vor keine strukturierte Diagnostik existiert. „Der Umfang des im Rahmen der hausärztlichen Versorgung angebotenen ‚Check-up 35‘ reicht nach unserer Ansicht zur Frühdiagnostik nicht aus“, betont Prof. Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Denn dabei werde nur der Nüchternblutzuckerspiegel ermittelt, der lediglich eine Momentaufnahme widerspiegelt. Danne fordert deswegen, die Vorsorgeuntersuchung um den HbA1c-Wert zu einem „Gesundheits-Check 35 plus D (Diabetes)“ zu erweitern.

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Bleibt die Erkrankung unerkannt und der Lebensstil unverändert, treten oftmals schwere Folgen auf – zum Beispiel die diabetische Retinopathie, die einen Schwerpunkt dieser Ausgabe der Perspektiven bildet. Viel Freude beim Lesen!

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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