ArchivDeutsches Ärzteblatt23/1996Bundesregierung darf vor Sekten warnen

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Bundesregierung darf vor Sekten warnen

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LNSLNS MÜNSTER. Das Bundesfamilienministerium darf in einer geplanten Broschüre über Jugendsekten und "Psychogruppen" in Deutschland vor dem "Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis" (VPM) mit Sitz in Zürich warnen. Das Oberverwaltungsgericht Münster wies den Einspruch des VPM gegen die Aufnahme in die Informationsschrift zurück (Az.: 5 B 168/94). Die Richter befanden, die kritische Würdigung des VPM bewege sich "im Rahmen eines willkürfreien, sachlichen Werteurteils, das auf einem vertretbar gewürdigten Tatsachenkern" beruhe.
Der VPM wird in der Broschüre zu den "Psychogruppen mit therapeutischem Anspruch" gezählt. Bei dem auch in Deutschland tätigen Verein handelt es sich nach Einschätzung des Ministeriums um eine "Psychogruppe mit Ausschließlichkeits- und Heilsanspruch". Zudem wird dem VPM eine "autoritäre bis totalitäre Struktur" und ein "rigides Freund-Feind-Denken" bescheinigt. afp
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