ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2016Klinikmorde: Sonderausschuss legt Präventionsideen vor

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Klinikmorde: Sonderausschuss legt Präventionsideen vor

Dtsch Arztebl 2016; 113(18): A-848

dpa

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Als Reaktion auf die Mordserie des Ex-Krankenpflegers Niels H. am Klinikum Delmenhorst hat der niedersächsische Sonderausschuss für mehr Patientensicherheit und -schutz ein Bündel von Empfehlungen erarbeitet. In dem 45-seitigen Entwurf eines Abschlussberichtes schlägt das Parlamentsgremium unter anderem zwingende Blutentnahmen nach Todesfällen, Stationsapotheker, Pflichtschulungen und eine genauere Leichenschau vor. Angedacht ist zudem, Kliniken zu verpflichten, regelmäßig Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen abzuhalten, um frühzeitig Auffälligkeiten zu erkennen. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass in allen Krankenhäusern obligatorisch anonyme Meldesysteme implementiert werden. Ob und wie Empfehlungen umgesetzt werden, ist Sache von Landtag und Landesregierung. Niels H. hatte Schwerkranken ein Herzmedikament gespritzt und dadurch teils tödliche Krisen ausgelöst. Er sitzt lebenslang in Haft. dpa

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Avatar #539999
klausenwächter
am Donnerstag, 9. März 2017, 12:36

Leichenschau verbessern

Selbst der zweite Leichenschauer hat keine Chance eine alte Schädelfraktur zu erkennen, nach ihr zu suchen, wenn ihm der Teil der Krankenakte mit Sturz und Verletzungsfolgen nicht vorliegt. Die amtsärztliche Leichenschau muß mit Einsichtnahme in den klinischen Verlauf erfolgen.

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