ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2016Arzneimittelforschung: Wege zur Einbeziehung der Patienten

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Arzneimittelforschung: Wege zur Einbeziehung der Patienten

Dtsch Arztebl 2016; 113(19): A-941 / B-795 / C-779

Krüger-Brand, Heike E.

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Die gemeinnützige Europäische Patientenakademie zu Therapeutischen Innovationen (EUPATI) hat seit diesem Jahr auch einen Stützpunkt in Deutschland. EUPATI entwickelt für Laien ohne medizinische Vorkenntnisse Informationsmaterialien zu allen Themen der Medikamentenentwicklung und organisiert Bildungsveranstaltungen. Ziel ist es, die Forschung patientenzentrierter zu gestalten und dem wachsenden Bedürfnis von Patienten, möglichst früh in die Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln einbezogen zu werden, Rechnung zu tragen.

Über die Informationsplattform www.eupati.eu/de ist jetzt eine Toolbox mit deutschsprachigen Weiterbildungsmaterialien für Patienten und Patientenvertreter frei verfügbar. Diese enthalten Informationen für Interessierte, die sich aktiv in die Gestaltung von Studien und Entwicklungsprozessen von Arzneimitteln einbringen wollen, und unterstützen sie dabei, die entsprechenden Abläufe zu verstehen.

Die „EUPATI-Toolbox zur Arzneimittelforschung und -entwicklung“ stellt mehr als 3 000 Expertenbeiträge zur Arzneimittelforschung bereit. Dazu zählen unter anderem Module und Schulungsmaterialien zu Grundlagenforschung, klinischer Entwicklung, Zulassungsfragen und Arzneimittelsicherheit. Die Nutzer haben dabei Zugriff auf eine Fülle von Texten, Grafiken, Präsentationsfolien und Videos. Zusätzlich sind sechs deutschsprachige Webinare unter www.patientsacademy.eu/webinare-de abrufbar.

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„Wir haben jetzt die Möglichkeit, Patientenvertreter zu klinischen Studien und wichtigen Punkten der Medikamentenentwicklung zu schulen. Diese geben dann wiederum ihr Wissen an andere Patienten und die interessierte Öffentlichkeit weiter“, freute sich Jan Geißler, Geschäftsführer und Koordinator von EUPATI Deutschland sowie Vorsitzender der deutschen Patientenorganisation LeukaNET. Damit sei eine Grundlage dafür geschaffen, dass Patienten sich künftig frühzeitig, aktiv und souverän bei der Gestaltung von Studien und Entwicklungsprozessen von Arzneimitteln einbringen könnten. Dies leiste zudem einen Beitrag zum breiteren Dialog über Patientenrechte. KBr

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Avatar #700777
Clara B
am Mittwoch, 3. August 2016, 14:21

Navigationsfehler

wen wundert's,wenn der Bock gärtnert- immerhin wird jetzt mal
vor EUPATI gewarnt.

http://www.ebm-netzwerk.de/pdf/stellungnahmen/eupati-20160530.pdf
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