ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2016Gesundheitsversorgung: TTIP darf hohes Niveau nicht einschränken

AKTUELL

Gesundheitsversorgung: TTIP darf hohes Niveau nicht einschränken

Dtsch Arztebl 2016; 113(19): A-904 / B-768 / C-752

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Im TTIP-Leseraum von Greenpeace vor dem Brandenburger Tor konnten Teile der geheimen Unterlagen eingesehen werden. Foto: dpa
Im TTIP-Leseraum von Greenpeace vor dem Brandenburger Tor konnten Teile der geheimen Unterlagen eingesehen werden. Foto: dpa

Die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ (TTIP) darf das hohe Niveau der medizinischen Versorgung in Deutschland nicht antasten. Das hat der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, anlässlich der Veröffentlichung von geheimen TTIP-Verhandlungsdokumenten erklärt. „Offensichtlich sehen die USA alle bewährten Standards des Gesundheitswesens in Deutschland und Europa als Handelshemmnisse an“, sagte er. Gesundheit sei aber keine Handelsware und dürfe nicht im Rahmen eines Tauschhandels wirtschaftlichen Vorteilen geopfert werden. „Das Patientenwohl steht an erster Stelle. Dafür müssen die europäischen Verhandlungsführer einstehen“, betonte der BÄK-Präsident. Schon vor einem Jahr hatten BÄK, Kassenärztliche Bundesvereinigung und andere Organisationen gefordert, die Mitgliedstaaten der EU müssten in Fragen der Gesundheitspolitik und der Ausgestaltung der Gesundheitssysteme ihre Souveränität behalten.

EU und USA verhandeln seit 2013 über TTIP. Die Vereinbarung soll Zölle und andere Hürden für Investitionen abbauen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte Unterlagen zu den Verhandlungen veröffentlicht. hil

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema