ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2016Datenbank: Bauanleitung für menschliche Proteine

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Datenbank: Bauanleitung für menschliche Proteine

Dtsch Arztebl 2016; 113(19): A-940 / B-796 / C-780

EB

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Wenn Wissenschaftler untersuchen, wie Proteine miteinander wirken oder beobachten, was passiert, wenn bestimmte Proteine in Modellorganismen vermindert sind oder ganz fehlen, lernen sie, Abläufe im Gesunden und Kranken zu verstehen. Solche Studien setzen eine möglichst vollständige Sammlung der Baupläne menschlicher Proteine voraus.

Baukasten menschlicher Proteine im Einsatz: Die Färbung von bestimmten Proteinen zeigt hier unkontrolliertes Wachstum von Zellen aus der Brustdrüse, eine Ursache für Krebserkrankungen der Brust. Foto: Aleksandra Balwierz, Abteilung Molekulare Genomanalyse, DKFZ, Heidelberg
Baukasten menschlicher Proteine im Einsatz: Die Färbung von bestimmten Proteinen zeigt hier unkontrolliertes Wachstum von Zellen aus der Brustdrüse, eine Ursache für Krebserkrankungen der Brust. Foto: Aleksandra Balwierz, Abteilung Molekulare Genomanalyse, DKFZ, Heidelberg

Die internationale ORFeome Collaboration (OC), in der 13 internationale akademische und kommerzielle Arbeitsgruppen kooperieren, stellt eine solche Sammlung (www.orfeomecollaboration.org) bereit. Sie umfasst jetzt 17 154 der knapp 20 000 menschlichen Gene, die eine Bauanleitung für ein Protein enthalten. Die Sammlung stellt die Bauanleitungen so bereit, dass die verschlüsselten Proteine in einer großen Vielfalt von biologischen Systemen wie E.coli, Hefe und Säugetierzellen hergestellt und untersucht werden können. Alle wichtigen funktionellen Kategorien humaner Gene sind in der Sammlung vertreten.

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„Die hohe Abdeckung des menschlichen Erbguts, kombiniert mit den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sowie dem freien Zugang zu der Sammlung macht sie zu einer einzigartigen und wertvollen Ressource für die wissenschaftliche Gemeinschaft“, so Prof. Dr. Stefan Wiemann, Leiter der Abteilung Molekulare Genomanalyse am Deutschen Krebsforschungszentrum. Sie habe das Potenzial, einen Beitrag dazu zu leisten, Krankheitsverläufe aufzuklären und neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. EB

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