ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2016Chirurgie: Beispielhafte Operationsberichte

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Chirurgie: Beispielhafte Operationsberichte

Dtsch Arztebl 2016; 113(20): A-990 / B-834 / C-818

Bechstein, Wolf

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Olaf Richter, Dirk Uhlmann (Hrsg.): Operationsberichte Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Springer, Berlin 2015, 232 Seiten, kartoniert, 49,99 Euro
Olaf Richter, Dirk Uhlmann (Hrsg.): Operationsberichte Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Springer, Berlin 2015, 232 Seiten, kartoniert, 49,99 Euro

Die zeitnahe Erstellung eines Operationsberichts gehört zu den vornehmsten Aufgaben jedes operativ tätigen Arztes. Über Art und Umfang des OP-Berichts gibt es jedoch durchaus unterschiedliche Vorstellungen, zum Teil vermittelt auch über „chirurgischen Schulen“. Der Operationsbericht hat zunächst einmal den Zweck, für weiterbehandelnde Ärzte die Prozeduren zu dokumentieren, die durchgeführt wurden. Darüber hinaus – nicht nur im Bereich der wahlärztlichen Leistungserbringung, sondern auch gegenüber anderen Kostenträgern – dient er der Begründung von Erstattungsansprüchen und nicht zuletzt zunehmend auch der Dokumentation, um einem vermeintlichen Anspruch bei vermuteten Behandlungsfehlern vorsorglich entgegenzuwirken.

Die Herausgeber haben eine Gruppe von 16 Autoren zusammengeführt, die in beispielhafter Weise ein Spektrum von Operationsberichten abgefasst haben, welche die gesamte Breite der Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie beinhalten. In vorbildlicher Weise werden Indikationen, Operationsvorbereitung, Beschreibung des intraoperativen Befundes und Besonderheiten der Durchführung des Eingriffes dargelegt, einschließlich detaillierter Angaben für das weitere Prozedere. Allgemeine Kapitel mit Negativbeispielen, Aspekten zur Verfassung des Operationsberichtes sowie die juristischen Aspekte des Operationsberichtes sind der Sammlung der Operationsberichte vorangestellt. Dabei wird auch noch einmal besonders betont, dass Standard-OP-Berichte zu vermeiden sind und davor gewarnt, diese Operationsberichte eins zu eins zu übernehmen.

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Das Buch ist nicht nur für Ärzte in der Weiterbildung, sondern durchaus auch für erfahrene Chirurgen zu empfehlen. Über Einzelheiten der technischen Durchführung einiger Eingriffe mag man unterschiedlicher Meinung sein; bezüglich der Empfehlung für das weitere Prozedere sollten bei der medikamentösen Therapie eher Generika als Handelsnamen verwendet werden. Insgesamt handelt es sich um ein Werk, das jedem operativ Tätigen in der Viszeral- und Gefäßchirurgie empfohlen werden kann.

Wolf Bechstein

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