ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2016Andrzej Batruch: Einsatz für bessere Versorgung in der Ukraine

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Andrzej Batruch: Einsatz für bessere Versorgung in der Ukraine

Dtsch Arztebl 2016; 113(21): A-1047 / B-879 / C-863

Spielberg, Petra

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Andrzej Batruch, Foto: privat

Die Karriere von Dr. med. Andrzej Batruch ist beispielhaft für die gelungene Integration eines Asylsuchenden in Deutschland. Ende 1983 kam der aus der Ukraine stammende Arzt als Asylsuchender nach München. Ein Jahr lang widmete er sich dem Studium der deutschen Sprache, bevor er Anfang 1985 eine Anstellung in der Kinderklinik „Im Borntal“ in Bad Sachsa im Harz fand. Nach Erwerb seines Facharztdiploms als Kinder- und Jugendarzt folgten der Aufstieg zum Oberarzt und im Jahr 1988 zum kommissarischen Chefarzt der Kinderklinik. Seit 1994 ist der 63-Jährige im friesischen Jever als Hausarzt niedergelassen.

Unmittelbar nach seiner Ankunft in München schloss sich Batruch der Ukrainischen Ärztevereinigung in Deutschland an. Hauptaufgabe des Vereins, der auf eine über 70-jährige Geschichte zurückblickt, ist die Unterstützung der Ukraine in allen medizinischen Belangen. 2006 übernahm der Kinderarzt das Amt des Präsidenten der Ärztevereinigung. Unter seiner Leitung entstanden regelmäßige Kontakte zur Bundes­ärzte­kammer, zur Kassenärztlichen Bundesvereinigung, zum Marburger Bund und zum Hartmannbund. „Unsere gemeinsamen Ziele sind unter anderem die Gründung einer vom Staat unabhängigen Ärztekammer und die Entwicklung einer kassenärztlichen Versorgung in der Ukraine“, so Batruch.

Die aktuelle Situation in der Ukraine wird auch Thema des Kongresses der World Federation of Ukrainian Medical Associations am 18. August in Berlin sein. Petra Spielberg

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