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Herr Reuther fasst in seinen einleitenden Worten die Ergebnisse unserer Untersuchung zusammen. Die Möglichkeiten, die die Aufstellung einer Kontrollgruppe für Studien unserer Art bietet, wie etwa die Aussagekraft weiter zu stärken, liegen auf der Hand. Wir kennen allerdings kaum (erwachsene) Patienten, die bereit sind, jahrelang Arbeitsausfälle und Schmerzen im Rahmen einer Randomisierung hinzunehmen. Richtigerweise erwähnt Herr Reuther, dass bei Kindern nach aktueller Studienlage sehr wohl eine abwartende Haltung bedenkenswert ist. Zum einen besteht für Erwachsene die kontroverse Diskussion hinsichtlich dieser Wait-and-see-Strategie nicht. Zum anderen waren Kinder nicht Gegenstand unserer Untersuchung. Somit wäre es auch verwirrend gewesen, die hierzu verfügbaren Studien in die Diskussion miteinzubeziehen. So sehen wir keinen Widerspruch zu den von Herrn Reuther genannten Studien. Die Möglichkeit, dass eine „Drop-out“-Rate einen Bias darstellen kann, haben wir im Abschnitt unter Limitationen genannt.

Herrn Guntinas-Lichius danken wir sehr für die Anregungen. Zur Idee des Respondervergleichs ist zu sagen, dass wir im Laufe der Entwicklung des Artikels die fehlenden Daten der Non-Responder mit einer Sensitivitiätsanalyse durch multiple Imputationen (statistische Verfahren, um fehlende Daten durch Antwortausfälle zu vervollständigen) ersetzt haben. Dabei zeigten sich die Analysen unter verschiedenen Bedingungen stabil. Wir sahen lediglich Altersunterschiede ohne sichtbaren Einfluss auf die Ergebnisse. Die nachträgliche Untersuchung des Serums ist aufgrund der Nichterreichbarkeit der Drop-out-Patienten mit einem Bias verbunden und daher nicht zielführend. Es bedürfte zudem einer neuen Ethikanfrage und Studienbeantragung. Autoren künftiger Studien zu diesem Thema sind sicherlich geneigt, diese Anregung von vorneherein in ihre Überlegungen aufzunehmen und – wie wir – dankbar für diesen Kommentar.

Wir unterstreichen an dieser Stelle die wichtige Idee, Prädiktoren in der Behandlung von Erkrankungen zu erfassen. Dadurch könnte die Anzahl an Patienten, die von einer Therapie nicht profitieren, reduziert werden. Hierzu bietet unsere Untersuchung tatsächlich keinen Wissenszuwachs.

DOI: 10.3238/arztebl.2016.0432

Dr. med. Götz Senska

Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Plastische Operationen

Marienhospital Gelsenkirchen GmbH

goetzsenska@arcor.de

Interessenkonflikt

Die Autoren aller Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Senska G, Atay H, Pütter C, Dost P: Long-term results from tonsillectomy in adults. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 849–55 VOLLTEXT
1.Senska G, Atay H, Pütter C, Dost P: Long-term results from tonsillectomy in adults. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 849–55 VOLLTEXT

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