ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2016Börsebius: Sternstunden am Aktienmarkt

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Börsebius: Sternstunden am Aktienmarkt

Dtsch Arztebl 2016; 113(25): A-1232 / B-1032 / C-1016

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Es ist ja mittlerweile ein alter Hut, dass mit Festgeld und Anleihen nichts mehr zu verdienen ist und Minuserträge möchte sicher keiner. Da ist und bleibt die Not groß und viele Börsianer trauen dem Braten auf den Aktienmärkten dieser Welt auch nicht mehr so recht. Was denn bloß kaufen, jetzt noch, bei diesen Kursen?

In solchen Situationen ruft der, der nicht in zweifelhaften Angeboten des grauen Kapitalmarktes versumpfen will, nach fundiertem Sachverstand. Nicht selten gerät man dennoch an den Falschen (wie etwa an seltsame Börsenbriefe) oder an nur scheinbar Kompetente (wie so mancher Bücherschreiber in Sachen „schnell reich werden kein Problem“). Auch die Zuflucht zu den Aktientipps der Banken ist keine gute Idee, sind sie oft genug gruselig schlecht im Timing, was durchaus auch für gut besprochene Aktien selbst in renommierten Wirtschaftszeitungen gilt. Böse, böse.

Doch Verzweiflung ist nicht angebracht. Es gibt durchaus den einen oder anderen guten Weg, kommende Sterne am Aktienmarkt zu erahnen. Einer davon ist sicher der, das zu tun, was Insider tun. Es ist ziemlich einleuchtend und auch naheliegend, dass Vorstände und Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften, wenn sie Aktien ihres eigenen Unternehmens kaufen, schlichtweg mehr wissen als der Markt.

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Die Vorstände von Bayer etwa haben sich in den letzten Tagen dermaßen viele Aktien des Leverkusener Konzerns gekauft, dass ich langsam von meiner Meinung abrücke, der geplante Kauf von Monsanto wäre nicht gut für Bayer. Ähnlich große Deals laufen im Moment übrigens bei Merck und Rhön-Klinikum. Woher ich das alles weiß? Ich studiere regelmäßig die sogenannten „Directors Dealings“, also die Insiderkäufe von denen, die es wissen müssten. Und sie können das auch. Sie müssen bloß bei www.bafin.de nachlesen, was die Insider so tun. 

Doch Achtung. Nicht jeder hat das Zeug zum Börsenstar, selbst wenn positive Kaufargumente überwiegen. Da alles mit allem zusammenhängt und nichts so sicher ist wie die Unsicherheit, kann aus einem vermeintlichen Börsenstern auch mal eine Sternschnuppe werden. Jederzeit und immer wieder.

Börsebius-Telefonberatung „rund ums Geld“

Wie an jedem ersten Samstag des Monats, können Sie auch am 2. Juli 2016 in der Zeit von 9 bis 13 Uhr Börsebius (Diplom-Ökonom Reinhold Rombach) anrufen (0221 985480-20).

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