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Erika Franke: Erste Frau im Rang eines Zwei-Sterne-Generals

Dtsch Arztebl 2016; 113(26): A-1271 / B-1065 / C-1049

Spielberg, Petra

Erika Franke, Foto: Sanitätsdienst Bundeswehr
Erika Franke, Foto: Sanitätsdienst Bundeswehr

„Ich bin stolz darauf, was ich in den vergangenen 26 Jahren bei der Bundeswehr erreicht habe. Und ich bin mir bewusst, dass das keine Selbstverständlichkeit war.“ Mit diesen bescheidenen Worten kommentiert Dr. med. Erika Franke ihr Ausscheiden aus der Bundeswehr. Immerhin hat die 62-Jährige als erste Frau in der Bundeswehr den Rang eines Zwei-Sterne-Generals bekleidet und war zugleich die zweite Frau überhaupt im Generalsrang der Bundeswehr.

Franke, Jahrgang 1954, studierte nach dem Abitur Humanmedizin im damaligen Ostberlin. Seit 1979 war sie beim Krankenhaus der Volkspolizei tätig. Nach der Übernahme durch die Bundeswehr wurde Franke als Oberfeldarzt in den Sanitätsdienst übernommen. Bis 2001 leitete sie die Laborabteilung I – Medizin im Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Berlin und fungierte zugleich als Stellvertreterin des Institutsleiters. Zweimal war sie in dieser Zeit im Auslandseinsatz auf dem Balkan. Nach verschiedenen Führungsverwendungen, unter anderem am Sanitätsamt der Bundeswehr und im Einsatzführungskommando, wurde Franke im Juli 2013 Kommandeurin der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München.

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„Man braucht manchmal ein dickes Fell und darf nicht aufstecken“, so Franke zu ihrer Zeit in der Männerdomäne Bundeswehr. Trotz ihres hohen Ranges in den Reihen der Streitkräfte war es für sie stets zugleich wichtiger, den Leuten ins Gesicht zu schauen und nicht auf die Schulter. Doch bei aller Kameradschaft ist sie froh, nun endlich mehr Zeit für ihre Familie zu haben. Petra Spielberg

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