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Wolfgang Oelkers: Verdienste um die Endokrinologie

Dtsch Arztebl 2016; 113(27-28): A-1323 / B-1113 / C-1093

Spielberg, Petra

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Wolfgang Oelkers, Foto: privat
Wolfgang Oelkers, Foto: privat

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hat Prof. Dr. med. Wolfgang Oelkers, Berlin, im Rahmen ihres Jahreskongresses in München kürzlich in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um die deutsche Endokrinologie zu ihrem Ehrenmitglied ernannt. Nach Studium in Halle, Berlin, Wien, München und Hamburg (dort Promotion 1960) war Oelkers drei Jahre wissenschaftlicher Assistent am Physiologisch-Chemischen Institut der FU Berlin. Als Student war er Stipendiat und später Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Danach Facharztausbildung für Innere Medizin mit Endokrinologie an der FUB. Nach Habilitation über das Renin-Angiotensin-System bei Hypertonikern folgte Oelkers 1970 der Einladung zu einem Sabbatical an ein Forschungsinstitut des britischen Medical Research Council an der Universität Glasgow.

1971 Ernennung zum Professor an der FUB und Aufbau, zusammen mit Kollegen, einer Abteilung für Innere Medizin mit Schwerpunkt Endokrinologie am Klinikum Steglitz (später: Benjamin Franklin) der FUB. Dort baute der heute 80-Jährige eine Forschergruppe auf, die Arbeiten zur Nebennieren-Physiologie, zu Nebennierenerkrankungen, zur endokrinen Hypertonie, zu endokrin verursachten Elektrolytstörungen und zu unerwünschten Wirkungen hormonaler Kontrazeptiva durchgeführt hat.

Sein wichtigster Beitrag zur klinischen Endokrinologie ist vermutlich eine einheitliche Theorie zur Funktion und Bewertung aller Hormontests bei Nebenniereninsuffizienz auf der Basis von dynamischen Messungen von ACTH und Cortisol. Petra Spielberg

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