ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2016Ambulante Psychotherapie: Mehr Therapiestunden in Jobsharing-Praxen

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Ambulante Psychotherapie: Mehr Therapiestunden in Jobsharing-Praxen

PP 15, Ausgabe Juli 2016, Seite 293

Bühring, Petra

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Psychotherapeutische Praxen mit unterdurchschnittlichem Praxisumfang dürfen ihren Umsatz durch Jobsharing künftig auf den Fachgruppendurchschnitt zuzüglich 25 Prozent ausweiten. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) durch eine entsprechende Änderung in der Bedarfsplanungs-Richtlinie am 16. Juni beschlossen.

Vertragsärzte und -psychotherapeuten, die sich in einem überversorgten Planungsbereich einen Arztsitz teilen (Jobsharing), dürfen bislang den Leistungsumfang ihrer Praxis nur um maximal drei Prozent der bisherigen Leistungen erhöhen. Diese Begrenzung soll es nach dem Beschluss des G-BA künftig nicht mehr für Praxen geben, deren Praxisumfang unterdurchschnittlich ist. Demnach können alle Jobsharing-Praxen ihren Umsatz künftig bis zum Fachgruppendurchschnitt steigern; für psychotherapeutische Praxen sind ausnahmsweise aber zusätzlich 25 Prozent möglich. Die Regelungen gelten nicht nur für Jobsharer, sondern auch für Angestellte mit Leistungsbeschränkung.

Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) begrüßte den Beschluss: „Dadurch können zusätzliche Behandlungsplätze geschaffen und Wartezeiten verringert werden“, sagte Präsident Dr. rer. nat. Dietrich Munz.

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Der G-BA setzt mit der Neuregelung in der Bedarfsplanungs-Richtlinie einen gesetzlichen Auftrag aus dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz um. Hintergrund ist die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts. Demzufolge müssen Vertragsärzte mit unterdurchschnittlichem Leistungsumfang die Möglichkeit haben, ihren Praxisumfang auf den Durchschnitt ihrer Fachgruppe zu steigern. PB

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