ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2016Bundestag: Grünes Licht für Transplantationsregister

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Bundestag: Grünes Licht für Transplantationsregister

Richter-Kuhlmann, Eva

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Im Register erfasst wird nur, wer der Datennutzung ausdrücklich zustimmt. Foto: dpa
Im Register erfasst wird nur, wer der Datennutzung ausdrücklich zustimmt. Foto: dpa

Künftig werden alle Daten von Organspendern und -empfängern zentral gebündelt und miteinander verknüpft – von der Organentnahme bis zur Nachbetreuung nach einer Transplantation. Der Bundestag schaffte die Rechtsgrundlage für die Einrichtung eines bundesweiten Transplantationsregisters. Es soll für eine Datenbasis sorgen, um die Versorgung zu verbessern und die Transparenz zu erhöhen. GKV-Spitzenverband, Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Deutsche Krankenhausgesellschaft sind nun beauftragt, eine Transplantationsregisterstelle sowie eine Vertrauensstelle im Einvernehmen mit dem Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung einzurichten. Die Daten der Empfänger und der lebenden Spender sollen dort jedoch nur mit deren ausdrücklicher Einwilligung gespeichert werden. Experten – unter anderem die BÄK– hatten beklagt, dass dadurch Lücken in den ohnehin kleinen Datensätzen auftauchen könnten. Aus Sicht der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) sei besonders problematisch, dass die Einwilligung in die Transplantation nicht mit der Einwilligung zur Datenweitergabe an das Register verknüpft wurde, sagte DTG-Präsident Prof. Dr. med. Björn Nashan. Gehör fanden Bedenken der Ärzte bezüglich der bereits vorhandenen Datensätze, die zunächst nicht in das Register einfließen sollten. Nun werden transplantationsmedizinische Daten, die seit 2006 erhoben worden sind, auch übermittelt. ER

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