ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2016Wirksamkeit von Zielvereinbarungen in der kardiologischen Rehabilitation

MEDIZIN: Originalarbeit

Wirksamkeit von Zielvereinbarungen in der kardiologischen Rehabilitation

Eine genderspezifische randomisierte kontrollierte Studie

The efficacy of goal setting in cardiac rehabilitation — a gender-specific randomized controlled trial

Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 525-31; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0525

Stamm-Balderjahn, Sabine; Brünger, Martin; Michel, Anne; Bongarth, Christa; Spyra, Karla

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Hintergrund: Bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung reduzieren sich während einer Rehabilitationsmaßnahme kardiovaskuläre Risikofaktoren. Diese positiven Effekte gehen jedoch im Langzeitverlauf häufig wieder verloren, und es ist unklar, ob es hierbei geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Es wird untersucht, ob die Vereinbarung von genderspezifischen Verhaltenszielen zwischen Arzt und Patient am Ende der Rehabilitationsmaßnahme die positiven Effekte erhalten kann.

Methoden: Die Studie im Mixed-Method-Design umfasste qualitative Interviews und Gruppendiskussionen mit Patienten, Behandlern und Wissenschaftlern. Quantitativ wurde eine randomisierte kontrollierte Interventionsstudie mit einem Vierpunkterhebungsdesign (Beginn, Ende der Rehabilitationsmaßnahme sowie 6 und 12 Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme) durchgeführt. Eingeschlossen wurden 545 Patienten, davon 262 (48,1 %) Frauen. Die Patienten wurden einer Zielüberprüfungsgruppe (n = 132), einer Zielvereinbarungsgruppe (n = 143) und einer Kontrollgruppe (n = 270) zugeordnet. Primäre Zielgrößen waren Gesundheitsverhalten (Bewegung, Ernährung, Tabakkonsum), subjektiver Gesundheitszustand und Medikamentenadhärenz. Sekundäre Ergebnisparameter umfassten physiologische Schutz- und Risikofaktoren, wie Blutdruck, Gesamt-, HDL- und LDL-Cholesterin, Blutzucker, HbA1c und Body-Mass-Index.

Ergebnisse: Interventionseffekte waren weder bei den primären noch sekundären Zielgrößen nachweisbar. Die Raucherquote reduzierte sich gruppenübergreifend von 12,4 % (Beginn der Rehabilitationsmaßnahme) auf 8,6 % (12 Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme) (p < 0,05). Im gesamten Zeitverlauf der Studie verbesserten sich zudem das Bewegungs- und Ernährungsverhalten sowie der subjektive Gesundheitszustand. Frauen ernährten sich gesünder als Männer. Subgruppenanalysen gaben Hinweise auf einen möglichen Interventionseffekt beim Bewegungsverhalten von berufstätigen Frauen und nicht berufstätigen Männern (p < 0,01).

Schlussfolgerung: Die Wirksamkeit von Zielvereinbarungen konnte nicht gezeigt werden. Ein Transfer in die Regelversorgung lässt sich daher nicht ableiten.

LNSLNS

Erkrankungen des Kreislaufsystems sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. Deren Anteil an den Gesamttodesursachen lag im Jahr 2014 bei 38,9 %, wobei die koronare Herzkrankheit (KHK) die wichtigste spezifische Todesursachengruppe war (1).

Von grundlegender Bedeutung sind deshalb unter anderem Maßnahmen der Sekundär-Prävention, die nach erfolgreicher Therapie eines Herzinfarktes ein weiteres koronares Ereignis vermeiden sollen. Es ist bekannt, dass es im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung (Phase II) zu einer Senkung kardiovaskulärer Risikofaktoren kommt (2, 3). Diese positiven Effekte gehen allerdings in der Phase III der Rehabilitation, die eine lebenslange Nachsorge am Wohnort umfasst, häufig wieder verloren. Um die Nachhaltigkeit von kardialen Rehabilitationsmaßnahmen zu sichern, eignen sich längerfristig angelegte Nachsorgeprogramme, die in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Konzepten durchgeführt wurden. Darin geht es vorwiegend um die Stabilisierung der körperlichen Leistungsfähigkeit und die Reduktion verhaltensbezogener Risikofaktoren (zum Beispiel Rauchen) (413).

Um gesundheitsförderndes Verhalten zu verstetigen, kann die Vereinbarung von Zielen ein nützliches Instrument sein, das sich aber in der Rehabilitationspraxis noch nicht ausreichend etabliert hat und über dessen Wirksamkeit bisher nur wenig bekannt ist. Darüber hinaus besteht erheblicher Forschungsbedarf, welche genderspezifischen Elemente einen sekundärpräventiven Nutzen für Rehabilitanden haben können (14).

Es sollte eine Intervention entwickelt, implementiert und evaluiert werden, bei der Ziele im Hinblick auf behaviorale (körperliche Aktivität, Ernährung, Tabakkonsum) und physiologische (Hyperlipidämie, Hypertonie, Diabetes mellitus, Körpergewicht) Risiko- und Schutzfaktoren zwischen Rehabilitand und Arzt am Ende der Rehabilitationsmaßnahme vereinbart und drei Monate danach überprüft werden. Primäre Zielgrößen waren Bewegungs- und Ernährungsverhalten, Tabakkonsum, subjektiver Gesundheitszustand und Medikamentenadhärenz. Als sekundäre Ergebnisparameter wurden physiologische Schutz- und Risikofaktoren (systolischer und diastolischer Blutdruck, Gesamt-, HDL- und LDL-Cholesterin, Blutzucker, HbA1c und Body-Mass-Index) erhoben. Geschlechtsspezifische Zielvorstellungen wurden exploriert und der Einfluss von Zielvereinbarungen auf das Gesundheitsverhalten und Risikoprofil überprüft.

Methode

Es handelte sich um eine Mixed-Methods-Studie (15). In der qualitativen Studienphase wurden leitfadengestützte Interviews und Gruppendiskussionen mit Patienten und medizinischen Experten zur Identifikation von Zielvorstellungen durchgeführt. Zur Überprüfung der Hypothese, ob Zielvereinbarungen einen positiven Einfluss auf das Gesundheitsverhalten haben, erfolgte anschließend eine randomisierte kontrollierte Interventionsstudie mit vier Messzeitpunkten (Beginn [T1] und Ende [T2] sowie sechs [T3] und zwölf Monate [T4] nach Abschluss der Rehabilitationsmaßnahme). Es wurden 545 Patienten (48,1 % weiblich) eingeschlossen und in drei Studiengruppen randomisiert verteilt: Zielüberprüfungsgruppe „IGa“ (n = 132), in der mit den Patienten ein Zielvereinbarungsgespräch am Ende und ein Zielüberprüfungsgespräch drei Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme geführt wurde, Zielvereinbarungsgruppe „IGb“ (n = 143), in der am Ende der Rehabilitationsmaßnahme ein Zielvereinbarungsgespräch geführt wurde, und Kontrollgruppe „KG“ (n = 270), in der die Patienten die Routinebehandlung erhielten (Grafik 1). Die Methoden werden detailliert online im eMethodenteil beschrieben.

Studiendesign
Studiendesign
Grafik 1
Studiendesign

Die Studie („CARO-PRE II“) wurde von der Ethikkommission der Charité – Universitätsmedizin Berlin (EA1/056/11) genehmigt und beim Deutschen Register Klinischer Studien (DRKS00003568) registriert. Sie wurde in der Zeit von Januar 2011 bis Dezember 2014 durchgeführt.

Als primäre Endpunkte wurden die Änderung von körperlicher Aktivität, Ernährungsverhalten, Nikotinkonsum, subjektivem Gesundheitszustand und Medikamentenadhärenz im Zeitverlauf definiert. Körperliche Aktivität wurde mit dem Erhebungsinstrument von Singer und Wagner operationalisiert (16), Ernährungsverhalten mit der „food frequency list“ von Winkler und Döring (17). Zur Beurteilung des aktuellen subjektiven Gesundheitszustandes wurde die visuelle Analogskala (EQ-VAS) eingesetzt, die Bestandteil des EuroQol-Fragebogens ist (18). Die Erfassung des Einnahmeverhaltens der ärztlich verordneten Medikamente (Medikamentenadhärenz) erfolgte mit dem Morisky-Score (19). Zur Erfassung des Rauchverhaltens wurde der aktuelle Status (Raucher, Nichtraucher) erhoben.

Es wurde eine Intervention mit folgenden Elementen entwickelt:

  • Zielvereinbarung am Ende der Rehabilitationsmaßnahme: Erarbeitung und Dokumentation von Zielen behavioraler und physiologischer Schutz- und Risikofaktoren durch Arzt und Patient
  • Zielüberprüfung drei Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme: Reflexion über Einhaltung der Ziele und Unterstützung, wenn Schwierigkeiten bei der Umsetzung auftraten
  • Patienteninformationsbroschüre mit krankheitsspezifischen Informationen
  • Patientenpass zur Dokumentation der Messwerte für die physiologischen Schutz- und Risikofaktoren
  • Manual für Ärzte zur standardisierten Gesprächsführung für Zielvereinbarung und Zielüberprüfung.

Die drei Studiengruppen wurden mit Hilfe von Latent- Change-Modellen in Bezug auf die beschriebenen Endpunkte analysiert (20). Das Signifikanzniveau wurde nach Bonferroni-Korrektur wegen multiplen statistischen Testens für die primären Endpunkte auf α = 0,01 festgelegt.

Ergebnisse

Qualitative Studienphase

Die Auswertung der mit 20 Rehabilitanden geführten Interviews ergab, dass Männer und Frauen sich grundsätzlich nicht wesentlich unterschieden in der Gesamtanzahl der Verhaltensziele (im Mittel je 7 Ziele). Jedoch unterschieden sich die Inhalte der von ihnen genannten Ziele für die Zeit nach der Rehabilitation.

Männliche Rehabilitanden setzten sich vor allem Ziele im Bereich der körperlichen Aktivität (56 %), gefolgt von Zielen innerhalb des Berufslebens (18 %) und der Ernährung (16 %). Weibliche Rehabilitanden nannten im Bereich der körperlichen Aktivität nur halb so viele Ziele wie männliche. Neben körperlicher Aktivität (27 %) war für Frauen Ernährungsumstellung das zweitwichtigste Ziel (25 %), gefolgt von Zielen für das Berufsleben (22 %). Zwei Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme hatten Frauen von ihren Zielen 74 % und Männer 57 % umgesetzt (21). Die Analyse der Experteninterviews und Gruppendiskussionen legte einen Unterstützungsbedarf bei Frauen hinsichtlich ihrer körperlichen Aktivität und bei Männern einer gesünderen Ernährungsweise nahe.

Quantitative Studienphase

Baseline-Analysen – In die Analyse der Baseline-Daten gingen 545 Patienten ein, davon waren 283 (51,9 %) männlich und 262 (48,1 %) weiblich. In stationären Rehabilitationseinrichtungen wurden 309 (56,7 %) und in ambulanten Einrichtungen 236 (43,3 %) Patienten behandelt. Wesentliche soziodemografische, krankheits- und verhaltensbezogene Patientenmerkmale der drei Studiengruppen zeigt Tabelle 1. Bei allen untersuchten Variablen bestanden keine signifikanten Gruppenunterschiede. Somit können die drei Studienarme als ausbalanciert gelten. Tabelle 2 vergleicht die Geschlechter hinsichtlich des Gesundheitsverhaltens und Gesundheitszustandes sowie der physiologischen Schutz- und Risikofaktoren. Frauen ernährten sich gesünder, rauchten seltener und nahmen ihren Gesundheitszustand schlechter wahr als Männer; bei ihnen wurden höhere Werte des Gesamt-, LDL- und HDL-Cholesterins gemessen.

Baseline-Charakteristika (T1) der Studiengruppen
Baseline-Charakteristika (T1) der Studiengruppen
Tabelle 1
Baseline-Charakteristika (T1) der Studiengruppen
Baseline-Charakteristika (T1) – geschlechtsspezifischer Vergleich des Gesundheitsverhaltens, des Gesundheitszustandes und der Schutz- und Risikofaktoren
Baseline-Charakteristika (T1) – geschlechtsspezifischer Vergleich des Gesundheitsverhaltens, des Gesundheitszustandes und der Schutz- und Risikofaktoren
Tabelle 2
Baseline-Charakteristika (T1) – geschlechtsspezifischer Vergleich des Gesundheitsverhaltens, des Gesundheitszustandes und der Schutz- und Risikofaktoren

Datenrücklauf – Die Rücklaufquote der Fragebögen betrug zu T1 98 % (n = 534), zu T2 96 % (n = 523), zu T3 82,9 % (n = 452) und zu T4 77,2 % (n = 421). Im Hinblick auf die Studiengruppenzugehörigkeit der ausgeschiedenen Studienteilnehmer ergaben sich keine bedeutsamen Unterschiede (p = 0,19). Grafik 2 zeigt das Flussdiagramm zu den Studienteilnehmern.

Flussdiagramm
Flussdiagramm
Grafik 2
Flussdiagramm

Follow-up-Analysen – Für die primären Zielgrößen körperliche Aktivität (Bewegungsverhalten), Ernährungsverhalten, aktueller subjektiver Gesundheitszustand und Medikamentenadhärenz waren keine Interventionseffekte nachweisbar (Tabelle 3, eTabelle 1). Im Hinblick auf die Veränderungen des Rauchstatus konnten wegen der geringen Anzahl von Rauchern keine Modellberechnungen vorgenommen werden, somit sind diesbezügliche Aussagen zur Wirksamkeit der Intervention nicht möglich.

Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesund heitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesund heitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Tabelle 3
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesund heitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesundheitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesundheitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
eTabelle 1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesundheitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1

Das Bewegungsverhalten im Alltag nahm innerhalb des gesamten Beobachtungszeitraumes in allen Studiengruppen zu.

Ebenfalls über den gesamten Zeitverlauf und in allen drei Studiengruppen verbesserten sich das Ernährungsverhalten und der subjektive Gesundheitszustand. Bei der Medikamentenadhärenz zeigte sich zwischen T3 und T4 keine wesentliche Änderung in den Studiengruppen.

Die Raucherquote reduzierte sich gruppenübergreifend von 12,4 % (n = 66) zu T1 auf 8,6 % (n = 36) zu T4 (χ= 5,74, p = 0,017, df = 1) (Daten nicht ausgewiesen).

Auch bei den sekundären Zielgrößen (Blutdruck, Blutzucker, Gesamt-, LDL- und HDL-Cholesterin, HbA1c-Wert und Body-mass-Index) konnten im Zeitverlauf keine Interventionseffekte beobachtet werden.

Die Werte des Gesamtcholesterins nahmen während der Rehabilitationsmaßnahme (T1 zu T2) in allen Studiengruppen bedeutsam ab (p < 0,001). Sie stiegen nach Beendigung der Rehabilitationsmaßnahme wieder an, blieben aber immer unterhalb des Ausgangsniveaus von T1. Bei der Entwicklung des Gesamtcholesterins zeigten sich zwischen den Geschlechtern bedeutsame Unterschiede (χ= 41,09, p < 0,001, df = 12). Diese resultierten vor allem aus den bereits zu T1 vorliegenden höheren Werten bei Frauen. Auch LDL-Cholesterin reduzierte sich während der Rehabilitation in allen Studiengruppen (p < 0,001). Anschließend stieg LDL wieder an, blieb jedoch auch zu T4 unterhalb des Niveaus von T1. Die Werte des HDL-Cholesterins stiegen in allen drei Studiengruppen nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme an. Zu T4 lagen sie bedeutsam über dem Ausgangsniveau (p < 0,001). Zwischen den Geschlechtern gab es bedeutsame Unterschiede (χ= 104,54, p < 0,001, df = 12). Die HDL-Werte lagen zu allen Messzeitpunkten höher als bei Männern und resultierten aus dem höheren Ausgangsniveau bei Frauen (Daten nicht ausgewiesen).

Subgruppenanalysen – Beim Vergleich der Geschlechter hinsichtlich der primären Endpunkte zeigten sich in Subgruppenanalysen geschlechtsspezifische Unterschiede. Bei berufstätigen Frauen (n = 100) gab es Hinweise für mögliche Interventionseffekte auf die körperliche Aktivität, wenn sie an einer Herzgruppe teilgenommen hatten. Zudem zeigten Frauen der IGb ein verbessertes Bewegungsverhalten im Alltag zu T4 (eTabelle 2). Bei den nichtberufstätigen Männern fanden sich Hinweise für ein besseres Bewegungsverhalten zu T4 (IGa und IGb) (eTabelle 3).

Bewegungsverhalten von berufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
Bewegungsverhalten von berufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
eTabelle 2
Bewegungsverhalten von berufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
Bewegungsverhalten von nichtberufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
Bewegungsverhalten von nichtberufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
eTabelle 3
Bewegungsverhalten von nichtberufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht

Beim Ernährungsverhalten unterschieden sich Frauen und Männer zu allen Messzeitpunkten deutlich (χ= 58,57, p < 0,001, df = 9). Frauen ernährten sich besser als Männer. Beim subjektiv wahrgenommenen Gesundheitszustand sowie bei der Medikamentenadhärenz zeigten sich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede (χ= 8,95, p = 0,44, df = 9 resp. χ= 4,07, p = 0,67, df = 6) im Zeitverlauf (Daten nicht ausgewiesen).

Diskussion

In der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, ob die Vereinbarung von Zielen zwischen Rehabilitanden mit koronaren Herzkrankheiten und ihren behandelnden Ärzten am Ende der Rehabilitationsmaßnahme einen Einfluss auf die kardialen Risikofaktoren in der Phase-III-Rehabilitation hat.

Im Hinblick auf die primären Zielgrößen körperliche Aktivität, Ernährung, Tabakkonsum, subjektiver Gesundheitszustand und Medikamentenadhärenz sowie die sekundären Ergebnisparameter (physiologische Schutz- und Risikofaktoren) waren zwischen den drei Studiengruppen keine Unterschiede nachweisbar. Zwar verbesserten sich die Risikofaktoren Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Rauchen im gesamten Zeitverlauf, jedoch ohne nachweislichen Nutzen der durchgeführten Interventionsmaßnahme. Die Raucherquote verringerte sich studiengruppenübergreifend von initial 12,4 % auf 8,6 % nach einem Jahr.

In explorativen Subgruppenanalysen zeigten sich Hinweise auf positive Effekte (etwa 0,3 Punkte) im Hinblick auf die Verbesserung des Bewegungsverhaltens im Alltag. Diese Effekte sind als geringfügig zu interpretieren (22). Insbesondere berufstätige Frauen konnten ihre körperlichen Aktivitäten steigern. Darüber hinaus hatte die Teilnahme an einer Herzgruppe einen positiven Einfluss auf das Bewegungsverhalten von Frauen. Auch bei den nichtberufstätigen Rehabilitanden zeigte sich ein geschlechtsspezifischer Subgruppeneffekt. Hier konnten Männer ihre körperliche Aktivität verbessern. Der Hintergrund dieser Beobachtung könnte sein, dass nichtberufstätige Männer die während des Zielvereinbarungs- und des Zielüberprüfungsgesprächs gegebenen Hinweise über die Wichtigkeit körperlichen Trainings stark internalisieren und dann auch umsetzen.

In den letzten Jahren sind zahlreiche Interventionsmaßnahmen zur Reduzierung bestehender Risikofaktoren in der Phase-III-Rehabilitation durchgeführt worden (413). Selbstregulierungstechniken, wie die Vereinbarung von verhaltensbezogenen Zielen, Selbstkontrolle, Zeitplanung sowie Feedbacktechniken, können hierfür ein wirksames Instrument darstellen (2325). In der vorliegenden Studie wurde ein komplexer Ansatz verfolgt, Ziele für behaviorale und physiologische Schutz- und Risikofaktoren im Rehabilitationssetting zu vereinbaren, schriftlich zu dokumentieren und drei Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme noch einmal aufzufrischen. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Berücksichtigung von genderspezifischen Aspekten. Wirksamkeitsstudien mit einem solchen Konzept sind bisher in der Literatur nicht beschrieben worden, ein Ergebnisvergleich ist deshalb nicht möglich. Zumindest für den Bereich der körperlichen Aktivität konnte in einer internationalen Übersichtsarbeit von Ferrier et al. (26) gezeigt werden, dass ein kooperativer Ansatz zwischen Therapeuten und kardiologischen Rehabilitanden, bei dem spezifische Zielsetzungen innerhalb eines motivierenden Gespräches formuliert werden, effektiv ist. In der vorliegenden Studie konnte dieser Effekt jedoch nicht bestätigt werden.

Limitationen

Bei der Studiendurchführung war es in den meisten Einrichtungen nicht möglich, separat einen Arzt für Interventionsgruppenteilnehmer und einen anderen für Kontrollgruppenteilnehmer einzusetzen. Da die Zielvereinbarungen innerhalb des Entlassungsgesprächs getroffen wurden, ist eine Treatment-Diffusion möglich, von der die Rehabilitanden der Kontrollgruppe profitiert haben könnten. Die Effekte der Interventionsmaßnahme würden demzufolge eher unterschätzt. Da die Erhebung der Befragungsdaten auf Selbstauskünften der Rehabilitanden basiert, ist sozial erwünschtes Antwortverhalten nicht auszuschließen. Dies würde allerdings alle drei Studienarme betreffen und daher die gruppenvergleichenden Ergebnisse nicht systematisch verzerren. Wie bei allen Interventionsstudien ist zu berücksichtigen, dass die Fallzahlkalkulation nur auf die primären Endpunkte ausgerichtet war. Analysen von sekundären Endpunkten beziehungsweise Subgruppen sind als explorativ zu verstehen und bedürfen der Bestätigung in konfirmatorischen Studien. Limitierend ist auch, dass keine Daten zu Mortalität oder weiteren kardialen Ereignissen erhoben wurden.

Fazit

Die Wirksamkeit der vorgestellten Intervention, bei der Zielvereinbarungen am Ende einer Rehabilitationsmaßnahme zwischen Patienten und Ärzten getroffen und drei Monate danach noch einmal aufgefrischt wurden, konnte im Hinblick auf die primären und sekundären Zielgrößen nicht nachgewiesen werden. Den Hinweisen für einen möglichen positiven Einfluss auf das Bewegungsverhalten von berufstätigen Frauen und nichtberufstätigen Männern müsste in weiteren Studien nachgegangen werden. Eine Implementation dieses Konzepts in den Versorgungsalltag lässt sich aus den Ergebnissen nicht ableiten.

Danksagung
Unser besonderer Dank gilt den Ärzten und ihren Patienten, die an der quantitativen Studienphase beteiligt waren: Dr. med. Christoph Altmann (MEDIAN Gesundheitspark Bad Gottleuba), Dr. med. Hildegard Bollwein (ehemals Klinik Höhenried, Bernried), Volkmar Dietzel (MEDIAN Gesundheitspark Bad Gottleuba), Dr. med. Waltraud Fahrig (ehemals Ambulantes Rehabilitationszentrum Hubertus, Berlin), Dr. med. Hermann Fischer (Zentrum für ambulante Rehabilitation Herz & Kreislauf, Dresden), Dr. med. Stefan Grosche (Klinikzentrum Mühlengrund, Bad Wildungen), Dr. med. Heike Hafemann-Gietzen (ehemals Frankenklinik Campus Bad Neustadt), Annett Hlousek (MEDIAN Gesundheitspark Bad Gottleuba), Dr. med. Britta Humann (herzhaus Berlin), Dr. med. Ute Kober (Klinikzentrum Mühlengrund, Bad Wildungen), Diethelm Neetz (ehemals RehaCentrum Hamburg), Dr. med. Sabine Nitsche (Rehazentrum Westend, Berlin), Dr. med. Sieglinde Spörl-Dönch (Frankenklinik Campus Bad Neustadt). Während der qualitativen Studienphase wurden wir von Patienten und Mitarbeitern folgender Einrichtungen unterstützt, bei denen wir uns bedanken: Reha-Zentrum Seehof, Teltow; Vivantes Rehabilitation GmbH, Berlin; Strandklinik Boltenhagen; herzhaus, Berlin; Ambulantes Rehabilitationszentrum Hubertus, Berlin; MEDIAN Gesundheitspark, Bad Gottleuba; Rehazentrum Rankestraße, Berlin; Zentrum für ambulante Rehabilitation Herz & Kreislauf, Dresden.

Förderung
Die Studie wurde durch die Deutsche Rentenversicherung Bund gefördert (Förderkennzeichen 0421-FSCP-Z100).

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 10. 12. 2015, revidierte Fassung angenommen: 18. 4. 2016

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Sabine Stamm-Balderjahn, MPH
Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 13 A, 10117 Berlin
sabine.stamm-balderjahn@charite.de

Zitierweise
Stamm-Balderjahn S, Brünger M, Michel A, Bongarth C, Spyra K:
The efficacy of goal setting in cardiac rehabilitation—a gender-specific randomized controlled trial. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 525–31. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0525

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3116 oder über QR-Code

eMethodenteil, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/16m0525 oder über QR-Code

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Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Charité – Universitätsmedizin, Berlin: Dr. med. Stamm-Balderjahn, MPH; Martin Brünger, MPH; Anne Michel, Prof. Dr. phil. Spyra
Klinik Höhenried, Rehabilitationszentrum am Starnberger See, Bernried: Dr. med. Bongarth
Studiendesign
Studiendesign
Grafik 1
Studiendesign
Flussdiagramm
Flussdiagramm
Grafik 2
Flussdiagramm
Baseline-Charakteristika (T1) der Studiengruppen
Baseline-Charakteristika (T1) der Studiengruppen
Tabelle 1
Baseline-Charakteristika (T1) der Studiengruppen
Baseline-Charakteristika (T1) – geschlechtsspezifischer Vergleich des Gesundheitsverhaltens, des Gesundheitszustandes und der Schutz- und Risikofaktoren
Baseline-Charakteristika (T1) – geschlechtsspezifischer Vergleich des Gesundheitsverhaltens, des Gesundheitszustandes und der Schutz- und Risikofaktoren
Tabelle 2
Baseline-Charakteristika (T1) – geschlechtsspezifischer Vergleich des Gesundheitsverhaltens, des Gesundheitszustandes und der Schutz- und Risikofaktoren
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesund heitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesund heitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Tabelle 3
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesund heitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesundheitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesundheitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
eTabelle 1
Primäre Endpunkte (Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, Gesundheitszustand, Medikamentenadhärenz) nach Studiengruppen*1
Bewegungsverhalten von berufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
Bewegungsverhalten von berufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
eTabelle 2
Bewegungsverhalten von berufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
Bewegungsverhalten von nichtberufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
Bewegungsverhalten von nichtberufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
eTabelle 3
Bewegungsverhalten von nichtberufstätigen Rehabilitanden gruppiert nach Geschlecht
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Avatar #662030
Sabine Stamm-Balderjahn
am Dienstag, 9. August 2016, 22:09

eMethoden-Teil

Den eMethoden-Teil finden Sie in der PDF-Version oder im ePaper des Artikels.
Avatar #715733
TBehrens
am Dienstag, 9. August 2016, 16:53

emethodenteil

..wurde im Artikel erwähnt, konnte ich leider nicht finden

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