ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2016Peter Wüst: Patientenschutzbeauftragter in Niedersachsen

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Peter Wüst: Patientenschutzbeauftragter in Niedersachsen

Dtsch Arztebl 2016; 113(33-34): A-1503 / B-1267 / C-1247

Beerheide, Rebecca

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Peter Wüst. Foto: Land Niedersachsen
Peter Wüst. Foto: Land Niedersachsen

Das Land Niedersachsen hat als Landesbeauftragten für Patientenschutz den Mediziner Dr. med. Peter Wüst ernannt. Damit reagiert das Landessozialministerium unter Ministerin Cornelia Rundt (SPD) auch auf die Patientenmorde des Pflegers Nils H. in Delmenhorst und Oldenburg. Der 60-Jährige gebürtige Freiburger hat sein Medizinstudium in Heidelberg absolviert. Nach dem Studium war er 14 Jahre bei der Bundeswehr im Sanitätsdienst tägig. Er führte dort die Zusatzbezeichnung Betriebsmediziner und interessierte sich nach eigener Aussage auch für die Psychiatrie. Unter anderem leitete er die Standorte Speyer und Hannover. 1995 wechselte Wüst in die Bezirksregierung Braunschweig in den Gesundheitsbereich, ab 2005 war er direkt im niedersächsischen Sozialministerium tätig. Dort war er zunächst für Arzneimittelpolitik zuständig, später im Referat für psychiatrische Versorgung.

Seit Juli 2016 ist die Koordination der Patientenfürsprecher eine sei-
ner Aufgaben als Landespatientenschutzbeauftragter. Von den landesweit 185 Stellen seien derzeit 150 besetzt. „Durch den engen Kontakt mit den Sprechern soll über Vorkommnisse informiert werden können“, sagt Wüst. „Als Bindeglied zwischen den Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in den Krankenhäusern und der Landesregierung werde ich geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote vermitteln und Beschwerden bündeln.“ Er plant, regionale Gesprächskreise einzurichten. Als Schutzbeauftragter untersteht er direkt der Sozialministerin und berichtet an den Landtag. Rebecca Beerheide

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