VARIA: Schlusspunkt

Die Wahrheit lügt in der Mitte

Dtsch Arztebl 1999; 96(27): [52]

l Zwei Ärzte - drei Meinungen (mit Gutachten), zwanzig Ärzte - eine Lehrmeinung, zweihundert Ärzte - ein Erfahrungsaustausch darüber.


- Humane Medizin zeigt sich darin, wie sich der Arzt zu seinen wenig zahlenden Nicht-Privatpatienten verhält.


- Erfolgreiche Therapie: Der Arzt im Patienten muß sich mit den Ärzten um den Patienten einig sein.

- Was Schuldzuweisungen anbetrifft, so wird bei leeren Kassen meist aus dem vollen geschöpft.


- Ein guter Arzt hat sich während seiner Ausbildung alle Krankheiten schon einmal eingebildet, ein weniger guter Arzt ist eher eingebildet, weil sich bei ihm noch nie eine Krankheit ausgebildet hat.
- Die Pessimisten unter den Ärzten sind immer die besten Diagnostiker!


- Jeder Arzt glaubt zu wissen, daß der Patient seinem Wissen auch glaubt.
- Steuer: Bei dem, was einem zum Wohl des Staates zugemutet wird, ist einem nicht wohl zumute.


- Die Macht der Gewohnheit ist die gewöhnlichste, aber auch die gefährlichste Form der Macht.


- Die meisten Menschen bekennen Farbe, indem sie die Wahrheit schönfärben.


- Lachen ist gesund - und das ist nicht zum Totlachen!


- Privatpatienten-Honorar: Der Arzt spendet dem Patienten Trost, und der Patient tröstet den Arzt durch eine Spende!
- Es gibt Menschen, die sind imstande, etwas zu tun, aber nicht in der Lage dazu.


- Wenn man schon ein vegetatives Würstchen ist, sollte der Arzt seinen Senf dazugeben, um Selbstheilungskräfte scharf zu machen.


- In der Politik gräbt einer dem anderen das Wasser ab, und dann wundert man sich über einen Erdrutsch bei Wahlen.


- Wenn man einen Menschen vor den Kopf stößt, führt das selten zu Denkanstößen!

Entnommen aus: Gerhard Uhlenbruck: Die Wahrheit lügt in der Mitte. Gedanken zum Bedenken, Ralf Reglin Verlag, Köln, 1999, 161 Seiten, 11 Fotos, 24,80 DM N

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