MEDIZIN: Referiert

Körpersprache bei KHK

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LNSLNS Über Thoraxschmerzen wird in der Sprechstunde und der Notfallambulanz relativ häufig geklagt. Der Autor untersuchte, inwieweit die Körpersprache des Patienten Aufschluß über die kardiale Genese von Schmerzen zu geben vermag. Drei Verhaltensweisen erwiesen sich als diagnostisch wegweisend mit einem positiven prädiktiven Wert von 77 Prozent und einem negativen prädiktiven Wert von 55 Prozent. Zum einen die geballte Faust in Sternummitte (Levine-Zeichen), die flache Hand auf dem Sternum (Oppressionsgefühl) sowie beide Hände, die Fingerspitzen einander zugewandt von lateral auf das Sternum plaziert, um die gürtelförmige Enge anzuzeigen. Bewegt der Patient die Fingerspitzen das Sternum auf- und abwärts, dürfte es sich um Schmerzen im Bereich der Speiseröhre handeln. Weist der Patient auf einen bestimmten Punkt, kann man davon ausgehen, daß der Schmerz im Bereich der Thoraxwand seinen Ausgang nimmt. Die Wertigkeit der genannten Zeichen wurde bei 203 konsekutiven Patienten untersucht: Die Sensitivität bei kardialem Schmerz lag bei 80 Prozent, die Spezifität bei 49 Prozent. w


Edmondstone WM: Cardiac chest pain: does body language help the diagnosis? Brit Med J 1995; 311: 1660-1
Royal Naval Hospital, Haslar, Gosport, Hampshire, Großbritannien

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