ArchivMedizin studieren2/2016Auf eine Tasse Kaffee mit ...: Filiz Osmanodja

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Auf eine Tasse Kaffee mit ...: Filiz Osmanodja

Medizin studieren, WS 2016/17: 38

Hillienhof, Arne

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Filiz Osmanodja, Medizinstudentin aus Berlin, hatte in diesem Frühjahr eine ELO-Zahl von 2 296. Das ist gut. Sehr gut! Im vergangenen Frühjahr lag ihre ELO sogar schon bei 2 352. Großartig! Aber was heißt das überhaupt?

Filiz Osmanodja spielt Schach. Sie spielt richtig gut Schach. Die 20-Jährige war zweimal Vizeeuropameisterin und zweimal Vizeweltmeisterin im Schach. Die ELO-Zahl ist eine internationale Rating-Größe für Schachprofis, die ihre hohe Spielstärke zeigt.

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Begonnen hat das Schachfieber bei ihr mit fünf Jahren – da spielten ihr Vater und ihr Bruder im Wohnzimmer Schach. Dann kam der Verein und wegen ihrer schon frühen Erfolge das Sportgymnasium Dresden. Sportgymnasium? Ja, die Schule ist die einzige in Deutschland, die als Sportart auch „Schach“ anbietet – Filiz hatte Schach auch im Abi. Jetzt spielt sie in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und der ersten Frauen-Bundesliga.

Und sie studiert in Berlin Medizin, fünftes Semester. Geht das zusammen? Bislang schon. Nach der Uni fährt Osmanodja nach Hause, nach dem Lernen trainiert sie, täglich zwei bis drei Stunden. Problematisch können für die Studentin die Turniere sein, die bekanntlich ja auch schon einmal zehn oder 14 Tage dauern. Bislang konnte sie die Lehrveranstaltungen immer nachholen, alle Prüfungen mitmachen. „Ich versuche, es auf die Reihe zu bekommen“, sagt sie.

Letztens ist sie auch zu einer Ärzte-Schachmeisterschaft gefahren. Simultanschach gegen 18 Gegner. „Ich war erstaunt, die waren ganz schön widerstandsfähig“, lobt Osmanodja. Gewonnen hat sie trotzdem 16 der Partien.

Aber ihre ELO-Zahl ist dadurch nicht gestiegen. Das kommt demnächst, bei anderen internationalen Turnieren – ihr Nahziel ist, die 2 400er Marke zu knacken.

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