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Hintergrund: Refraktionsfehler zählen zu den weltweit häufigsten, behandelbaren Funktionsstörungen. Mit einer Prävalenz von annähernd 70 % bei Erwachsenen haben Ametropien auch in Deutschland eine hohe epidemiologische und sozioökonomische Bedeutung.

Methode: Es wurde eine selektive Literaturrecherche unter Verwendung der Stichwörter „ametropia“, „anisometropia“, „refraction“ und „visual acuity“, „epidemiology“ durchgeführt und Bezug genommen auf die eigene klinische Erfahrung.

Ergebnisse: Im Jahr 2011 hatten in Deutschland nur circa 31 % der über 16-Jährigen keine Sehhilfe; 63,4 % waren mit einer Brille, 5,3 % mit Kontaktlinsen versorgt. Refraktionsprobleme waren mit 21,1 % der häufigste Grund für einen Augenarztbesuch. Die stenopäische Blende eignet sich gut zur Basisdiagnostik optisch bedingter visueller Funktionsminderungen. Sphärische Refraktionsfehler (Myopie und Hyperopie), zylindrische Fehlsichtigkeiten (Astigmatismus) sowie Brechwertungleichgewicht (Anisometropie) und Alterssichtigkeit führen zu typischen Funktionseinschränkungen und lassen sich auch durch nicht ophthalmologisch tätige Ärzte aufdecken.

Schlussfolgerung: Im Praxisalltag können einfache Funktionstests schnell und mit hinreichender Sicherheit feststellen, ob eine primär harmlose Fehlsichtigkeit vorliegt oder andere folgenschwere Ursachen einer visuellen Funktionsstörung bestehen.

LNSLNS

Den größten Teil unserer Umweltinformationen nehmen wir über unser visuelles System auf (1). Für eine optimale Funktionsweise ist eine scharfe Abbildung relevanter Sehobjekte auf der Netzhaut unbedingt erforderlich. Refraktionsfehler zählen weltweit zu den häufigsten, behandelbaren „Erkrankungen“ überhaupt. Auf das brennende Problem der speziell im asiatischen Raum rapide zunehmenden Myopie geht die Metaanalyse von Huang et al. ein (2).

Mit einer Prävalenz von annähernd 70 % in der erwachsenen deutschen Bevölkerung haben Refraktionsfehler auch in Deutschland eine hohe epidemiologische und sozioökonomische Bedeutung: Im Jahr 2011 hatten in Deutschland nur circa 31 % der über 16-Jährigen keine Sehhilfe, 63,4 % waren mit einer Brille, weitere 5,3 % mit Kontaktlinsen versorgt (3, 4). Der häufigste Grund für einen Augenarztbesuch waren Refraktionsprobleme (21,1 %) – gefolgt von Glaukomen (19,3 %), Pathologien der Augenlinse/Katarakt (14,9 %) und Erkrankungen der hinteren Augenabschnitte (12,5 %) (5). Im Jahr 2010 betrugen die durchschnittlichen Ausgaben pro Bundesbürger 55,42 Euro für die Versorgung beim Augenoptiker, 32,02 Euro für die augenärztliche Versorgung und weitere 6,16 Euro für Augenmedikamente (5).

Lernziele

Ziel dieses Beitrags ist es, dem Leser

  • charakteristische Symptome von Refraktionsfehlern aufzuzeigen
  • einfache diagnostische Hilfsmittel für die eigene Praxis vorzustellen
  • ein Grundverständnis der optischen Versorgung zu vermitteln.

Die Themenbereiche Kontaktlinsen, Intraokularlinsen sowie weitere operative refraktive Maßnahmen werden aufgrund des begrenzten Umfangs des Beitrags nicht erörtert und werden daher nur kursorisch angesprochen.

Diagnostik

Die stenopäische Lücke oder Blende (englisch: „pinhole“) ist der diagnostische Zugang zu praktisch allen Formen refraktiv bedingter Fehlsichtigkeiten – und ein vergleichsweise einfacher noch dazu: Hierzu genügt es, dem Patienten bei Verdacht auf eine Fehlsichtigkeit oder einen unzureichend korrigierten Refraktionsfehler einen (möglichst dunklen) Pappkarton (Postkarte) mit einem circa 1 mm großen Loch in einem Abstand von wenigen Millimetern vor das zu untersuchende Auge zu halten und ihn aufzufordern, wie durch ein Schlüsselloch auf kleine Sehzeichen einer Sehprobe (zum Beispiel Plakat mit Schriftzeichen oder Buchseite) zu schauen. Kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Sehschärfe, so ist eine Fehlsichtigkeit (Myopie, Hyperopie, Astigmatismus) oder eine beginnende Beeinträchtigung der brechenden Medien hoch wahrscheinlich. Vor allem Kurzsichtige erzeugen durch das Zusammenkneifen der Lider („Blinzeln“) eine stenopäische Lücke und verbessern so ihre reduzierte Sehschärfe in der Ferne.

Tipp

Oft gibt der Patient an, durch die vorgehaltene stenopäische Blende „nur dunkel“ oder „gar nichts“ zu sehen. Der Hinweis „auf das zu suchende Schlüsselloch“ kann in diesen Fällen hilfreich sein. Alternativ kann man, zum Beispiel mit einer Speisegabel, gleich mehrere benachbarte Löcher in die Karte bohren – eine stenopäische Öffnung innerhalb eines derartigen „Lochsiebs“ findet der Untersuchte dann mit hoher Wahrscheinlichkeit. Übrigens – die im Internet angepriesenen sogenannten „Rasterbrillen“ funktionieren nach demselben Prinzip.

Das Wirkprinzip einer stenopäischen Blende besteht in der Ausblendung störender „Randstrahlen“, die ansonsten – gerade im Falle von Medientrübungen oder (irregulären) Brechwertdefiziten – einer scharfen Abbildung eines Sehobjekts auf der Netzhaut im Wege stehen (Abbildung 1).

Stenopäische Blende – Funktionsprinzip und diagnostische Relevanz: Trübungen oder Irregularitäten der brechenden Medien beeinträchtigen
Abbildung 1
Stenopäische Blende – Funktionsprinzip und diagnostische Relevanz: Trübungen oder Irregularitäten der brechenden Medien beeinträchtigen

Zu beachten ist, dass zu kleine Lochdurchmesser einer stenopäischen Blende zu Beugungsphänomenen und damit zu einer verschlechterten Bildwahrnehmung der bestehenden Refraktionsdefizite führen.

Bereits vor langer Zeit wurden derartige stenopäische Lücken durch arktische Ureinwohner genutzt; so sägten diese etwa derartige „Sehschlitze“ in Walfischknochen. Diese visuellen Hilfsmittel dienten nicht primär der Sehschärfeverbesserung, sondern der Reduktion der Umfeldleuchtdichte in einer gleißenden Gletscherlandschaft (sozusagen als Ersatz für eine Sonnenbrille). Dieser Sekundäreffekt einer stenopäischen Blende ist (differenzial-)diagnostisch zu berücksichtigen: Auch bei einer Zapfendystrophie oder bei anderen degenerativen oder dystrophischen Netzhaut-/Makulaerkrankungen verbessert eine solche „Siebblende“ den Seheindruck. Bei einer Zapfendystrophie fällt nämlich die bei Tageslicht hemmende Wirkung dieses Rezeptorsystems auf die Stäbchen aus. Diese arbeiten somit ungehemmt (nunmehr auch) unter photopischen Bedingungen und führen zu „retinaler Blendung“. Eine stenopäische Lücke hat – durch Reduktion der retinalen Bestrahlungsstärke – bei einer Zapfendystrophie also denselben positiven Effekt wie ein neutralgraues Filterglas.

Sollte eine stenopäische Lücke nicht zu einer deutlichen Besserung der zentralen Sehschärfe führen, sind weiterführende Untersuchungen zum Ausschluss von Sehbahnläsionen notwendig – unter anderem Pupillenwechselbeleuchtungstest („swinging flashlight“-Test), Untersuchung des Gesichtsfelds sowie der vorderen und hinteren Augenabschnitte mittels Spaltlampe und Augenspiegel (6).

Orientierende Abschätzung der Sehschärfe

Fernvisus

Die Sehschärfe (Visus) gibt Auskunft über das Auflösungsvermögen des Auges. Um hier weitgehend entfernungsunabhängig arbeiten zu können, wird meist nicht die Objektgröße (zum Beispiel in cm), sondern der zugehörige Sehwinkel (zum Beispiel in Winkelminuten) zugrunde gelegt. Die Sehschärfe ist umgekehrt proportional zum Sehwinkel: Erkennt man ein relevantes Objektdetail unter einem Sehwinkel von einer Winkelminute (1') korrekt, so wird diesem ein Sehschärfewert von 1,0 zugeordnet; sinkt dieser Winkel auf 0,5', steigt die Sehschärfe auf 2,0 und vice versa. Junge Menschen können durchaus eine (Fern-)Sehschärfe von 2,0 erreichen.

Gemäß DIN 58220 (7) und ISO 10938 (8) ist der sogenannte Landolt-Ring mit 8 möglichen Lückenpositionen (4 gerade und 4 schräge) das einzige, international bei Gutachten akzeptierte Sehzeichen (eAbbildung 1). Mindestens 60 % einer Zeile von mindestens fünf Landolt-Ringen identischer Größe, aber unterschiedlicher Lückenpositionen, müssen korrekt erkannt werden, um die zugehörige Visusstufe als erkannt werten zu können.

Landolt-Ring: Der Ring ist in ein Quadrat aus 5 x 5 quadratischen Teilelementen der Kantenlänge „e“ einbeschrieben.
eAbbildung 1
Landolt-Ring: Der Ring ist in ein Quadrat aus 5 x 5 quadratischen Teilelementen der Kantenlänge „e“ einbeschrieben.

Ein computerbasierter Visustest unter Einsatz von Landolt-Ringen kann im Internet abgerufen werden (9). Für sehr geringe Visuswerte kann man sich geeignete Visustafeln mit großen Landolt-Ringen selbst ausdrucken (10). Prinzipiell kann die Sehschärfe auch mit anderen Sehzeichen (Optotypen), zum Beispiel Zahlen oder Buchstaben, getestet werden. Hierbei sollten die verwendeten Optotypen so ausgewählt werden, dass alle Sehzeichen einer Visusstufe in ihrer Erkennbarkeit möglichst identisch sind (bei Zahlen ist zum Beispiel eine „8“ deutlich schwerer zu erkennen als eine „4“). Im angloamerikanischen Raum haben die buchstabenbasierten ETDRS-Tafeln („early treatment of diabetic retinopathy study“) eine besondere Bedeutung; diese kommen, unter anderem für Studienzwecke, mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum zur Anwendung.

Oftmals werden in einer nicht-ophthalmologischen Praxis oder Ambulanz derart standardisierte Tests für den Fernvisus nicht zur Verfügung stehen. Behelfsmäßig kann man auf die Ermittlung von Erkennungsabständen ausweichen. Hierfür bieten sich (deutsche) Autokennzeichen als ein grober Anhaltspunkt an: Mit einer Strichstärke („Liniendicke“) von circa 13 mm müssten bei einem Visus von 1,0 (Auflösungsfähigkeit 1´) – bei Tageslicht unter guten Sichtbedingungen – mehr als die Hälfte (60 %) der Buchstaben/Zahlen in einem Abstand von circa 45 m korrekt erkannt werden. Weitere Erkennungsabstände sind der Tabelle zu entnehmen.

Erkennungsabstände in Metern für (deutsche) Autokennzeichen als grober Anhaltspunkt für die zentrale Sehschärfe
Tabelle
Erkennungsabstände in Metern für (deutsche) Autokennzeichen als grober Anhaltspunkt für die zentrale Sehschärfe

Nahvisus

Die Bestimmung der Einzeloptotypen-Sehschärfe (meist durch Sehzeichen-Karten für die Kitteltasche) ist für die Beurteilung des Nahsehvermögens in den meisten Fällen von untergeordneter Bedeutung und dient als Ersatz für einen fehlenden Fernvisus-Test. Es kommt in der Nähe in erster Linie auf das Lesevermögen an, bei dem nicht nur einzelne Sehzeichen, sondern ganze Buchstabengruppen auf einmal erfasst und durch sogenannte Leserucke verbunden werden müssen (11, 12). Eine orientierende Visusabschätzung erfolgt durch Überprüfung der (flüssigen) Lesefähigkeit von regulärem Zeitungsdruck in 40 cm Abstand unter guten Beleuchtungsbedingungen; dies entspricht einer (Nah-)Sehschärfe von circa 0,5. Zentrumsnahe Gesichtsfeldausfälle oder Verzerrungen der Bildwahrnehmung (Metamorphopsien) können die Lesefähigkeit stark beeinträchtigen. Speziell Metamorphopsien sind mit Hilfe eines sogenannten Amsler-Gitters zu erfassen (zur Not reicht hierzu auch ein „Rechenkästchen“-Blatt mit zentralem Fixationspunkt). Hierbei wird der Patient gebeten – gegebenenfalls mit adäquater Nahkorrektion (Einstärkenglas) – unter Abdeckung des Partnerauges auf den Fixationspunkt der im angegebenen Untersuchungsabstand (meist 40 cm) präsentierten, homogen beleuchteten Amsler-Karte zu schauen. Metamorphopsien äußern sich üblicherweise in einem lokal „welligen“ Linienverlauf und oft auch in einer veränderten „Helligkeitswahrnehmung“ in diesem Areal. Diese Wahrnehmungen kann der Patient zur Befunddokumentation und/oder zur Verlaufskontrolle durch Umranden mit einem Stift (ohne vom initial anvisierten Fixationsort wegzuschauen) auch selbst markieren.

Ametropien (Fehlsichtigkeiten)

Fehlsichtigkeiten sind die häufigste Ursache für eine Sehschärfeminderung. Die Bestimmung einer solchen Ametropie erfolgt entweder mit Hilfe von gerätebezogenen Messverfahren (weitgehend ohne Zutun durch den Betroffenen: objektive Refraktion) oder durch eine weitgehend standardisierte Befragungstechnik während der Vorgabe von Korrektionsgläsern (subjektive Refraktion). Detaillierte Beschreibungen der Refraktionstechniken finden sich in der weiterführenden Literatur (1319). Die Reproduzierbarkeit der letzteren Vorgehensweise ist, selbst unter optimalen Bedingungen, unter anderem durch die Streuung der Probandenantworten, begrenzt (20). Ein insuffizienter Refraktionsausgleich kann zu einer ein- oder beidseitigen Reduktion der Sehschärfe, aber auch zu erheblichen Einbußen des Sehkomforts führen; hierzu zählen unter anderem sogenannte „asthenopische Beschwerden“ (zum Beispiel Trockenheits-, Fremdkörpergefühl der Augen, Augenrötung, Doppelbildwahrnehmung, vorzeitige Ermüdung, Leseunlust, Kopfschmerzen).

Vereinbarungsgemäß spricht man bei dem (reversiblen) Vorsatz von optischen Medien von „Korrektion“ – der Begriff „Korrektur“ findet hingegen für operative optisch korrigierende Maßnahmen am beziehungsweise im Auge Anwendung.

Sphärische Ametropie

Der einfachste zugrundeliegende Refraktionsfehler ist die sogenannte sphärische Ametropie, bei der ein rotationssymmetrisches und somit durch einfache Plus- oder Minuslinsen auszugleichendes Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Augenbrechwert besteht. Hierbei weicht in der überwiegenden Mehrzahl die Baulänge des Auges vom Ideal (circa 24 mm) ab (Längenametropie): Zu große Baulängen induzieren eine Myopie (Kurzsichtigkeit), zu geringe eine Hyperopie (Weitsichtigkeit). Seltener weicht die Brechwert der optischen Komponenten von der Norm ab (zum Beispiel veränderte Krümmungsradien von Hornhaut und/oder Augenlinse, Steigerung des Brechungsindex der Augenlinse durch Glukoseeinlagerung bei entgleistem Diabetes mellitus).

Der Brechwert (also die „Stärke“) eines korrigierenden Glases wird in Dioptrien (dpt) angegeben; dies entspricht dem Kehrwert der zugehörigen, in Metern angegebenen Brennweite. Als Daumenregel gilt: Pro Millimeter Baulängenabweichung resultiert eine Ametropie von circa ±3 dpt.

Myopie

Bei einer Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt, entsteht beim Blick in die Ferne für den Betroffenen ein unscharfer Seheindruck. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Brechwert des abbildendenden Systems im Verhältnis zur Augenlänge zu hoch ist. Wie in eAbbildung 2b zu sehen ist, entsteht das Bild eines entfernten Objektes vor der Netzhaut und wird somit in der Fovea unscharf abgebildet. Nahe gelegene Objekte bilden sich dagegen auch ohne jeglichen Akkommodationsaufwand auf der Retina scharf ab. Je geringer dieser Nahabstand bei (akkommodationsloser) Ruhelage des Auges ausfällt, desto stärker ist die Myopie. Ein kurzsichtiger Patient kann somit im Nahbereich ohne/mit geringem Akkommodationsaufwand scharf sehen: Ein Myoper mit einem Brechkwertdefizit von −2,0 dpt sieht ohne oder mit vermindertem Akkommodationsaufwand in 50 cm Abstand scharf. In Deutschland sind circa 35 % der Bevölkerung zwischen 35 und 74 Jahren von einer Myopie mit einer Ametropie von mehr als −0,5 dpt betroffen (21).

Pathogenese des Astigmatismus in Gestalt einer nichtrotationssymmetrischen Verformung der brechenden Medien.
Abbildung 2
Pathogenese des Astigmatismus in Gestalt einer nichtrotationssymmetrischen Verformung der brechenden Medien.
Veranschaulichung der „Emmetropie“ und sphärischer Fehlsichtigkeiten
eAbbildung 2
Veranschaulichung der „Emmetropie“ und sphärischer Fehlsichtigkeiten

Die bekannteste Korrektionsmöglichkeit stellt die Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektion mittels Zerstreuungslinsen dar (eAbbildung 2b). Diese optischen Linsen mit meniskenförmiger Gestalt und negativer Wirkung verschieben das ursprünglich im Glaskörperraum befindliche Bild nach hinten auf die Netzhaut und erzeugen somit eine scharfe Bildwahrnehmung.

Für Minusgläser gilt: Je weiter das korrigierende Glas von der Hauptebene (diese liegt circa 1,5 mm hinter der Cornea) entfernt ist, desto ausgeprägter ist die Verkleinerungswirkung des Glases. Eine Verschiebung der Brillenfassung nach vorn (gleichbedeutend mit einer Vergrößerung des sogenannten Hornhautscheitelabstands) verlagert den Brennpunkt der Brillengläser nach vorn und vice versa. Dieses Phänomen nutzen Brillenträger zum Ausgleich inadäquater Brillenkorrektionen: So wird zum Beispiel ein Myoper mit Überkorrektion (zu starken Minusgläsern = Brennpunkt hinter der Netzhaut) seine Brille nach vorne zur Nasenspitze hin verschieben. Hingegen wird ein Myoper mit Unterkorrektion (zu schwachen Minusgläsern = Brennpunkt vor der Netzhaut) seine Brille zur Nasenwurzel hin drücken, um besser sehen zu können.

Brillengläser mit negativer dioptrischer Wirkung (Minusgläser) haben eine Bildverkleinerung zur Folge, die sowohl der Brillenträger als auch sein Gegenüber bemerken: Das Auge hinter einer Brille mit Minusgläsern erscheint kleiner – besonders deutlich wird dies durch einen Versatz des schläfenseitigen Orbitarands nach innen (eAbbildung 3b). eAbbildung 3a–c vermitteln einen Eindruck über das Ausmaß der Orbitarand-Verlagerung in Abhängigkeit von der Stärke des korrigierenden Brillenglases.

Prävalenz der Achslagen des korrigierenden Minuszylinders in einer großen Population im Raum Mainz/Bingen
Abbildung 3
Prävalenz der Achslagen des korrigierenden Minuszylinders in einer großen Population im Raum Mainz/Bingen
Ausmaß des schläfenseitigen Orbitarands in Abhängigkeit von Vorzeichen und Stärke des verwendeten Brillenglases
eAbbildung 3
Ausmaß des schläfenseitigen Orbitarands in Abhängigkeit von Vorzeichen und Stärke des verwendeten Brillenglases

Eine weitere Korrektionsmöglichkeit der Myopie bietet die refraktive Chirurgie: Hier wird mittels Laserbehandlung die Hornhaut „abgeflacht“ und somit der Krümmungsradius der Hornhautoberfläche vergrößert. Durch diesen zentralen Materialabtrag werden prinzipiell auch die biomechanischen Eigenschaften der Hornhaut beeinflusst, was sich unter anderem auch auf die applanatorische Augeninnendruckmessung im Rahmen von Glaukomuntersuchungen auswirken kann (2224). Weitere Details derartiger kerato-refraktiver Verfahren werden aufgrund des begrenzten Umfangs des Beitrags nicht erörtert; bezüglich weiterführender Literatur wird auf Übersichtsarbeiten verwiesen (25, 26).

Hyperopie

Bei dieser Form der Fehlsichtigkeit, auch Weitsichtigkeit oder Übersichtigkeit genannt, entsteht bei entspanntem Blick (ohne Akkommodation) in die Ferne für den Patienten ein unscharfer Seheindruck. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Brechwert des abbildendenden Systems im Verhältnis zur Augenlänge zu gering ist: Das Bild eines entfernten Objektes liegt hinter der Netzhaut und wird somit auf der Netzhaut unscharf abgebildet (eAbbildung 2c). Junge Patienten können diesen Abbildungsfehler „automatisch“/unwillkürlich ausgleichen, indem sie die Brechwert der Augenlinse durch Verringerung des Krümmungsradius anpassen (Akkommodation). Somit wird das Bild nach vorne, auf die Netzhaut, verschoben und es entsteht ein scharfer Seheindruck. Scharfes Sehen ist für den (jungen) Hyperopen somit zwar möglich, aber mit zusätzlichem Akkommodationsaufwand verbunden („latente Hyperopie“). Liegt das Sehobjekt in der Nähe, so vergrößert sich die hierfür ohnehin erforderliche Akkommodation zusätzlich um den bereits für scharfe Netzhautabbildung von Fern-Objekten aufzubringenden Betrag und steigert somit die Wahrscheinlichkeit von sogenannten „asthenopischen Beschwerden“: Der Betroffene klagt hierbei über vergleichsweise unspezifische Beschwerden, wie zum Beispiel Augenschmerzen, Augenrötung, trockenes Auge, zeitweilige Doppelbilder, passageres Unscharfsehen oder Kopfschmerzen. Diese Symptome treten insbesondere in den Abendstunden, unter schlechten Beleuchtungsbedingungen und nach längerer Nahtätigkeit auf. In Deutschland sind 31,8 % der Bevölkerung zwischen 35 und 74 Jahren von einer Hyperopie (> +0,5 dpt) betroffen (21).

Die verbreitetste Korrektionsmöglichkeit der Hyperopie besteht in der Verordnung von Sammellinsen in Gestalt von Brillen- oder Kontaktlinsen (eAbbildung 2c). Diese optischen Linsen mit meniskenförmiger Gestalt und positiver Wirkung verschieben das Bild von entfernten Objekten von ihrer ursprünglichen Position hinter dem Auge nach vorne, auf die Netzhaut, wodurch ein scharfes Bild entsteht. Derartige Sammellinsen vergrößern das Bild, das der weitsichtige Brillenträger wahrnimmt. Gleichzeitig erscheint auch das Auge des hyperopen Brillenträgers hinter dem Brillenglas größer – der schläfenwärtige Orbitarand verlagert sich nach außen (eAbbildung 3c).

Auch bei der Hyperopie können prinzipiell (kerato-)refraktive Eingriffe zur Anwendung kommen: Hier wird mittels geeigneter Laserbehandlung die Krümmung der Hornhautoberfläche „steiler“ gestaltet, also der Krümmungsradius verkleinert.

(Reguläre) zylindrische Ametropie

Eine zylindrische Ametropie entsteht immer dann, wenn die Ursache der Fehlsichtigkeit in einer nichtrotationssymmetrischen Verformung der brechenden Medien liegt. Dies ist vergleichbar mit einem (initial kugelförmigen) Ball, der zwischen den Handflächen gedrückt und somit abgeflacht wird. In derjenigen Ebene (Hauptschnitt), die senkrecht zu den drückenden Handflächen liegt, wird der Ball (zu einem Rotationsellipsoid, einem „Football“) zusammengedrückt, der Krümmungsradius wird dadurch kleiner, und die lichtbrechende Wirkung (Brechwert) nimmt zu (Abbildung 2). Im anderen (dazu senkrechten) Hauptschnitt ist der Krümmungsradius vergleichsweise größer und die Brechwert somit relativ geringer. Bei einer zylindrischen Fehlsichtigkeit ist also die Brechwert für verschiedene Meridiane (Richtungen) unterschiedlich und bedingt dadurch meist eine strichförmige Abbildung des ursprünglich punktförmigen Objekts (daher die Bezeichnung „Stabsichtigkeit“ oder „Astigmatismus“). Anstelle eines Brennpunkts nimmt der Betroffene unter Umständen somit eine Brennlinie wahr. Ursächlich liegt meist eine Verformung der Hornhaut (äußerer Astigmatismus) vor. Ein messtechnisch schwieriger zu erfassender innerer Astigmatismus (Verformung der Augenlinse) ist erheblich seltener.

In Deutschland sind 32,3 % der Bevölkerung zwischen 35 und 74 Jahren von einem nennenswerten Astigmatismus (> 0,5 dpt) betroffen (21).

In der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle stehen die zugehörigen Ebenen (Hauptschnitte) senkrecht aufeinander – dann spricht man von einem regulären Astigmatismus, der sich durch sogenannte Zylinderlinsen geeigneter Achslage und Stärke ausgleichen lässt. Anderenfalls liegt ein (vergleichsweise seltener) irregulärer Astigmatismus vor, der durch konventionelle (sphäro-zylindrische) Brillengläser nicht vollständig korrigiert werden kann, dessen Auswirkungen sich aber durch Vorhalten einer stenopäischen Blende meist spürbar bessern lassen. Sollten diese Störungen durch oberflächliche Hornhautirregularitäten mit Beeinträchtigung des Tränenfilms bedingt sein, kann eine formstabile Kontaktlinse Abhilfe schaffen.

Reguläre Astigmatismen werden optisch üblicherweise durch sogenannte Zylinderlinsen ausgeglichen. Diese sind nichtrotationssymmetrisch, sondern Abschnitte eines Glaszylinders (eAbbildung 4a). Hierbei ist der parallel zur Zylinderachse liegende Hauptschnitt optisch wirkungslos, senkrecht zur Zylinderachse hingegen entfaltet ein Zylinderglas seine maximale optische Wirkung.

Zylindrische Fehlsichtigkeiten und deren optische Korrektion
eAbbildung 4
Zylindrische Fehlsichtigkeiten und deren optische Korrektion

Ziel der Refraktionsbestimmung bei zylindrischer Fehlsichtigkeit ist es, ein korrigierendes Zylinderglas mit identischer Achslage, betragsmäßig gleicher Stärke aber umgekehrtem Vorzeichen vor das astigmatische Auge zu setzen. Durch diese Kombination entsteht eine „planparallele Platte“, und die Stabsichtigkeit ist somit ausgeglichen (eAbbildung 4b).

Astigmatismus-Klassifikation gemäß Achslage

Eine Klassifikation in Bezug auf die Astigmatismus-Achslage hat nicht nur eine akademische, sondern durchaus auch eine funktionelle beziehungsweise prognostische Bedeutung; diese wird im eSupplement veranschaulicht (eAbbildung 5a–d).

Astigmatismus-Klassifikation und -Auswirkung im Hinblick auf die Achslage des korrigierenden Minuszylinders
eAbbildung 5
Astigmatismus-Klassifikation und -Auswirkung im Hinblick auf die Achslage des korrigierenden Minuszylinders

Die Achslage des korrigierenden (Minus-)Zylinderglases ist ein Klassifikationskriterium des Astigmatismus. Gemäß des sogenannten TABO-Schemas (Technischer Ausschuss Brillen-Optik) wird die Achslage aus der Sicht des Untersuchers („Auge in Auge“/„face to face“) beschrieben. Hierbei entspricht die 0°-Position einer horizontalen Achslage/Orientierung des Minus- oder Pluszylinders (Abbildung 3). Für beide Augen steigt der Wert bei Drehung der Minuszylinder-Achse in mathematisch positiver Drehrichtung (also bei Drehung gegen den Uhrzeigersinn) an und endet bei 180° (= 0°).

Eine Darstellung der Prävalenz der Achslagen des korrigierenden Minuszylinders in einer großen Population findet sich in Abbildung 3. Der Astigmatismus rectus kommt am häufigsten vor, gefolgt vom Astigmatismus inversus und vom deutlich selteneren Astigmatismus obliquus (21). Letztere Astigmatismusform ist – gerade bei monokularem/einseitigem Auftreten in nennenswertem Ausmaß – mit einem besonderen Amblyopie-Risiko behaftet (27, 28).

Presbyopie

Bei einer Alterssichtigkeit, auch Presbyopie genannt, ist die Fähigkeit des Auges beeinträchtigt, sich auf nahe Objekte einzustellen. Der Grund hierfür liegt im Elastizitätsverlust der Augenlinse sowie in strukturellen Änderungen im Bereich der Zonulafasern und des Ziliarmuskels (30, 31). Die Alterssichtigkeit beginnt in der Regel in der Mitte der 5. Lebensdekade: Ein in der Ferne rechtsichtiger presbyoper Patient sieht Objekte in der Ferne zwar scharf, diese verschwimmen jedoch in der Nähe wegen der nachlassenden Akkommodationsfähigkeit. Typisches Leitsymptom sind die „zu kurzen Arme“ beim intendierten Lesevorgang.

Die bekannteste Korrektionsmöglichkeit ist die Brillenkorrektion mittels einer Lesebrille (mit Pluswirkung) (18, 32). Der Refraktionsausgleich für Ferne und Nähe kann über zwei getrennte Brillen für Ferne und Nähe, über eine Bifokalbrille (mit zwei Brechwerten: Ferne, Nähe), selten über eine Trifokalbrille (mit drei Brechwerten/Brechwertzonen: Ferne, Mittelbereich, Nähe) oder eine Gleitsichtbrille (mit stufenloser Brechwertänderung von Fern- zu Nahwirkung) erfolgen. In jüngerer Zeit kommen auch Kontaktlinsen und Intraokularlinsen mit verschiedenen Brechwertzonen zur Anwendung; allerdings gibt es für diese Linsentypen Hinweise auf reduzierte Abbildungseigenschaften bei vergleichsweise großem Pupillendurchmesser in der Dämmerung oder bei Nacht (3335). Eine Korrektion ist prinzipiell auch möglich durch sogenannte Monovision (ein Auge mit Fernkorrektion, das andere Auge mit Nahkorrektion) – allerdings bei dann eingeschränktem räumlichem Sehvermögen (36).

Anisometropie

Der Begriff Anisometropie charakterisiert ein relevantes Brechwerttungleichgewicht zwischen den beiden Partneraugen: Für einen interokularen Brechwertunterschied von 3 dpt oder mehr wird eine Prävalenz von 2–3 % angegeben (37). In ausgeprägten Fällen einer Anisometropie kann begleitend ein beträchtlicher Unterschied der Bildgrößenwahrnehmung (Aniseikonie) auftreten.

Unter Amblyopie versteht man eine Schwachsichtigkeit/Sehschärfeminderung ohne morphologisch unmittelbar fassbares Korrelat, als Ergebnis einer beeinträchtigten Entwicklung des Sehvermögens. Die Amblyopie-Prävalenz liegt in Deutschland gemäß einer großen prospektiven Kohortenstudie bei 5,6 % (38). Ungefähr 50 % aller Amblyopie-Fälle sind durch eine Anisometropie verursacht, 25 % durch Schielen und circa 17 % durch eine Kombination der beiden vorgenannten Ursachen (39). Kinder mit einer höhergradigen Anisometropie weisen eine höhere Prävalenz und eine ausgeprägtere Tiefe der Amblyopie auf als Betroffene mit einem niedrige Brechwertdifferenz (39). Ein frühzeitiges Refraktionsscreening im Vorschulalter ist empfehlenswert, kann allein aber nicht alle Amblyopie-Ursachen aufdecken (40).

Fazit

Einfache Funktionstests erlauben es auch nicht ophthalmologisch tätigen Ärztinnen und Ärzten, im Praxisalltag oder in einer Klinikambulanz schnell und mit hinreichender Sicherheit zwischen einer (primär harmlosen) Fehlsichtigkeit und anderen, folgenschweren Ursachen einer visuellen Funktionsstörung zu unterscheiden.

Danksagung
Die Autoren danken Elli Goldhorn für die Anfertigung der Fotografien für eAbbildung 3, Maja Grigoleit für die Erstellung der Grafiken in eAbbildung 4, Matthias Müller für die Visualisierung der Häufigkeitsverteilungen in Abbildung 3, Thomas Kübler für die optischen Schemazeichnungen in eAbbildung 2 sowie Dr. phil. Dr. med. Ronald D. Gerste, Prof. Dr. Anne Buser und allen Gutachtern herzlich für ihre wertvollen Hinweise.

Interessenkonflikt

Prof. Schiefer erhielt Honorare für Beratertätigkeiten von Servier, Pharm-Allergan, Haag-Streit sowie für Vortragstätigkeiten von Alcon Pharma, Pharm-Allergan, MSD-Chibret, Pfizer und Oculus.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 2. 2016, revidierte Fassung angenommen: 19. 7. 2016

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Ulrich Schiefer
Kompetenzbereich „Vision Research“
Studiengang Augenoptik/Augenoptik-Hörakustik
Hochschule Aalen
Anton-Huber-Straße 23
73430 Aalen
ulrich.schiefer@hs-aalen.de

Zitierweise
Schiefer U, Kraus C, Baumbach P, Ungewiß J, Michels R:
Refractive errors—epidemiology, effects and treatment options.
Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 693–702. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0693

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4116 oder über QR-Code

eSupplement und eAbbildungen:
www.aerzteblatt.de/16m0693 oder über QR-Code

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Department für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Tübingen:
Prof. Dr. med. Schiefer
Stenopäische Blende – Funktionsprinzip und diagnostische Relevanz: Trübungen oder Irregularitäten der brechenden Medien beeinträchtigen
Abbildung 1
Stenopäische Blende – Funktionsprinzip und diagnostische Relevanz: Trübungen oder Irregularitäten der brechenden Medien beeinträchtigen
Pathogenese des Astigmatismus in Gestalt einer nichtrotationssymmetrischen Verformung der brechenden Medien.
Abbildung 2
Pathogenese des Astigmatismus in Gestalt einer nichtrotationssymmetrischen Verformung der brechenden Medien.
Prävalenz der Achslagen des korrigierenden Minuszylinders in einer großen Population im Raum Mainz/Bingen
Abbildung 3
Prävalenz der Achslagen des korrigierenden Minuszylinders in einer großen Population im Raum Mainz/Bingen
Erkennungsabstände in Metern für (deutsche) Autokennzeichen als grober Anhaltspunkt für die zentrale Sehschärfe
Tabelle
Erkennungsabstände in Metern für (deutsche) Autokennzeichen als grober Anhaltspunkt für die zentrale Sehschärfe
Landolt-Ring: Der Ring ist in ein Quadrat aus 5 x 5 quadratischen Teilelementen der Kantenlänge „e“ einbeschrieben.
eAbbildung 1
Landolt-Ring: Der Ring ist in ein Quadrat aus 5 x 5 quadratischen Teilelementen der Kantenlänge „e“ einbeschrieben.
Veranschaulichung der „Emmetropie“ und sphärischer Fehlsichtigkeiten
eAbbildung 2
Veranschaulichung der „Emmetropie“ und sphärischer Fehlsichtigkeiten
Ausmaß des schläfenseitigen Orbitarands in Abhängigkeit von Vorzeichen und Stärke des verwendeten Brillenglases
eAbbildung 3
Ausmaß des schläfenseitigen Orbitarands in Abhängigkeit von Vorzeichen und Stärke des verwendeten Brillenglases
Zylindrische Fehlsichtigkeiten und deren optische Korrektion
eAbbildung 4
Zylindrische Fehlsichtigkeiten und deren optische Korrektion
Astigmatismus-Klassifikation und -Auswirkung im Hinblick auf die Achslage des korrigierenden Minuszylinders
eAbbildung 5
Astigmatismus-Klassifikation und -Auswirkung im Hinblick auf die Achslage des korrigierenden Minuszylinders
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  • Einige Ergänzungen
    Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 195; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0195a
    Schmidt, Dieter
  • Vorsicht bei Glaskörpertrübung
    Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 195-6; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0195b
    Barry, Jean-Cyriaque
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 196; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0196
    Schiefer, Ulrich

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