ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2016Börsebius: Keine Peanuts

GELDANLAGE

Börsebius: Keine Peanuts

Dtsch Arztebl 2016; 113(41): A-1828 / B-1540 / C-1528

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Oh, Mann, da habe ich mir mit der Deutschen Bank aber was angetan. Ich habe die Aktie des deutschen Geldhauses hier schon mehrfach recht positiv besprochen, sie gar als klaren Kauf eingestuft und folgerichtig auch in meine Börsebius-TopTen-Masterliste aufgenommen. (Die Masterliste können Sie übrigens kostenlos von mir bekommen, einfach an rombach@ rompress.de schreiben).

So gesehen wunderte ich mich denn auch nicht über die vielen Anrufe in den letzten Tagen, was ich denn, erst recht nach den gruseligen Nachrichten der letzten Tage, nunmehr von der Deutschen Bank hielte. Gemeint waren natürlich vor allem die angedrohte zweistellige Milliardenstrafe der US-Behörden und der hierdurch ausgelöste eklatante Kurssturz auf teilweise unter zehn Euro. Die Bandbreite der Frager ging dann auch munter von besorgt bis süffisant, da habe sich ja wohl einer ziemlich vertan.

Also: Es ist ja wohl wahr, dass die Deutsche Bank in der Vergangenheit sehr viel falsch gemacht hat, siehe Prozesslawine, und in der Kommunikation mit den Märkten oft genug die Sensibilität einer Eisenbahnschwelle an den Tag gelegt hat. Und es ist auch richtig, dass die Nullzinspolitik der EZB auch der Deutschen Bank zu schaffen macht.

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Aber nach wie vor glaube ich an die Deutsche Bank und vor allem an ihren Boss, John Cryan. Der Mann hat einen klaren analytischen Verstand und scheut auch vor unbequemen Einschnitten nicht zurück, quasi ein eiserner Besen von erstklassiger Güte. Wenn einer die Deutsche Bank zu besseren Ufern führen kann, dann er, dessen bin ich ziemlich gewiss. Kurioserweise habe ich an dem Tag, als die Deutsche Bank aufgrund der angedrohten US-Milliardenstrafe abstürzte, einem (diesmal besorgten) Anrufer gesagt, jede Wette, die Strafe wird noch drastisch reduziert werden, das ist alles eine politische Retourkutsche auf die von der EU an Apple Irland verhängte Buße (in ähnlicher Höhe).

Und genauso kam es. Wir sind mittlerweile schon bei 4,6 Milliarden US-Dollar und ich tippe auf noch weniger am Ende. Deswegen bleibt die Deutsche Bank auch in meiner Masterliste. Wir werden sehen.

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