ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2016Zeitliche Trends kardiometaboler Risikofaktoren bei Erwachsenen
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Hintergrund: Die Daten dreier repräsentativer Gesundheitsuntersuchungssurveys wurden herangezogen, um zeitliche Trends der Prävalenz und Ausprägung kardiometaboler Risikofaktoren zu bestimmen.

Methode: Zielvariablen waren die kardiometabolen Risikofaktoren sportliche Inaktivität, Rauchen, Adipositas, systolischer Blutdruck, Gesamtcholesterin, Serumglukose, selbst berichtetes Auftreten von Bluthochdruck, Hyperlipidämie und Diabetes sowie die Einnahme von Blutdrucksenkern, Lipidsenkern und Antidiabetika. 9 347 Datensätze von Männern und 10 068 von Frauen wurden analysiert. Berechnete Mittelwerte und Prävalenzen wurden jeweils auf die Bevölkerungsstruktur vom 31. Dezember 2010 altersstandardisiert und dann mit den drei Erhebungszeiträumen 1990–1992, 1997–1999 und 2008–11 verglichen.

Ergebnisse: Im Beobachtungszeitraum zwischen 1990–2011 sank der mittlere systolische Blutdruck von 137 auf 128 mm Hg bei Männern und von 132 auf 120 mm Hg bei Frauen, die mittlere Serumglukose von 5,6 auf 5,3 mmol/L beziehungsweise von 5,4 auf 5,0 mmol/L sowie das mittlere Gesamtcholesterin bei beiden Geschlechtern jeweils von 6,2 auf 5,3 mmol/L. Bei Männern verringerten sich sportliche Inaktivität und die Häufigkeit des Rauchens im Analysezeitraum. Neben den Anwendungsprävalenzen von Antidiabetika, Lipid- und Blutdrucksenkern stieg auch die Prävalenz von selbst berichtetem Diabetes. Die in den Jahren 1990–1992 bestehenden Unterschiede in den meisten untersuchten Gesundheitsparametern zwischen Ost- und Westdeutschland nahmen bis zum Zeitraum von 2008–2011 ab.

Schlussfolgerung: In einem Zeitfenster von 20 Jahren verbesserte sich das kardiometabole Risikoprofil der Erwachsenen in Deutschland. Vertiefende Zusammenhangsanalysen stehen noch an.

LNSLNS

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zugrundeliegende verhaltensbezogene sowie metabole Risikofaktoren sind weltweit für geschätzte 17,5 Millionen Todesfälle pro Jahr und etwa 31 % aller Todesfälle verantwortlich (1, 2). Die bundesweiten repräsentativen Gesundheitsuntersuchungssurveys des Robert Koch-Instituts (RKI) ermöglichen, die Entwicklung kardiometaboler Risikofaktoren in Deutschland über einen Zeitraum von 20 Jahren zu beobachten. Im Rahmen der Deutschen Herz-Kreislauf Präventionsstudie (DHP) wurde 1990 der letzte von insgesamt drei nationalen Untersuchungssurveys durchgeführt (3). Dieser für Westdeutschland repräsentative Survey (NUST2) bekam eine ganz besondere Bedeutung, da zu diesem Zeitpunkt die Mauer gefallen war. Bereits 1991/92 wurde analog zu NUST2 ein vergleichbarer Untersuchungssurvey in den neuen Bundesländern durchgeführt. Die beiden zusammengeführten Erhebungen mit der Bezeichnung Gesundheitssurvey Ost/West 1991 (OW91) lieferten erstmalig repräsentative Gesundheitsdaten für das wiedervereinigte Deutschland. OW91 gab Aufschluss über Unterschiede im Gesundheitsverhalten und Gesundheitszustand sowie in der gesundheitlichen Versorgung der Menschen in Ost- und Westdeutschland (3). Körperliche Inaktivität, Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes waren beispielsweise in Ostdeutschland weitaus verbreiteter als in Westdeutschland. Asthma und Allergien hingegen kamen im Osten weniger vor (4, 5).

Im Jahr 1998 wurde ein neuer repräsentativer Gesundheitssurvey durchgeführt, der Bundes-Gesundheitssurvey 1998 (BGS98). Im Rahmen des RKI-Gesundheitsmonitorings (6) wurde schließlich mit der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland 2008–2011 (DEGS1) der dritte bundesweite Untersuchungssurvey durchgeführt (7). Die Resultate aller drei Untersuchungssurveys gingen in die seit 1998 etablierte Gesundheitsberichterstattung des Bundes ein (8).

Eine Dreifachquerschnittstrendanalyse der Resultate des OW91, BGS98 und DEGS1 wird an dieser Stelle erstmals vorgenommen. Zeitliche Trends der Prävalenzen von sportlicher Inaktivität, Rauchen, Adipositas, Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes, der Anwendung von Blutdrucksenkern, Lipidsenkern und Antidiabetika sowie der mittleren Messwerte des systolischen Blutdrucks, des Gesamtcholesterins und der Serumglukose bei Erwachsenen in Deutschland wurden beschrieben und bewertet, mit einer Differenzierung nach Geschlecht sowie Ost- und Westdeutschland.

Methoden

Studienpopulation

Design und Durchführung der drei Surveys wurden bereits veröffentlicht (3, 7, 9), die Eckwerte sind in eTabelle 1 zusammengestellt. Mittels einer zweistufigen Clusterstichprobe wurden zunächst 120 bis 180 Gemeinden je Survey (eTabelle 1) zufällig ausgewählt. Die zuständigen Einwohnermeldeämter stellten dem Robert Koch-Institut (RKI) zufällig ausgewählte Adressen von Erwachsenen bereit. Diese Personen erhielten eine Einladung zur Teilnahme. Die Probanden wurden vor Ort in temporär eingerichteten Studienzentren untersucht und befragt, Blut- und Urinproben im Nachgang in einem epidemiologischen Labor des RKI standardisiert analysiert. Zur Studienpopulation aller drei Surveys, mit Ausnahme des NUST2, gehörten die in Deutschland lebenden Erwachsenen im Alter von 18–79 Jahren. Da in NUST2, dem Design der DHP-Studie entsprechend, nur 25–69-Jährige deutscher Nationalität einbezogen wurden, beschränken sich die vorliegenden vergleichenden Auswertungen auf diese Altersgruppe. Die Response-Raten betrugen 70 % beim OW91, 61 % beim BGS98 und 62 % beziehungsweise 42 % beim DEGS1 (Längsschnitt- und Querschnittteilnehmer). Über Non-Responder-Befragungen wurde ermittelt, dass sich die Nichtteilnehmenden in wesentlichen Eckwerten der Gesundheit von den Teilnehmenden nicht unterschieden (10). Tabelle 1 zeigt die Verteilung der in die Auswertungen einbezogenen – Teilnehmerzahlen nach Geschlecht und Region.

Beschreibung der Studienstichprobe
Beschreibung der Studienstichprobe
Tabelle 1
Beschreibung der Studienstichprobe
Die drei Untersuchungssurveys für Erwachsene des Robert Koch-Institutes
Die drei Untersuchungssurveys für Erwachsene des Robert Koch-Institutes
eTabelle 1
Die drei Untersuchungssurveys für Erwachsene des Robert Koch-Institutes

Variablen und Messmethoden

Kriterium für die Auswahl der in den Vergleich einbezogenen kardiometabolen Risikofaktoren war eine (relative) Methodenkonstanz bei der Erfassung über alle drei Erhebungszeitpunkte. Sportliche Betätigung, Rauchen, Adipositas, systolischer Blutdruck, Gesamtcholesterinspiegel, Serumglukose, Einnahme einer Auswahl an Medikamenten (Blutdrucksenker, Lipidsenker, Antidiabetika) sowie selbst berichteter Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Hyperlipidämie wurden über die drei Zeitpunkte miteinander verglichen.

Die Erhebungsmethoden sind detailliert in eTabelle 2 beschrieben. Sportliche Betätigung wurde mit der Frage „Wie oft treiben Sie Sport?“ und der Raucherstatus mit Fragen zum derzeitigen sowie früheren Rauchverhalten erfasst. Die Angaben dienten der Gruppenbildung „sportlich inaktiv“ und „sportlich aktiv“ beziehungsweise „zurzeit rauchend“ und „zurzeit nichtrauchend“. Die Messung von Körpergröße und -gewicht erfolgte standardisiert. Adipositas wurde auf dieser Basis nach dem WHO-Richtwert (15) BMI ≥ 30 kg/m² definiert. Individuelle Lebenszeitprävalenzen für Bluthochdruck, Hyperlipidämie und Diabetes wurden im OW91 mit einem Fragebogen, im BGS98 und DEGS1 im ärztlichen Interview erfasst. Die Angaben dienten der Einteilung der Personen in diejenigen, die mitteilten, jemals an Bluthochdruck, Hyperlipidämie oder Diabetes gelitten zu haben oder immer noch zu leiden, und jene, die berichteten, diese nicht gehabt zu haben. Durch ein standardisiertes persönliches Interview wurden angewendete Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel in den letzten sieben Tagen vor der Untersuchung ermittelt. Die Verschlüsselung erfolgte nach dem anatomisch-therapeutisch-chemischen (ATC) Code (16). In die Auswertung gingen Antidiabetika (ATC-Code A10), Lipidsenker (ATC-Code C10) und Blutdruck senkende Arzneimittel (ATC-Code C02/C03/C07/C08/C09) ein, nachfolgend bezeichnet als Blutdrucksenker, Lipidsenker und Antidiabetika.

Auswertungsstichprobe

Datensätze von 7 466 Personen aus dem OW91, 5 825 aus dem BGS98 und 6 124 aus DEGS1 wurden ausgewertet. Insgesamt stehen 9 347 Datensätze von Männern und 10 068 von Frauen zur Verfügung (Tabelle 1). Die DEGS1-Stichprobe enthält 3 142 Personen, die bereits am BGS98 teilgenommen haben. In den Surveys lagen für einen Teil der Probanden nur Befragungsdaten, aber keine Untersuchungsergebnisse vor. Die Zielvariablen wurden auf Basis aller jeweils zur Verfügung stehenden Datensätze gebildet.

Statistische Methoden

Alle statistischen Analysen erfolgten mit den Survey-Prozeduren von Stata SE 14 unter Berücksichtigung der Gewichtung und des Clusterdesigneffekts. Anpassungsgewichte nach Alter, Geschlecht, Region und Bildung wurden für alle Surveys methodenkonsistent gebildet und die Ergebnisse auf die Bevölkerungsstruktur vom 31. 12. 2010 altersstandardisiert (17). Die Berechnung von Mittelwerten beziehungsweise Prävalenzen mit 95-%-Konfidenzintervallen (KI) erfolgte gewichtet und altersstandardisiert. Entwicklungen über die Zeit wurden mittels Varianzanalyse (für Mittelwerte) beziehungsweise logistischer Regression (für Prävalenzen) auf statistische Signifikanz getestet. Trendunterschiede in Subgruppen wurden überprüft, indem den Modellen Interaktionsterme hinzugefügt wurden (Geschlecht beziehungsweise Region*Surveyjahr). Um Trendverläufe abzubilden, wurden relative Differenzen (%) nach der Formel (Wert Periode 2−Wert Periode 1) × 100/Wert Periode 1 berechnet. Die Vergleichsgröße ist dabei immer der erste Survey (OW91). Geschätzte Unterschiede mit p < 0,05 wurden als signifikant angesehen.

Ergebnisse

Tabelle 2 enthält gewichtete und altersstandardisierte Prävalenzen und Mittelwerte kardiometaboler Risikofaktoren über die drei Zeitpunkte 1990–1992, 1997–1999 und 2008–2011, stratifiziert nach Geschlecht.

Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Tabelle 2
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte

Gesundheitsverhalten und Adipositas

Die Prävalenz sportlicher Inaktivität sank zwischen 1990–1992 und 2008–2011 sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Personen (Tabelle 2), bei Frauen allerdings stärker als bei Männern und in Ostdeutschland mehr als in Westdeutschland (eTabelle 3). Damit lag 2008–2011 die Prävalenz sportlicher Inaktivität in Ostdeutschland nicht über der in Westdeutschland wie noch 1990–1992 (eTabelle 4) und bei Frauen nicht über der bei Männern (Tabelle 2). Die Prävalenz des Rauchens ist zwischen 1990–1992 sowie 2008–2011 bei Männern gesunken und in Ostdeutschland gestiegen (Tabelle 2). Im Zeitraum von 2008–2011 war die Prävalenz des Rauchens in Ostdeutschland nicht mehr niedriger als in Westdeutschland wie in den Jahren von 1990–1992 (eTabelle 4). Die Ost-West-Angleichung beim Rauchen ist allerdings wesentlich darauf zurückzuführen, dass die Anzahl an rauchenden Frauen in Ostdeutschland zunahm (eTabelle 5 a, b). Die Prävalenz der Adipositas stieg zwischen 1990–1992 und 2008–2011 zwar insgesamt, der Zunahme lag aber vor allem eine erhöhte Adipositasprävalenz bei westdeutschen Männern zugrunde (Tabelle 2 und eTabelle 5 a, b).

Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
eTabelle 5a
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
eTabelle 5b
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Trendunterschiede nach Geschlecht, Ost- und Westdeutschland sowie Geschlecht in Ost- und Westdeutschland
Trendunterschiede nach Geschlecht, Ost- und Westdeutschland sowie Geschlecht in Ost- und Westdeutschland
eTabelle 3
Trendunterschiede nach Geschlecht, Ost- und Westdeutschland sowie Geschlecht in Ost- und Westdeutschland
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
eTabelle 4
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte

Blutdruck, Hypertonie und Einnahme von Blutdrucksenkern

Der mittlere systolische Blutdruck sank zwischen 1990–1992 sowie 2008–2011 bei Männern und Frauen (Tabelle 2), bei Frauen stärker als bei Männern und in Ostdeutschland mehr als in Westdeutschland (eTabelle 3). Der mittlere systolische Blutdruck in Ostdeutschland lag 2008–2011 nicht über dem in Westdeutschland wie 1990–1992 (Grafik 1 und eTabelle 4). Die Prävalenzen des selbst berichteten Bluthochdrucks und der Einnahme von Blutdrucksenkern nahmen bei Männern und Frauen im gleichen Zeitraum zu (Tabelle 2), bei ostdeutschen Männern war der Anstieg allerdings stärker als bei ostdeutschen Frauen (eTabelle 5).

Entwicklung altersstandar disierter Mittelwerte und Prävalenzen von Blutdruck
Entwicklung altersstandar disierter Mittelwerte und Prävalenzen von Blutdruck
Grafik 1
Entwicklung altersstandar disierter Mittelwerte und Prävalenzen von Blutdruck

Cholesterin, Hyperlipidämie und Einnahme von Lipidsenkern

Das mittlere Gesamtcholesterin sank zwischen 1990–1992 und 2008–2011 bei Männern sowie Frauen (Tabelle 2). Die Prävalenz der selbst berichteten Hyperlipidämie blieb unverändert. Die Prävalenzen der Einnahme von Lipidsenkern erhöhte sich bei Männern und Frauen im gleichen Zeitraum (Tabelle 2), in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland (eTabelle 3). Damit waren 2008–2011 die Prävalenzunterschiede für die Einnahme von Lipidsenkern und die selbstberichtete Hyperlipidämie zwischen Ost- sowie Westdeutschland kleiner als in den Jahren 1990–1992 (Grafik 2 und eTabelle 4).

Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Gesamtcholesterin
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Gesamtcholesterin
Grafik 2
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Gesamtcholesterin

Blutzucker, Diabetes und Einnahme von Antidiabetika

Die mittlere Serumglukose fiel zwischen 1990–1992 und 2008–2011 sowohl bei Männern als auch bei Frauen (Tabelle 2), in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland (eTabelle 3). Im Zeitraum von 2008–2011 lag die mittlere Serumglukose in Ostdeutschland nicht über der in Westdeutschland wie 1990–1992 (Grafik 3 und eTabelle 4). Die Prävalenzen des selbst berichteten Diabetes und der Einnahme von Antidiabetika erhöhten sich im gleichen Zeitraum, mit Ausnahme des selbst berichteten Diabetes bei Männern und der Einnahme von Antidiabetika bei Frauen (Tabelle 2).

Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Serumglukose
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Serumglukose
Grafik 3
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Serumglukose

Diskussion

In dieser bundesweiten Trendstudie auf Basis von drei repräsentativen Querschnitterhebungen wurde beobachtet, dass sich Prävalenzen und Mittelwerte kardiometaboler Risikofaktoren bei Männern und Frauen zwischen 1990 und 2011 insgesamt verringerten. Unterschiede, die 1990–1992 bestanden, reduzierten sich zwischen Ost- und Westdeutschland bis zum Zeitraum von 2008–2011.

Gesundheitsverhalten und Adipositas

Ausnahmen sind Rauchen und Adipositas, deren Prävalenzen sich in der analysierten Altersgruppe nicht verringerten. Lediglich bei westdeutschen Männern nahm die Raucherprävalenz zwischen 1990 und 2011 ab. Der starke Rückgang des Rauchens bei den 18- bis 25-Jährigen seit 2003, der auch bei den telefonischen Gesundheitsbefragungen im RKI-Gesundheitsmonitoring festgestellt wurde (18), fiel wegen des eingeschränkten Altersbereichs bei diesen Auswertungen nicht ins Gewicht.

Der Anstieg der Adipositasprävalenz ist wesentlich auf die starke Zunahme bei Männern zurückzuführen. Auch andere Auswertungen weisen auf eine Zunahme von Adipositas in der Erwachsenenbevölkerung hin (19, 20). Weitere Auswertungen bestätigen die beobachtete Abnahme der Prävalenz sportlicher Inaktivität. Bei einem gleichzeitig starken Rückgang der Bewegung in Beruf und Alltag könnte die körperliche Gesamtaktivität in diesem Zeitraum jedoch sogar abgenommen haben (21, 22). Das Präventionspotenzial bei allen betrachteten Faktoren bleibt weiterhin hoch. Dem tragen die im Präventionsgesetz verankerten nationalen Gesundheitsziele zur Reduzierung des Tabakkonsums und der Adipositasprävalenz sowie zur Verbesserung von Ernährung und Bewegung Rechnung (23, 24).

Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Hypertonie,
Hyperlipidämie und Diabetes

Die beobachtete Abnahme der mittleren Messparameter systolischer Blutdruck und Gesamtcholesterin zwischen 1990–1992 und 2008–2011 steht im Einklang mit den Ergebnissen internationaler Metaanalysen (25, 26), die in den meisten Ländern mit hohem Einkommen in den letzten beiden Dekaden ebenfalls einen Abfall dieser Parameter zeigten. Dies gilt nicht für Serumglukose, für die in den meisten anderen Ländern eine Zunahme beobachtet wurde (27). Der gleichzeitig beobachtete Anstieg der Prävalenzen von selbst berichtetem Bluthochdruck und Diabetes könnte mit den Ergebnissen anderer Auswertungen erklärt werden: Die gestiegenen Prävalenzen für diese Gesundheitsstörungen im betrachteten Zeitraum sind weniger auf eine Zunahme von Neuerkrankungen als vielmehr auf eine höhere Aufdeckungsrate unerkannter Gesundheitsstörungen zurückführen (2830). Dadurch wird die Verschreibung und Einnahme von Medikamenten erhöht (31), was die entsprechenden Messwerte von Blutdruck, Cholesterin und Serumglukose im Mittel senkt. Bei der Prävalenzsteigerung von Hypertonikern spielt auch die Absenkung der zur Diagnose und Therapie herangezogenen Grenzwerte in medizinischen Leitlinien eine Rolle (32, 33).

Ost-West-Unterschiede

Die 1990–1992 beobachten Ost-West-Unterschiede glichen sich bis 2008–2011 deutlich an beziehungsweise sogar aus. Insbesondere kann dies bei sportlicher Inaktivität, Rauchen, Adipositas, Blutdruck, Serumglukose, selbst berichteter Hyperlipidämie und der Einnahme von Lipidsenkern beobachtet werden. Die Angleichungen erfolgten meistens, aber nicht immer, in Richtung eines günstigeren kardiometabolen Risikoprofils. Ausnahmen sind die erhöhte Adipositasprävalenz bei westdeutschen Männern und gesteigerte Raucherprävalenz bei ostdeutschen Frauen. Andere Auswertungen haben diese Entwicklung schon für zwei Untersuchungszeitpunkte analysiert (34, 35). Dies ist die erste Auswertung über drei Untersuchungszeitpunkte und einen Zeitraum von 20 Jahren. Angleichungen hinsichtlich der Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie der Gesundheitsversorgung könnten den beobachteten Angleichungsprozess erklären. Regionale Unterschiede bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen aber weiterhin (36, 37). Diese nehmen tendenziell von Nordosten nach Südwesten ab und sind vor dem Hintergrund von regionalen Unterschieden in der Wirtschaftskraft sowie der sozioökonomischen Rahmenbedingungen zu sehen (35).

Stärken und Schwächen

Die drei repräsentativen Untersuchungssurveys sind eine einmalige Datengrundlage zur Analyse zeitlicher Trends in der Gesundheit und im Gesundheitsverhalten der in Deutschland lebenden Bevölkerung über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren. Die Möglichkeit, die Angleichung von Ost- und Westdeutschland auf gesundheitlichem Gebiet nachzuverfolgen, stellt zudem einen besonderen Mehrwert dar.

Limitationen der Datenbasis sind methodische Unterschiede in verschiedenen Bereichen zwischen den drei Surveys, insbesondere zwischen den Erhebungen von 1990–1992 und 1997–1999, die vor Etablierung des Gesundheitsmonitorings durchgeführt wurden. Eine so große Zeitspanne, wie die von uns betrachtete, bringt Veränderungen in der Laboranalytik, den Messmethoden und den Befragungsinstrumenten, den Leitlinien zur Versorgung und anderen Standards mit sich. Dadurch werden Vergleiche erschwert. In dieser Arbeit wurden alle aufgeführten Aspekte sorgfältig berücksichtigt, über Sensitivitätsanalysen wurde der Einfluss veränderter Methoden auf die Ergebnisse abgeschätzt. Ferner können Selektionseffekte aufgrund abnehmender Teilnahmeraten an den Surveys und Reporting-Bias bei den Selbstangaben (soziale Erwünschtheit und Recall-Bias) nicht ausgeschlossen werden. Eine Zusammenstellung der methodischen Unterschiede und deren Berücksichtigung finden sich in eTabelle 2. Aufgrund des Querschnittsstudiendesigns ist es nicht möglich, kausale Aussagen von den Ergebnissen abzuleiten. Vertiefende Zusammenhangsanalysen folgen.

Überblick der Mess- sowie Erhebungsmethoden und verwendete quantitative Variablen nach Erhebungszeitpunkt
Überblick der Mess- sowie Erhebungsmethoden und verwendete quantitative Variablen nach Erhebungszeitpunkt
eTabelle 2
Überblick der Mess- sowie Erhebungsmethoden und verwendete quantitative Variablen nach Erhebungszeitpunkt

Fazit

Die vorgelegten Auswertungen weisen darauf hin, dass sich das kardiometabole Risiko bei Männern und Frauen im mittleren Lebensalter zwischen 1990–2011 verbessert hat. Die 1990–1992 beobachteten Ost-West-Unterschiede reduzierten sich beziehungsweise glichen sich bis zum Zeitraum 2008–2011 aus. Nach wie vor besteht jedoch Interventions- und Präventionsbedarf, und zwar gleichermaßen in Ost- und Westdeutschland.

Die auf Basis der RKI-Monitoringdaten festgestellten Trends kardiometaboler Risiken stehen im Einklang mit der Mortalitätsentwicklung. Todesfälle, die auf kardiometabole Risikofaktoren und Herzkrankheiten zurückführbar sind, haben sich in Deutschland seit 1990 verringert, in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland (35, 37, 38). Einerseits ist dies vermutlich auf eine bessere Gesundheitsversorgung, das heißt eine verbesserte Erkennung und Behandlung kardiometaboler Gesundheitsstörungen, zurückzuführen. Dementsprechend nahmen die selbst berichteten Prävalenzen von Bluthochdruck sowie Diabetes und die Anwendungsprävalenzen von Medikamenten gegen diese Gesundheitsstörungen zu. Andererseits ist aber auch ein verbessertes Gesundheitsverhalten, zum Beispiel mehr sportliche Aktivität, gesündere Ernährung und weniger Rauchen, ursächlich beteiligt. Dabei spielen neben neuen Lebensstilen auch die Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen durch politische Bemühungen wie zum Beispiel durch nationale Aktionspläne und Gesetzesinitiativen zur Eindämmung des Rauchens (Nichtraucherschutz), Maßnahmen zur Förderung körperlicher Aktivität und zur Kontrolle von Übergewicht sowie Adipositas eine Rolle. Die im Präventionsgesetz (24) unterstützten Settingansätze für gesundheitsfördernde Lebensstile können dazu beitragen, die hier festgestellten positiven Trends bei der Entwicklung kardiometaboler Risikofaktoren zu verstärken.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 15. 4. 2016, revidierte Fassung angenommen: 7. 7. 2016

Anschrift für die Verfasser
Dr. rer. nat. Bärbel-Maria Kurth

Robert Koch-Institut

Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring

General-Pape-Straße 62–66

12101 Berlin

KurthB@rki.de

Zitierweise
Finger JD, Busch MA, Du Y, Heidemann C, Knopf H, Kuhnert R, Lampert T, Mensink GBM, Neuhauser HK, Schaffrath Rosario A, Scheidt-Nave C, Schienkiewitz A, Truthmann J, Kurth B-M: Time trends in cardiometabolic risk factors in adults—results from three nationwide German examination surveys from 1990–2011. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 712–9. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0712

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eTabellen:
www.aerzteblatt.de/16m0712 oder über QR-Code

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Dr. phil. Finger, Dr. med. Busch, Dr. rer. nat. Du, Dr. PH Heidemann, Dr. med. Knopf, Dr. rer. medic. Kuhnert, PD Dr. PH Lampert, Dr. rer. nat. Mensink, PD Dr. med. Neuhauser, Schaffrath Rosario, Dr. med. Scheidt-Nave, Dr. PH Schienkiewitz, M.Sc. Truthmann, Dr. rer. nat. Kurth
Entwicklung altersstandar disierter Mittelwerte und Prävalenzen von Blutdruck
Entwicklung altersstandar disierter Mittelwerte und Prävalenzen von Blutdruck
Grafik 1
Entwicklung altersstandar disierter Mittelwerte und Prävalenzen von Blutdruck
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Gesamtcholesterin
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Gesamtcholesterin
Grafik 2
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Gesamtcholesterin
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Serumglukose
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Serumglukose
Grafik 3
Entwicklung altersstandardisierter Mittelwerte und Prävalenzen von Serumglukose
Beschreibung der Studienstichprobe
Beschreibung der Studienstichprobe
Tabelle 1
Beschreibung der Studienstichprobe
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Tabelle 2
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Die drei Untersuchungssurveys fu&#776;r Erwachsene des Robert Koch-Institutes
Die drei Untersuchungssurveys fu&#776;r Erwachsene des Robert Koch-Institutes
eTabelle 1
Die drei Untersuchungssurveys für Erwachsene des Robert Koch-Institutes
Überblick der Mess- sowie Erhebungsmethoden und verwendete quantitative Variablen nach Erhebungszeitpunkt
Überblick der Mess- sowie Erhebungsmethoden und verwendete quantitative Variablen nach Erhebungszeitpunkt
eTabelle 2
Überblick der Mess- sowie Erhebungsmethoden und verwendete quantitative Variablen nach Erhebungszeitpunkt
Trendunterschiede nach Geschlecht, Ost- und Westdeutschland sowie Geschlecht in Ost- und Westdeutschland
Trendunterschiede nach Geschlecht, Ost- und Westdeutschland sowie Geschlecht in Ost- und Westdeutschland
eTabelle 3
Trendunterschiede nach Geschlecht, Ost- und Westdeutschland sowie Geschlecht in Ost- und Westdeutschland
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
eTabelle 4
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
eTabelle 5a
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
eTabelle 5b
Vergleich der gewichteten und altersstandardisierten Prävalenzen und Mittelwerte
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