ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2016Randnotiz: Das herbstliche Gewicht

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Randnotiz: Das herbstliche Gewicht

Dtsch Arztebl 2016; 113(42): A-1843 / B-1555 / C-1543

Schmedt, Michael

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Wenn Sie jetzt morgens vor dem Spiegel stehen und sich nach einem Sommer voller Bewegung und kalorienarmen Sommersalaten fragen: Habe ich im harten deutschen Winter noch genug zuzusetzen, dann lautet die Antwort: Keine Sorge! Die Fettpölsterchen stehen quasi vor der Tür. Zwar sind die Menschen Ende September, Anfang Oktober am schlanksten, aber ab diesem Zeitpunkt geht die Gewichtskurve kontinuierlich nach oben. Das mag auch an den Spekulatius liegen, die schon seit September vor den Kassen der Supermärkte auf weihnachtlich gestimmte Käufer warten. Denn ihren Höhepunkt erreicht die Anzeige auf der Waage an Weihnachten. Das ist in Japan, Deutschland und den USA gleich, wie Brian Wansink von der Business School Cornwell und Elina Helander von der Technischen Universität Tampere (Finnland) in einer Studie feststellten. Sie untersuchten die Gewichtsentwicklung von Mitarbeitern der Firma Withings in diesen drei Ländern.

Die Feiertage beziehungsweise freien Tage im Jahr sind offensichtlich die Krux im Kampf um und mit den Pfunden. Die Gewichtszunahme potenziert sich so im Laufe der kommenden Wochen und erreicht ihren Höhepunkt in allen drei Ländern zum Jahresende. Auch, weil der sich erholende Urlauber in den Weihnachtsferien nochmals richtig zulegt. Das bedeutete für die deutschen Teilnehmer der Studie im Schnitt 0,8 Kilogramm mehr Körpergewicht, für die US-Amerikaner 0,6 Kilogramm und für die Japaner 0,5 Kilogramm.

Und das verliert sich nicht so einfach. Wansink prognostiziert Monate, um die zusätzlichen Kilos loszuwerden. Dies gelang zwar der Hälfte der Probanden. Aber dann stand schon Ostern vor der Tür.

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