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ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2016Prävention: Comicfilm soll über Migräne und Kopfschmerzen aufklären

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Prävention: Comicfilm soll über Migräne und Kopfschmerzen aufklären

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Mit dem neuen Comicfilm „Mütze hat den Kopfschmerz satt“ (http://d.aerzteblatt.de/DQ22) haben das gemeinnützige Zentrum für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES) und einem Experten der Schmerzklinik Kiel aktuelle, wissenschaftlich fundierte Informationen zu Migräne und Kopfschmerzen zielgruppengerecht für Kinder und Jugendliche aufbereitet. Beantwortet werden Fragen wie: Woher kommen Kopfschmerzen? Was passiert im Gehirn? Was bedeutet Prävention? Wie kann man selbst dazu beitragen, Kopfschmerzen zu vermeiden?

Die Comicfigur Mütze gibt Kindern und Jugendlichen unter anderem Verhaltenstipps. Foto: Mütze hat den Kopfschmerz satt /Screenshot
Die Comicfigur Mütze gibt Kindern und Jugendlichen unter anderem Verhaltenstipps. Foto: Mütze hat den Kopfschmerz satt /Screenshot

Entwickelt wurde der Film vom Schmerzspezialisten Prof. Dr. med. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel, und ZIES-Geschäftsführerin und Lehrerin Karin Frisch. Der neue Film ist Bestandteil der von zahlreichen Krankenkassen und Kultusministerien geförderten bundesweiten Aktion zur Kopfschmerzvorbeugung an Schulen. Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 16 Jahren sowie deren Familien.

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„Unsere aktuelle wissenschaftliche Analyse hat gezeigt, dass knapp drei Viertel der Kinder und Jugendlichen an Schulen über Kopfschmerzen klagen, aber nur 30 Prozent die korrekte Diagnose für ihre Beschwerden kennen. 37,5 Prozent der Betroffenen nehmen Kopfschmerzmittel ohne ärztliche Verordnung“, erläuterte Göbel seine Beweggründe, den Comicfilm zu produzieren. „Wissen und Information sind die beste Medizin. Wir wollen Kinder und Jugendliche zu ihren eigenen Kopfschmerzexperten machen.“

Karin Frisch entwickelte das didaktische Konzept für „Mütze hat den Kopfschmerz satt“ und arbeitete mit der Animationsfabrik („Werner“, „Der kleine Eisbär“, „Another Day of Life“) an der Dramaturgie des Filmes. „Uns war wichtig, dass der Film Kinder, Jugendliche und ihre Familien wirklich anspricht, dass sie ihn mehrfach bis zum Ende ansehen möchten und Spaß daran haben. Auf der anderen Seite begegnen wir dem Publikum mit der gebotenen wissenschaftlichen Aktualität und machen keine Kompromisse bei der wissenschaftlichen Fundierung und Genauigkeit der Aussagen.“ Schauspieler Louis Hofmann („Tom Sawyer“, „Freistatt“, „Die Mitte der Welt“) spricht die Synchronstimme von Mütze. „Mit der Animationsfabrik und Louis Hofmann haben wir für die Erstellung des Films die idealen Partner gefunden“, führen die Initiatoren aus. Göbel und Frisch engagieren sich seit Jahren für die Kopfschmerzprävention an Schulen. Im Rahmen der „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“ (http://www.aktion-muetze.de) stellen sie siebten Klassen kostenfreie Unterrichtsmaterialien mit didaktisch ausgearbeiteten Unterrichtsfolgen zur Kopfschmerzvorbeugung zur Verfügung und führen eine wissenschaftliche Erhebung durch.

Die Produktion von „Mütze hat den Kopfschmerz satt“ gelang mit Unterstützung der Migräne- und Kopfschmerzstiftung gGmbH Kiel sowie folgender gesetzlicher Krankenkassen: atlas bkk ahlmann, BIG direkt gesund, BKK firmus, BKK VBU, BKK Wirtschaft und Finanzen, IKK Brandenburg und Berlin, mhplus Krankenkasse, R+V Betriebskrankenkasse. Förderer können „Mütze hat den Kopfschmerz satt“ in das eigene Internetangebot einbinden. EB

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