ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2016Internetabhängigkeit: Passgenaue Prävention und Hilfsangebote

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Internetabhängigkeit: Passgenaue Prävention und Hilfsangebote

PP 15, Ausgabe November 2016, Seite 486

Hillienhof, Arne

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Auf das zunehmende Problem der Online-Sucht haben Ärzte und Suchtexperten auf dem Deutschen Suchtkongress 2016 in Berlin hingewiesen. „Jugendliche kommen immer früher in Kontakt mit einem potenziell abhängig machenden Verhalten“, sagte dessen Leiter Falk Kiefer von der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie. „Die Zunahme von Internetabhängigkeit stellt uns vor neue Herausforderungen und erfordert passgenaue Prävention und Hilfsangebote“, sagte dort auch die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler.

Ein Beispiel dafür sei eine neue Online-Suchtambulanz namens „OASIS“. Das vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) geförderte Projekt an der Ruhr-Universität Bochum richtet sich an Betroffene, die unter einer problematischen Internetnutzung leiden, sowie an deren Angehörige. Bei einem Verdacht auf Online-Abhängigkeit können Betroffene ab 18 Jahren sich auf der Webseite selbst testen und einen Termin für eine Erstberatung per Webcam vereinbaren. „Wie Streetworker bei Drogensüchtigen holen wir die Internetabhängigen dort ab, wo ihre Sucht entstanden ist, nämlich im Netz selbst“, sagte Projektleiter Dr. med. Bert te Wildt vom Universitätsklinikum für psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum. hil

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